- Im Handelsblatt-Blog:
Amtlich: Ursula von der Leyen hat gelogen. - Hintergründe zur sogenannten „Deutschen Kinderhilfe“ (via Reizzentrum).
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- Fragwürdige biblische Gebote, z.B. „Lege kein Kleid an, das aus zweierlei Faden gewebt ist“ (via Brights).
- A Unified Quantum Theory of the Sexual Interaction
„Warning: while this is maybe kinda sorta NSFW, it is absolutely not safe for math/physics-phobes. This is high-level jokery about low-level topics,“ meint Phil Plait (=via). - Große Bilder vom Merkur und der Messenger-Sonde.
- Ein Größenvergleich im Universum (via Bad Astronomy):
Ein „planvolles Lottospiel“?
Bei meinem ersten Artikel über „Lottovorhersagen“ hatte kürzlich jemand mit gewissermaßen offizieller E-Mail-Adresse eines Lotto-Totostrategen-Forums kommentiert, und in einem Thread dort hat ein Admin mit den Worten „Hier wird über uns getuschelt“ auf ebendiesem Artikel (bzw. die Kommentare dazu) hingewiesen.1
Ein Thomas meinte dann ein paar Tage später in, sagen wir, eigenwilligem Satzbau:
wer einmal begriffen hat dass sich planvolles Lotto Spiel auf die 2 Hauptpfeiler:
1. die U/G Verteilungen:
4/2 und 2/4 und 3/3 — insgesammt in 81,9 % aller Ziehungen 6 aus 49 seit 1955 auftreten !2. das Auftreten von Endziffer Paaren !
abstützt.
und alle 49 Zahlen in sein systematisches Spiel einbezieht !
––––––––––––––––kann sich das Beschäftigen mit weiteren Kommentaren, die immer und immer wieder vorgetragen werden (aber überwiegend völlig banal sind) ersparen !!!
(Dass er außerdem meinte, ich „verstecke“ mich auf meinem eigenen Blog hinter meinem Pseudonym, will ich hier gar nicht weiter thematisieren…)2
Nun geht’s in meinem Artikel, der im Forum verlinkt ist, um die Global-Scaling-„Vorhersage“, deren Haupteigenschaft ein gewisser Mindestabstand zwischen den Zahlen ist (damit es mehr „Beinahetreffer“ (±1 und ±2) gibt, die man den Kunden als „gut“ suggerieren kann, auch wenn sie keine praktische Bedeutung haben) – das entspricht offenbar nicht dem, was sich Thomas unter „planvollem Spiel“ vorstellt. (Wahrscheinlich mag er dann auch Stefano G.s Methode nicht, die sich auf einstellige Zahlen und dabei vor allem die 1 versteift.)
Dass man alle 49 Zahlen ins Spiel einbeziehen sollte, liegt irgendwie schon in der Natur des 6-aus-49-Lottos; wär doch blöd, wenn man etwa die 12 und die 1 weglässt, weil das der Geburtstag der Exfrau ist, oder alle Primzahlen, weil einem die zu mathematisch sind, und deswegen nicht gewinnt…
Und dass Gläubige – wozu ich auch die Lottovorherberechenwoller zähle – „banale“ Kommentare, die auf die Unmöglichkeit ihres Tuns hinweisen, als „Blaa Blaa“ abtun und nicht hören wollen, kann ich gut verstehen, aber ich lege ihnen dennoch nahe, die Situation einmal ordentlich zu überdenken, vielleicht sind sie doch noch nicht komplett lernresistent…
Wenn wir für einen Moment mal ignorieren, dass die Vergangenheit bei einem Zufallsexperiment wie den Lottoziehungen ohnehin keine Rolle spielt, dass man Lottozahlen also weder vorhersagen noch vorherberechnen kann – und jedes Ziehungsergebnis stets gleich wahrscheinlich ist (1 2 3 4 5 6 etwa ist genauso wahrscheinlich wie 3 12 13 16 23 41, nämlich 1 : 13.983.816) – und die Statistik hier höchstens dazu geeignet ist, schöne Prozentzahlen zu produzieren (und Zeit zu verschwenden), aber keinesfalls zur Vorhersage (da sind ja die angeblichen Einflüsse jenes Astrologen noch aussichtsreicher…) – wie wahrscheinlich sind die Verteilungen, die Thomas und seine Forumskollegen ausnutzen wollen, denn tatsächlich? Sind die 81,9% wirklich etwas Besonderes? Und hat das überhaupt eine Bedeutung?
