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2019

Spammer sind dumm, Folge achwasweißich+1

Wieder einer dieser Erpressbetrüger, die vorgeben, sie hätten einen beim Pornoschauen gefilmt – anders als die ersten mit sprachlichen Verwirrungen und technischem Unsinn oder den späteren, die ihren Text als Bild senden und dummerweise immer noch dazu aufforderten, ihre komplizierte Bitcoin-Adresse zu kopieren, kommt das aktuelle Exemplar in Textform in weitgehend brauchbarem Deutsch daher (aber immer noch mit Du/Sie-Abwechslung) mit der freundlichen Einleitung

Ich denke, Sie werden nicht glücklich sein, weil ich eine sehr schlechte
Nachricht für Sie habe.

Doch dann kommt „Ich habe 4 Videos gesichert:“ und eine Liste von vier angeblichen Dateinamen (und angeblicher Größe), bestehend aus der Mailadresse – übrigens einer nur im Web vorkommenden; wenn er denn wirklich was gehackt hätte, hätte er auch die Haupt-Adresse nehmen können – und einer 10-stelligen Zahl à la 1563646660 – einem Unix-Timestamp (die Anzahl der Sekunden seit 1.1.1970), und er fordert auch dazu auf:

Sie können überprüfen, ob die Zeitstempel den Momenten entsprechen, die
Sie amüsiert haben.

Warum tut er das? Jemand, der auf die Idee kommt, mal „zeitstempel umrechnen“ zu googeln, macht das vielleicht sogar – und findet dann wahrscheinlich Tage und Zeiten, die gar nicht passen; in meinem Fall waren das Dienstage und Donnerstage im Mai und Juni, einmal kurz vor Mitternacht und sonst nachmittags, und in einer zweiten Mail auf englisch waren auch Samstag und Sonntag dabei, letzteres um 4 Uhr nachts…. Das reduziert doch die mutmaßlich eher geringen Erfolgsaussichten noch mehr.

Wie immer: Einfach in den elektronischen Mülleimer mit solchen Mails.

Vielleicht sollte ich mich ja mal selber filmen, damit wenigstens ein solches Video existiert…

Langer Abschiedskuss

Ein Konzertbericht von der „End of the Road“-Tour von Kiss, ihrer bestimmt mehrere Jahre langen Abschiedstournee, vom 31.5. auf dem Königsplatz in München.

Vorgruppe waren The New Roses aus Wiesbaden. Guter Einstand, aber irgendwie fehlte mir noch das gewisse Etwas. Immerhin ein Lied, „Life Ain’t Easy (For A Boy With Long Hair)“, war mir näher bekannt…

Auf Merchandise mit 40 € für ein T-Shirt hab ich mal verzichtet.

Als Kiss dann pünktlich um 20:45 (bzw. 20:41, wenn man das Led-Zeppelin-Intro mitzählt) mit ihrem Spektakel begannen, begann das Spektakel. Äh. Gleich mit ordentlich Pyrotechnik und Licht und auch bei Helligkeit schon ein paar Lasern.

Gut, nicht bei jedem Lied ging’s so buchstäblich feurig zu, aber auch in ihrem Alter sind die Herren gut drauf und bringen ihre Musik und ihre Show mitreißend rüber.

Je dunkler es wurde, umso eindrucksvoller wurde natürlich auch alle visuellen Effekte…

…auch wenn die mit der iPhone-Kamera nicht optimal in einem Bild einzufangen waren:

Soli der einzelnen Musiker gab’s auch, auch am Mikro wechselten sie sich z.T. ab, und für zwei Lieder schwebte Paul Stanley auch zur kleinen Bühne „in der Menge“, die hier aber im von drei Seiten verhüllten Technikturm war.

Zum Schluss wurde dann noch alles aufgeboten, was feuern konnte, inklusive zweimal Konfettikanonen.

…und dann waren ca. 130 Minuten tolle Unterhaltung auch mal vorbei.

Wie sagte jemand im Zug? Bei so einer Show ist es fast schon egal, welche Songs sie spielen. :) Und wenn jemand wie ich, der Kiss im Wesentlichen im Rock-Radio verfolgt und kein dedizierter Fan und Albumkäufer ist, schon mindestens zwei Drittel der Songs kennt… ja, in ihren 46 Jahren haben sie schon so ein paar bekannte Titel produziert, sodass auch einer wie „God Gave Rock and Roll To You“ nur vom Band zum Abschied lief. (» Setlist).

:rocks: