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Bahn

Neugierige Bahn

Hier der Bahn-Bericht zum Jethro-Tull-Konzert.

Hinfahrt mit dem Zwischen-Express – der nicht der Ausdünnung zugunsten von Umleitern wegen der Generalsanierungstotalsperrung zwischen Nürnberg und Regensburg zum Opfer fällt – um 17:30, +13 wegen Wartens auf Anschlussreisende (von der anderen Express-Hälfte aus Nürnberg), +17 in München. Aber genug Puffer.

Die MVG wurde ja von Verdi bestreikt (siehe u.a. hier beim BR) – betroffen waren also Bus, Tram, U-Bahn (Bild vom Hauptbahnhof-Zwischengeschoss), aber nicht S- und Regionalbahn. Wobei nicht nur dank des Fußball-Pokalspiels die U6 auf dem dafür wichtigsten Abschnitt als einzige U-Bahn fuhr, sondern auch zwei Tram-Linien und entgegen der ursprünglichen Ankündigung auch viele Busse (mit Taktlücken), weil mehr Personal als erwartet zur Verfügung stand.

Nun liegt der Ausweich-Gasteig HP8 im Süden – nah an einer nicht bedienten U-Bahn-Station, aber auch nur ca. 15 Gehminuten von der S-Bahn entfernt (S7 Mittersendling). Also hab ich schon auf dem Hinweg diese Route genommen, Start 18:54 auf Gleis 36 – zwischenzeitlich mit +14, dann +18 angekündigt, aber doch pünktlich gefahren. Warum auch immer – kleine Probleme gibt’s ja auf allen Linien immer wieder…

Natürlich hab ich jetzt doch mal einen Tag erwischt, wo nachts der Umweg über den Heimeranplatz mit der S2 nach Dachau nötig war, weil wegen Oberleitungsarbeiten bei Laim alles südlich vom Rangierbahnhof gesperrt war; durch ebendiesen fuhren nur ein paar ICEs und eben die S2 im 30-Minuten-Takt. Praktisch daran: Der Heimeranplatz ist nur 2 Stationen von Mittersendling entfernt, und dank des zeitlich passenden Konzert-Endes mit zügigem Gehen zur S7, die um 22:35 +2 fuhr, hat das auch zur S2 um 22:50 gereicht, die mich zur vorletzten RB bringen würde; sie fuhr auch pünktlich und zügig zwischen Auto-Güterzug und ICEs hindurch, sodass sie nach nur 10 Minuten in Obermenzing war und den Puffer im Fahrplan nicht benötigt hätte.

Pünktlich in Dachau (23:21), die RB sollte um 22:38 auf Gleis 7 fahren, gewendet aus einer, die eine Stunde vorher in München angekommen und zwischenzeitlich vmtl. irgendwo, vielleicht auch in Laim Rbf, abgestellt wurde. Nur die kam halt erstmal nicht. Genausowenig wie eine Information. Aber nach gut 10 Minuten dann halt doch, los ging’s schließlich um 23:51, die „Verspätung aus vorheriger Fahrt“ kann dann höchstens die Leerfahrt bis Dachau gemeint haben, wohlwollenderweise… und da die eingeplante kurze Pause in Petershausen nicht nötig war, waren’s hier dann +8 in der Ankunft. Geht ja noch.

Passend zum Titel hat der Zugbegleiter seltenerweise zum Deutschlandticket auch den Ausweis kontrolliert… Und ich konnte mich auch noch nett mit zwei Ingolstädtern unterhalten – einer davon war im Backstage bei einer älteren Metal-Band gewesen –, hauptsächlich über ältere Bands.

Schwarzfahren

Bahn-Bericht zum Beyond-The-Black-Konzert gestern:

Zur Hinfahrt wollte ich an sich die RB um 17:56 nehmen, aber da der Einstöckiger-Fünfteiler-Zwischen-RE wegen Verspätung aus vorheriger Fahrt bzw. deren verspäteter Bereitstellung mit +22 um 17:51 fuhr, hab ich natürlich den genommen; war mit +25 in München, damit 8 (geplant) bzw. 12 Minuten (real) vor der RB. Also halt noch ’n bisschen Zeit totschlagen, wie so oft.

