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Geschichte

Links und Videos der Woche (2010/37)

» Quelle des korngekreisten Symbols

  1. via @zoonpolitikon []
  2. ihr wisst schon, diese sich überschneidenden Kreise; via @einGott []
  3. via @_sapereaude_ []

Links der Woche (2010/31)

Links und Video der Woche (2010/23)

Oldtimer en masse

Und dabei hab ich nur eine Auswahl von 44 Fotos genommen – bei der Donau Classic Oldtimer-Rallye 2009 in Ingolstadt und Umgebung waren 190 Autos dabei, von Baujahr 1928 bis 19841. Am Samstag Nachmittag kamen sie durch die Pfaffenhofener Innenstadt, wo ein kleiner Rundkurs (3 gleichmäßige Runden) zu absolvieren war, und der führte eben auch durch meine Löwenstraße. Bei den Fotos hab ich mich überwiegend auf die älteren Wagen konzentriert, denn die sind (m.E.) auch interessanter als die aus den 70er- und 80er-Jahren.

Hier in diesem Beitrag zeige ich nur eine Auswahl aus der Auswahl; alle 44 Fotos gibt’s auf Flickr, z.B. als Set-Übersicht und als Slideshow.

(Die Angaben zu den Autos stammen aus der offiziellen Starterliste.)

Der älteste, ein Bentley 4,5 ltr. open von 1928:
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Alvis Speed 20 (1935):
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BMW 600 „Rennsemmel“ (1959):
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Riley TT spezial (1936):
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Hudson Big Six Sedan (1935):
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Josef Kulzer Fiat Kulzer Spezial (1940):
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Horch 930 V Cabrio (1939):
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Dieser „Pi“ sieht ulkig aus, doch die Startliste ist hier falsch, denn dieser silberne Porsche ist sicher kein schwarz-roter Ferrari:
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DKW F 89 L (1953) – viel Bier ist nicht mehr übrig…:
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MG A 1500 MK I (1959) – Sie wären beinahe keine Runden gefahren… [Hier Blondinenwitz einfügen.]
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Ausgerechnet der Kleine – Fiat 500 (1973) – legt sich schnell in die Kurve:
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Vorne: Jaguar XK 120 SE OTS (1953), hinten: Triumph TR 4A / IRS (1967):
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Das war’s mit der Auswahl der Auswahl – mehr gibt’s wie gesagt auf Flickr: Set-Übersicht, Slideshow.

  1. naja, 3 neue (2008) als Vor- und Schlusswagen waren auch dabei []

Diese verdammten Atheisten!

betend Diese Atheisten sind doch an allem Schlimmen schuld!

Aber Gott sei Dank gibt’s die christlichen Kirchenfürsten wie den Augsburger Bischof und deutschen Militärbischof Walter Mixa!

Sie nehmen Stellung gegen Kindesmissbrauch durch einzelne Geistliche (sobald die Medien hinreichend darauf aufmerksam geworden sind, denn dann kommt das bevorzugte Unter-den-Teppich-Kehren schlecht), speziell Mixa segnet die Waffen der Bundeswehrsoldaten, um den Frieden zu fördern (oder warum auch immer) und, um nur ein paar Dinge zu nennen, er würdigt die Opfer und die Verfolgten des Dritten Reiches.

Äh, er würdigt sie herab, indem er sie etwa der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gegen­über­stellt oder aktuell ausgerechnet die Christen als „besonders verfolgt“ herausstellt, und schiebt dem „praktizierten Atheismus“ in seiner Osterpredigt mal eben die Ursache für „die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden“ in die Schuhe. Als ob das eine – Atheismus – mit dem anderen – Massenmorde etc. – zu tun hätte bzw. es gar verursachte – mit derselben „Argumentation“ und mit derselben Recht­fertigung könnte man doch ebenso den christlichen Glauben (ebenso fälschlicherweise) als Ursache für Massenmorde heranziehen.

„Ohne christlichen Glauben gebe es dauerhaft keine wahre Menschlichkeit“? „Wer dem Menschen den Glauben an Gott nehme, raube ihm das Wichtigste im Leben“? Lieber Herr Mixa, wenn Ihnen Ihr Glaube samt seiner Hoffnung auf ein himmlisches Jenseits wichtiger ist als das Leben und die Bedürfnisse der Menschen selbst und die vielzitierte (angeblich christliche) Nächstenliebe, dann wundert es mich nicht, wenn Sie auch anderweitig so himmelhoch abgehoben realitätsfern und die menschliche Natur und den Verstand verachtend daherreden.

Nicht zuletzt solch ein Unsinn ist ein wichtiger Grund, denke ich, warum viele Atheisten nicht einsehen, sich weiter zu verkriechen, sondern u.a. Buskampagnen starten:
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Dass die Hirten dabei Angst haben, dass sich gerade der ohnehin nicht allzu fest gebundene Teil ihrer Schäfchen ihres Verstandes bewusst wird und noch weiter verringert, ist natürlich verständlich…

Apropos realitätsfern: Das kann der Oberhirte in Rom natürlich auch, der in seiner Osterbotschaft u.a. die Auferstehung als „geschichtliche Realität“ bezeichnet. Lieber Herr Ratzinger, Realität entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Menschen an etwas glauben, sondern Realität ist im Gegenteil das, was ist. Das, was man so objektiv wie möglich untersuchen und überprüfen kann. Das, was auch rationalem und kritischem Denken standhält. Das, was übrig bleibt, wenn man den individuellen, subjektiven Glauben weglässt.

Und unter diesen Gesichtspunkten ist Ihr Auferstehungsglaube eben genau das, was Sie ihm in Ihrer Osterbotschaft in Abrede stellen wollen: ein Mythos, ein Traum, ein Märchen. Nur ein mitunter äußerst vehement vertretenes.


Wie auch andere Blogger kommentieren: deltabloc zu Mixas Atheismus-Anschuldigungen:

Wie viel Weihrauch muss jemand inhaliert haben, um so viel unwissenschaftlichen und falschen Bullshit zu verzapfen?

Dr. No auf Leben. Universum. Rest.:

„Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden.“ Das ist natürlich vollkommener Quark: Ohne Gott gibt es schließlich auch keine Hölle. So what? Eine Gesellschaft ohne Gott würde in erster Linie keine alten, sexuell verklemmten und den lieben langen Tag vor sich hin delirierenden Männer mit Vorliebe für tuntige Kleidung dafür bezahlen, dass sie von einem gasförmigen Wesen halluzinieren, dass alle Ungläubigen bestrafen werde. In einer Gesellschaft ohne Gott würden sie für sowas vermutlich in psychologische Behandlung kommen.

Duckhome:

Es sind Leute wie Ratzinger die gerne tief zurück ins geistige Mittelalter wollen um ihre Machtgelüste leichter ausleben zu können und weniger Angst vor der Wahrheit der Aufklärung haben zu müssen. […]
Wenn Erwachsene an Mixas und Ratzingers Blödsinn glauben wollen, so sollen sie das tun. Auch wenn aus deren Mund keine Wahrheit und schon gar keine Weisheit kommt. Es ist ihre freie Entscheidung. Aber wenigstens die Kinder müssen wir vor solchen Leuten schützen.


Ergänzung: Spiegel Online über Reaktionen: „Ostereklat: Bischof Mixas Atheisten-Predigt empört Nichtgläubige“


Foto: criswatk/sxc

  1. Zitat von Michael Ley, „Apokalyptische Bewegungen in der Moderne“ (1997) nach Michael Schmidt-Salomons Anmerkungen zur Kriminalgeschichte des Atheismus []