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Musik

Beruf(en)

Zweite Runde im Projekt Stimulus, wo Beiträge beliebigen Typs – Bild, Text, etc. – zu einer vorgegebenen Beschreibung bzw. Synonymen dazu gefragt sind, und diesmal ist es „Bezeichnung für eine spezielle, erlernte Erwerbstätigkeit“ – was recht deutlich nach einer Beschreibung von „Beruf“ klingt.

Ich fühle mich dazu verführt, besser gesagt: berufen,, auch diesmal wieder ein thematisch passendes eher unbekanntes Queen-Lied zu präsentieren – oder mehrere. Zumal Queen ja auch Berufs-Musiker sind bzw. waren…^^

Da hätten wir zum einen eine Demo aus den Innuendo-Sessions (ca. 1990) namens Self Made Man – gesanglich mit Brian Mays recht leiser Stimme aber verbesserungswürdig:

Und bei 1:44 bitte nicht zu sehr erschrecken. :)

Trust – that’ll make you self believe
To be a self made man
Turn that stuff – that defines your role to be, ooh
To be a self made man
Get a heavy job – don’t let them moguls waste your time
To be a self made man

Von Brian May gibt’s noch ein Solo-Lied namens Business vom 1998er Album Another World, das auch zum Thema passt – und nicht nur zum Beruf, sondern zum ganzen Leben:

(Die Texte beider Lieder finden sich übrigens im Info-Kasten bei Youtube.)

Und inhaltlich gar nicht so weit entfernt ist Good Company (Text) vom Queen-Album A Night At The Opera (1975), gesungen und gespielt von Brian:

 

Ob ich bei den nächsten Themen dieses Projektes so weitermache? :)

Wahrnehmbar

Ja, mal wieder ein neues Projekt. Ich hoffe, es stört euch nicht zu sehr, dass es hier so viele davon gibt. :) Dieses ist von Stoffel von mahltied.com und heißt Projekt Stimulus, und die Veranstalterin meint zu den Regeln:

Ich gebe Euch in jeder Runde eine Bedeutung vor und Ihr sucht ein passendes Synonym dafür und setzt es in Bild-, Ton-, Video- oder Textform um. Dafür habt Ihr 2 Wochen Zeit, ich denke dieser Zeitrahmen ist für die Umsetzung in einem machbaren Rahmen. Natürlich könnt Ihr auch nachreichen oder Runden aussetzten.

Thema in Runde 1 ist „Etwas Wahrnehmbares, das eine bestimmte Bedeutung hat“. Ich verstehe jetzt nicht so ganz, warum man da unbedingt über ein Synonym gehen oder einen Thesaurus verwenden soll – wenn ich nach der Beschreibung google, findet sich übrigens die Wiktionary-Seite zu „Signal“ – und sich nicht einfach auf den vorgegebenen Satz bezieht…

Richard Dadd: "The Fairy Feller's Master-Stroke"

Richard Dadd: „The Fairy Feller's Master-Stroke“
Tate Gallery/Wikipedia

Ich nehme jedenfalls dieses hier zu sehende Bildchen zum Thema, das nicht nur einfach ein Fantasy-Gemälde namens „The Fairy Feller’s Master-Stroke“ von Richard Dadd von Mitte des 19. Jahrhunderts ist, sondern auch Freddie Mercury damals dazu bewogen hat, fürs zweite Queen-Album ein Lied gleichen Namens zu schreiben, das von den Szenen ebendieses Gemäldes handelt:

https://youtu.be/i7-9eAal_x4

Und auch den Figuren in Gemälde und Lied geht es um die Wahrnehmung – die Wahrnehmung des Meisterschlages des „Nussfällers“, der für dieses kleine Feenvolk offenbar eine große Bedeutung hat. (Dass das Lied für mich als Queen-Fan eine Bedeutung hat, ist ja eh klar.) Fragt sich allerdings, ob unsereiner so ein Volk, wenn es denn tatsächlich existieren würde, auch wahrnehmen würde…

Projekt Hörsturz 16 – Soundtracks

Projekt Hörsturz Eine neue Sonderrunde im „Projekt Hörsturz“, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen mindestens fünf Songs anhören und bewerten – diesmal geht’s um Soundtrack-Songs aus Filmen oder Computerspielen.

Stellt sich die Frage, wie sehr man die Videos beachten soll, die ja Filmszenen enthalten dürften. Ich denke, bei den „richtigen“ Liedern werde ich sie am besten wie bisher für die Bewertung auf jeden Fall ignorieren. Und ich frag mich schon, wie ich die „Nicht-Lieder“, also Score- oder vergleichbare Ausschnitte behandeln soll…