Für die Kälte – Dauerfrost, nachts -6° erwartet – hatte ich mir übrigens was ausgedacht mangels „Hosenjacke“: Eine (nicht zu dicke) lange Unterhose in der Mitte durchgeschnitten, sodass ich sie in der Halle auf dem WC an den Beinen runterschieben und am Ende wieder hochziehen kann, ohne was ausziehen zu müssen; ist ein bisschen von alleine gerutscht, obwohl die Enden noch um die normale Unterhose umgeschlagen waren, aber einigermaßen nützlich war’s durchaus.

Wegen Bauarbeiten fuhren die letzten beiden RB und der neue RE davor nur ab Dachau, wohin man vom Ostbahnhof aus wenigstens direkt mit der S2 kommt, nur halt etwas früher los muss, weshalb ich mitten im vorletzten Lied gegangen bin (das letzte, Halleluja, wäre für mich als Atheist eh nix 😉). Die S2 war durchgehend pünktlich – und seltenerweise mit Fahrkartenkontrolle. (Schwarzfahrer hat man aber in meiner Sichtweite nicht gefunden.)

Mittlerweile hat sich abgezeichnet, dass der RE aus Nürnberg durch die Störung auf der SFS Nürnberg – Ingolstadt, die schon den ganzen Tag andauerte, und die Bauarbeiten nördlich von Pfaffenhofen erst spät in Dachau wäre, wo er eigentlich von 22:45 auf 23:15 wenden sollte. Die RB (23:41) sollte aus einer wenden, die um 22:31 in München ankommen sollte und +13 hatte; warum und auf welchen Wegen man die ohne Fahrgäste nach Dachau bringen wollte, weiß ich nicht, totalgesperrt war die Strecke an sich nicht…

…allerdings war sie um 23:31, als die S2 in Dachau ankam, noch nicht da, also war erst mal Warten angesagt, es standen auch schon einige Leute da auf Gleis 7. Zwischendurch wurden dann +15 eingetragen wegen angeblicher Verspätung aus vorheriger Fahrt; der RE aus Nürnberg wurde für 23:44 auf Gleis 4 erwartet und sollte um 23:50 von Gleis 7 abfahren, was natürlich nicht ging, aber das hat man rechtzeitig auf die sinnvolle Art korrigiert, und er kam dann um 23:45 mit genau +60 auf Gleis 7 an. (Die automatische Ansage „nicht einsteigen“ haben natürlich alle ignoriert, man weiß ja, dass die nicht allzu intelligent ist.)

Allerallerdings stand der RE dann noch eine Weile ohne Begründung… mittlerweile kam die nächste S2 (im 20-Minuten-Takt) – hätte man die RB/RE-Verzögerung vorher wissen können, hätte ich nicht früher gehen müssen –, dann, als sie schon hätte abgefahren sein sollen, die RB auf Gleis 4, allerdingsdings wäre umsteigen eher eine schlechte Idee gewesen…

…und so ging’s dann endlich um 0:05 los – wobei der Zub noch netterweise rumgefragt hat, ob noch Leute (in Ingolstadt) umsteigen müssten –, 0:23 in Pfaffenhofen, somit effektiv +18 für mich ggü. RB-Plan (die dann um 0.11 abfuhr und um 0:34 mit +29 hier gewesen wäre).

Das Bild oben ist übrigens von der Ausfahrt des RE in Pfaffenhofen wegen der seltenen Gelegenheit, hier ein Zs 6 zu knipsen – das ist der weiße Schrägstrich, der die Fahrt ins Gegengleis anzeigt.

Immer noch besser als heute und morgen, wo auch auf der Stammstrecke eifriger gearbeitet wird und die S2 vom Heimeranplatz im 30-Minuten-Takt fährt (sodass man nochmal ’ne halbe Stunde früher vom Ostbahnhof los müsste) – und der letzte Zug komplett ausfällt und irgendjemand dachte, es reicht, dann mit einer 2-Stunden-Lücke erst um 1:45 einen Bus in Petershausen loszuschicken.

Es leuchtet blau

Neulich1 ist mir im Dunkeln – abends kurz vor 6, Winterzeit – Josefine begegnet. Josefine, die Fahrwegmesserin der Bahn:

Und wie einst Rambo könnte man sie fragen: Was ist das? – Ein blaues Licht. – Und was macht das? – Es leuchtet blau. 🙃

  1. naja, schon Ende Oktober, der Entwurf dieses Beitrags lag ’ne Weile vergessen rum ↺

Legendäre Bahn

Der Bericht zur Bahnfahrt zum/vom Sabaton-Konzert und meinen Überlegungen dazu:

Die Bauarbeiten zwischen Dachau und Petershausen laufen noch bis heute Abend, also weiterhin RE-Stundentakt oder RB+S-Bahn mit längerer Fahrzeit. Da es tagsüber beim RE zu Verspätungen gekommen war (wohl auch wegen einer Weichenstörung in Dachau nordwärts), weshalb der um 16:27 aus Nürnberg erst eine Stunde verspätet sein sollte, dann aber doch auf Ingolstadt eingekürzt wurde, hab ich lieber die RB+S2-Lösung um 17:04 gewählt, auch wenn der RE um 17:28 erst in Ingolstadt losfahren sollte (und mit +5 ein paar Minuten vor der S-Bahn in München war), aber zeitlich war’s egal; ich konnte ja auch bequem bis zum Marienplatz weiterfahren und dort in die U3.

Vor der Halle waren lange Schlangen am Haupteingang, also „Geheimtipp“ Westeingang genutzt und praktisch gleich drin.

An sich war das Konzert früh genug aus (22:35), um bequem zum vorletzten Zug zu kommen – sogar zu Fuß, wenn ich die 4,2 km denn in finstrer, kalter Nacht zu Fuß hätte zurücklegen wollen. Aber die RB zurück fahren eben auch erst ab Petershausen – mit Ausnahme der letzten, die dann doch ab München und dann über die S-Bahn-Gleise fahren darf, weil sie da um diese Zeit nicht mehr für ein S-Bahn-Chaos sorgt. Da zudem die U2 wegen Bauarbeiten nur im 20-Minuten-Takt und ohne sicheren Anschluss am Scheidplatz fährt, hätte ich, um die S2 zum vorletzten Zug zu bekommen, um 22:15 aus der Halle raus müssen – ich hatte anhand der Setlist der vorherigen Termine geschätzt, dass da das Konzert noch mindestens 20 Minuten gehen würde (was dann auch ziemlich gut gepasst hat), und so viel wollte ich nicht verpassen. (Just kurz vor diesem Zeitpunkt stand ein Pärchen ein paar Reihen vor mir auf und ging – standen die vor derselben Entscheidung?)

Die Alternative 6 Minuten später via Moosach (wo ich noch nie war), dann mit Bus nach Untermenzing zur S2 oder mit der S1 nach Laim, wobei ersteres schon nicht mehr in der Live-Auskunft stand und letzteres knapp war (aber geklappt hätte), war mir zu unsicher und immer noch zu viel verpasstes Konzert.

Hätte sich also das Orchester mit 45 Minuten begnügt (was aber auch schade gewesen wäre)… hätten sie die Spielszenen und Umziehpausen mehr gestrafft… wären die Bauarbeiten bei U2 und/oder der großen Bahn nicht… aber hätte, hätte, Motorradkette, ihr kennt das…1

Also am Hauptbahnhof noch herumschlendern, am Yorma’s-Container eine billige aber gute Leberkässemmel kaufen, ein paar Züge und Baustelleneinrichtungen knipsen, durchs wärmere Zwischengeschoss schlendern… und irgendwann kurz nach Mitternacht wurde der Zug von RE(DB)DB oder so (siehe Bild oben) dann bereitgestellt – früher als zunächst gedacht, weil da evtl. noch ein ICE kurz vor 0 Uhr angekommen wäre, oder auch nicht: der stand als Vereinigung mit seiner eigenen Ersatzzugnummer drin, unter letzterer sollte er planmäßig auf Gleis 18 ankommen, unter der richtigen abweichend auf Gleis 20, meinem RB-Gleis. Er wurde dann aber auf Gleis 11 umgeleitet…

Dass die RB dann wegen Fahrt über die langsameren S-Bahn-Gleise und Wartens auf einen entgegenkommenden Zug vor einem eingleisigen Abschnitt mit +12 hier war, war dann auch egal. So war ich halt erst ziemlich genau drei Stunden nach Konzertende daheim. *gähn*

Hätte auch schlimmer sein können: Heute Früh gab’s einen Notarzteinsatz zwischen Reichertshausen und hier, und in der Nacht wäre auch nicht so bald ein Bus als Ersatz gekommen…

 

PS: Da ich die Zeit hatte, nicht direkt zur U-Bahn zu müssen, hier ein nächtlicher Blick über den See zum Olympiaturm und dem erleuchteten Drumherum:

  1. Hier geht’s um Metal, da versprichwortet man keine Fahrradkette. ↺