  • Radiohead – Exit Music (For a film) (von Herr Lutz – Romeo und Julia)
    Exit Music am Anfang? Wie unpassend. Hoffentlich bietet sie trotzdem einen guten Einstieg in diese Runde. Sieht aber schlecht aus, denn so ein zwar gefühlvolles, doch langatmig-trauriges Lied, während die Sonne ins Zimmer scheint? Ah, mit der Zeit wird’s noch kraftvoller und abwechslungsreicher. Insgesamt doch ein mehr als gediegener Anfang.
    3½ von 5 Sternen 3½ Romeos
  • Mark Morgan – Acolytes of the New God (von Guldhan – Fallout 1)
    Eine zum Spiel passende düstere, getragene Atmosphäre wird mit Glocken und raschelnden Rasseln schon mal aufgebaut. Dazu ein paar quasigregorianische Chöre. Nach der Hälfte frag ich mich aber so langsam, ob da doch noch mehr Abwechslung kommt… und muss mir leider antworten: kaum. Mag zur richtigen Spielszene wirklich gut passen, aber die gibt’s im Video leider nicht.
    1½ von 5 Sternen 1½ zu weit entfernte Atmosphären
  • Sad Brad Smith – Help Yourself (von Steve – Up In The Air)
    Aha, wir beginnen mit altmodischem Geklampfe – das klingt jetzt negativer, als es gemeint ist – und Gesang. Nett. Wie viele Stimmen singen da übereinander, oder ist das nur ein Hall-Effekt? Egal. Hat jedenfalls was. Auch wenn auch dieses Lied für den Sonnenschein etwas zu traurig klingt.
    3½ von 5 Sternen 3½ Abgehobene
  • Keane – Everybody’s Changing (von endgueltig – Keinohrhasen)
    Britpop, oder? Och nö, der singt ja auch so weinerlich. Gibt’s denn hier keine Filme (bzw. Filmsongs) mit besserer Stimmung? Okay, die Weinerlichkeit geht in eine weichgespülte Radio-Beliebigkeit über. Gähn.
    1 von 5 Sternen 1 langgezogenes Kinn
  • Sigmund Groven – Reodors Ballade (von Postpunk – Flåklypa Grand Prix)
    Flåklypa wird ja wohl nicht skandinavisch für Chanson sein – ihr wisst schon, der früher übliche Name für dieses Eurovision-Song-Dingens. Nun, offenbar nicht, denn hier geht’s ganz ohne Gesang orchestral zu. Und natürlich balladisch, sonst wäre der Titel unpassend. Und, oh Wunder, nicht traurig. Das werden zwar keine Filmszenen im Video sein, aber da wäre ich jetzt auch gerne…
    3½ von 5 Sternen 3½ Sonnenuntergänge

Damit wäre die Pflicht erledigt – mit einem Schnitt von 2,6 ziemlich im Mittelfeld. Weiter zur Kür, den optionalen Songs, die ich nur kurz bewerten werde:

Macht einen erstaunlichen Schnitt von 3,92 für die Bonussongs bzw. 3,53 insgesamt.

Als Vorschlag fürs nächste Mal greife ich den von Runde 7 wieder auf – jetzt findet er ja auf jeden Fall zumindest in den Bonussongs etwas Beachtung –, und wie ich damals schon sagte, es ist etwas Unbekanntes von einem sehr Bekannten: „Yellow Breezes (Demo)“ von Freddie Mercury.
Da bin ich mal auf die Reaktionen gespannt. :mrgreen:

Links und Videos der Woche (2010/09)

Abwechslung

Es gibt Musiker, die kann man schwer in eine Genre-Schublade stecken (wenn man sowas denn tun will). Imogen Heap ist so eine. Irgendjemand hat sie irgendwo als „Indie Rock“ klassifiziert, was dazu geführt hat, dass ihr gestriges Konzert in München (Ampere/Muffatwerk) in den Veranstaltungshinweisen auf Rockantenne enthalten war und die Frühschicht-Moderatoren zu erkennen geben durften, dass sie nicht mal mit dem Vornamen was anzufangen bzw. ihn auszusprechen wissen… (/ˈɪmədʒɨn/1 – die Baldur’s-Gate-Veteranen werden sich erinnern^^). Die englische Wikipedia bemüht da fünf Genres: Electronica, Alternative, Indie, Pop, Ambient.

Aber solche Schubladen sind Schall und Rauch, denn am Ende entscheidet die Musik, die Performance und ob es einem gefällt – und das war bei mir gestern definitiv der Fall. Es muss ja nicht immer Metal sein. ;) Fast schon eine familiäre Atmosphäre in diesem Club mit geschätzten 200 Gästen, kam zuerst Trouble Over Tokyo, trotz des Namens ein britischer Solo-Künstler, der teils mit Akustikgitarre, teils mit elektronisch vorbereiteter Begleitung und vor allem einer enormen Stimme begeisterte (und etwas affektierter Gestik), und Back Ted N-Ted, der sich und seine Gitarre gerne selbst live als Begleitung loopt; er war dann später auch bei manchen Songs von Imogen mit dabei.

Imogen Heap Imogen Heap

(Die Fotos sind in typisch miserabler iPhone-Qualität, da ich keine richtige Kamera dabei hatte – bei Flickr gibt’s bessere z.B. aus Manchester.)

Tja, wie soll ich das jetzt beschreiben? Unkonventionell, vielseitig, faszinierend, skurril, eigensinnig, gefühlvoll, unterhaltsam, grandios – 16 Songs (und trotzdem länger als Lacuna Coil) von einfachem Piano über Geigen bis zu unheimlichen Klangteppichen oder furios-rockiger Instrumentierung war alles dabei. Auch mal Glöckchen, ein Gong oder so ein Spielzeug-Plastikrohr, das beim Drehen Geräusche erzeugt… Und natürlich Imogens fantastische Stimme.

Imogen wechselte dabei auch gerne vom Synthesizer links zur Bühnenfront oder zum kleinen Schlagzeug, und nach ein paar Takten übergab sie dieses dem anderen Mädel, das eben noch an der Geige gezupft hat, um selber zum gläsernen Pseudoflügel (ein Keyboard mit großem Leerraum) zurückzukehren…

:music: Auf jeden Fall ein großartiger, unterhaltsamer Konzertabend, der wohl jedem Anwesenden Spaß gemacht haben dürfte.

» Anhören bei last.fm
» Aktuelle Live-Videos bei Youtube
» Und hier spricht sie über ihre Musik und das aktuelle Album Ellipse:

  1. oder [‚ɪ.moʊ.dʒən] in der deutschen Wikipedia, aber Hauptsache auf der ersten Silbe betont ↺