Liegt der Irrtum der Strategen nun darin, dass (1) bestimmte Eigenschaften der gezogenen Kugeln vermeintlich deutlich von den rechnerischen Wahrscheinlichkeiten abweichen, oder dass es (2) von Vorteil wäre, Zahlen zu tippen, die zu größeren Gruppen (wie denen mit ungefähr gleich viel geraden und ungeraden Zahlen) gehören? Da diese Frage anhand des Zitats nicht zu entscheiden ist (und sicherlich beide Irrtümer ihre Anhänger haben), betrachten wir beide Fälle.
1a. Ungerade/Gerade
Ich versuche mich hier an einer ausführlicheren Erklärung auch für die, die mit Mathematik weniger am Hut haben (wie meine Mutter zum Beispiel
):
Bei jeder der sechs gezogenen Kugeln gibt’s natürlich zwei Möglichkeiten: gerade oder ungerade. Wir ziehen der Einfachheit halber erstmal nur zwei Kugeln – und es sollte offensichtlich sein, dass diese entweder ungerade–ungerade, ungerade–gerade, gerade–ungerade oder gerade–gerade sein können, dass es also vier mögliche Ziehungsergebnisse gibt (auch wenn wir diese später z.T. zusammenfassen). Zu Beginn sind 25 ungerade Kugeln (1,3,5,…,49) und 24 gerade (2,4,…,48) im Ziehungsgerät. Schauen wir’s uns im Detail an:
Möglichkeit A: die erste Kugel ist ungerade – da es eine beliebige der 25 von den 49 Kugeln sein kann, ist die Wahrscheinlichkeit hierfür natürlich 25/49 oder ca. 51,0%.
A1: Die zweite Kugel ist auch ungerade – mit einer Wahrscheinlichkeit von 24/48 (50%) für diese Ziehung, da eben noch 24 von den verbleibenden 48 Kugeln ungerade sind. Die Wahrscheinlichkeit insgesamt für die Folge ungerade–ungerade ist das Produkt: 25/49*24/48 ≈ 25,5%.
A2: Die zweite Kugel ist gerade – auch 24/48, da ja noch alle 24 geraden Kugeln drin waren, also auch 25/49*24/48 ≈ 25,5% für ungerade–gerade.
Möglichkeit B: die erste Kugel ist gerade – hier gilt analog 24/49 ≈ 49,0%.
B1: die zweite Kugel ist ungerade: 25/48 ≈ 52,1%, also 24/49*25/48 ≈ 25,5% für gerade–ungerade.
B2: die zweite Kugel ist gerade: 23/48 ≈ 47,9%, also 24/49*23/48 ≈ 23,5% für gerade–gerade.
Da uns die Reihenfolge egal ist, da wir also ungerade–gerade und gerade–ungerade nicht zu unterscheiden brauchen, addieren wir die Werte und erhalten dann insgesamt für zwei gezogene Kugeln:
| beide ungerade: | 25,5% |
| eine ungerade, eine gerade: | 51,0% |
| beide gerade: | 23,5% |
Das können wir jetzt mit der dritten, vierten, fünften und sechsten Kugel weiterführen und erhalten am Ende 64 (26) verschiedene Ziehungsfolgen von 6x gerade bis 6x ungerade und ihre jeweiligen Wahrscheinlichkeiten – wer will, kann sie sich hier komplett anschauen (Klick). ▼
Addieren wir nun wieder die gleichbedeutenden Kombinationsmöglichkeiten, erhalten wir die Werte in der folgenden Tabelle – die ich auch gleich um die Analyse der tatsächlich gezogenen Zahlen (in gold) aus allen 4970 Ziehungen von 1955 (dem Beginn des deutschen Lottos) bis einschließlich 3.6.2009 (das war der Stand der Daten, die ich für diese Analyse verwendet hatte) ergänzt habe:
| Theorie | Analyse | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ungerade | gerade | verschiedene Möglichkeiten |
Wahrscheinlichkeit | erwartete Ziehungen |
Ziehungen | Prozent |
| 0 | 6 | 1 | 0.963% | 48 | 54 | 1.087% |
| 1 | 5 | 6 | 7.599% | 378 | 375 | 7.545% |
| 2 | 4 | 15 | 22.796% | 1133 | 1087 | 21.871% |
| 3 | 3 | 20 | 33.290% | 1655 | 1661 | 33.421% |
| 4 | 2 | 15 | 24.967% | 1241 | 1320 | 26.559% |
| 5 | 1 | 6 | 9.119% | 453 | 421 | 8.471% |
| 6 | 0 | 1 | 1.266% | 63 | 52 | 1.046% |
| Zusammengefasst: | ||||||
| 2/4 oder 3/3 oder 4/2 | 50 | 81.054% | 4028 | 4068 | 81.851% | |
| alle anderen | 14 | 18.946% | 942 | 902 | 18.149% | |
Wir sehen also:
Die Abweichung der tatsächlichen 81,85% von den theoretischen 81,05% ist so gering, dass man sie nun wirklich nicht ernsthaft signifikant nennen kann! (p = 0.1522 im χ²-Test, wer’s genau wissen will.) Die Ziehungen sind also noch klar im Rahmen des Zufalls – und etwas anderes war ja auch nicht zu erwarten.
1b. Endziffergruppen
Da ich nicht weiß, was genau der Stratege bei „Auftreten von Endziffer Paaren“ betrachtet, nehme ich die größte Gruppe gleicher Endziffern pro Ziehung (bei z.B. 4 12 14 16 24 42 wäre das 3, bei 17 18 21 35 36 43 hingegen 1, da keine gleichen Endziffern auftreten).
Dies geht im Prinzip genauso wie oben, nur dass es eben 10 Möglichkeiten pro gezogener Kugel gibt, wodurch es insgesamt 999936 verschiedene mögliche Folgen gibt – eine Million (106) abzüglich der unmöglichen, denn die Endziffern 1 bis 9 sind nur je 5x vorrätig (1,11,21,31,41 etc.) und die 0 nur 4x (10,20,30,40). Es ergibt sich diese Tabelle, wiederum mit der Analyse der 4970 Ziehungen seit 1955 (in gold) ergänzt:
| Theorie | Analyse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| max. Gruppe | verschiedene Möglichkeiten |
Wahrscheinlichkeit | erwartete Ziehungen |
Ziehungen | Prozent |
| 1 | 151200 | 20.649% | 1026 | 1022 | 20.563% |
| 2 | 691200 | 70.135% | 3486 | 3486 | 70.141% |
| 3 | 144900 | 8.901% | 442 | 447 | 8.994% |
| 4 | 12150 | 0.312% | 15 | 15 | 0.302% |
| 5 | 486 | 0.003% | 0 | 0 | 0.000% |
| Zusammengefasst: | |||||
| 2 bis 5 | 848736 | 79.351% | 3944 | 3948 | 79.437% |
Wir sehen hier: Die Abweichung von den erwarteten Werten ist noch deutlich geringer als oben bei ungerade/gerade, für eine „Vorhersage“ wären diese Endzifferngruppen also noch weniger geeignet. (p = 0.9203(!) im χ²-Test.)
2. Große Gruppen
Nun haben wir im Beispiel ungerade/gerade eine große Gruppe mit 2/4, 3/3 und 4/2 ungeraden/
Nichts, denn: Zwar ist es natürlich wahrscheinlicher, dass die gezogenen Zahlen in dieser großen Gruppe liegen, doch ob man eine von 11.334.400 (81,05%) der 13.983.816 möglichen Tippreihen tippt, von denen mit 81,05% Wahrscheinlichkeit eine gezogen wird, oder eine der restlichen 2.649.416 (18,95%), von denen mit 18,95% Wahrscheinlichkeit eine gezogen wird, macht einfach keinen Unterschied, es kommt im Endeffekt dasselbe raus.
Vielleicht ist es beim Würfeln anschaulicher: Offensichtlich ist es viel wahrscheinlicher, dass ein Wurf mit einem (idealen) Würfel in der Gruppe der Zahlen 1 bis 5 landet, als dass die 6 geworfen wird. Würde jemand so eine „Gruppenwette“ (zu gleichen Bedingungen hinsichtlich Einsatz und Gewinn) anbieten, würde man natürlich die Gruppe von 1 bis 5 wählen – nur gibt es verständlicherweise keine solchen Anbieter. Und bei einer Wettmöglichkeit auf nur eine Zahl (bzw. im Lotto: eine Tippreihe) ist es wiederum piepegal, ob es da eine Gruppe von 1 bis 5 gibt oder nicht – zumal so eine Gruppeneinteilung auch vollkommen willkürlich ist –, jede Augenzahl ist gleich wahrscheinlich.
Die gezogenen Zahlen interessiert es eben nicht, ob sie in die eine oder andere Gruppe fallen – was für einen Gewinn entscheidend ist, ist, dass man sie getippt hat, und da die Wahrscheinlichkeit für jede einzelne der knapp 14 Millionen Kombinationen nunmal exakt dieselbe ist, kann man sich die Gruppenrechnerei sparen. (Und das Spielen selbst eigentlich auch…)
Fazit
Die Ergebnisse in Teil 1a und 1b verwundern natürlich nicht, denn – wie gesagt – bei einem reinen Zufallsexperiment, wie es die Lottoziehung nunmal ist, kann man mit Statistik nichts vorhersagen, denn die Wahrscheinlichkeiten für die nächste Ziehung werden eben nicht von der Vergangenheit beeinflusst, jedes Ziehungsergebnis ist stets gleich wahrscheinlich – und, wie in Teil 2 erläutert, eine Gruppenzugehörigkeit anhand irgendwelcher Eigenschaften ist irrelevant, denn eine wegen ihrer Größe wahrscheinlichere Gruppe macht einzelne Treffer auch nicht wahrscheinlicher.
Die Kugeln haben eben kein Gedächntnis – wie sollten sie auch? –, da helfen weder ach so schlaue „planvolle Systeme“ noch lächelnde Lottofeen noch gedächtnisfördernde Medizin.
Siehe auch:
- Wikipedia: Spielerfehlschluss (mit dem Münzwurf als Beispiel)
- Spielen-mit-Verantwortung.de – Portal zum Thema Glücksspielsucht der BZgA und der Lottogesellschaften.
PS: Sollte jemand Rechenfehler finden, darf er gerne Bescheid sagen.
PPS: Nein, dies ist keine Werbung für Glücksspiel, und ich hab auch nichts mit den Lottogesellschaften zu tun.
Fotos: Lotto Baden-Württemberg (Presseseite)
- Allzu viele interessierte Forenmitglieder gab’s wohl nicht, wenn ich meine Referrer-Statistik so anschaue… ↺
- Außerdem meint Administrator Norbert dazu: „Gute Antwort – Der Kandidat erhält 10 Punkte“. Tja, selbst in Relation zu den sprichwörtlichen 99 Punkten finde ich das noch etwas viel… ↺
Blog-Teleskop #27
Florian hat mir diesmal die Ehre (und Arbeit
) übertragen – er meinte, es wäre nett, wenn mal ein „Nicht-Science-Blog“ das machen würde –, das aktuelle Blog-Teleskop zu produzieren, die 14-tägliche Übersicht über deutschsprachige Astronomieblogs (Übersicht). Nun denn, hoffentlich hab ich nichts übersehen in meiner mehr oder weniger stichpunktartigen Auflistung – deren Form ich gewählt habe, weil sie mir am übersichtlichsten erscheint –, beginnend mit dem Top-Thema der beiden Wochen:
Bemannte Raumfahrt
- Über die Shuttle-Mission zum Hubble-Teleskop schrieb Skyweek Zwei Punkt Null: Letzte Hubble-Wartung beendet;
- Lichtecho schrieb Hubble repariert, erneuert und wieder frei, Extrarunde für STS-125, Ritt der Walküren;
- bei Solscape gibt’s Hubble-Service-Mission ein voller Erfolg, Hubble kreist wieder um die Erde, Raumfähre “Atlantis” sicher gelandet mit Videos.
- Auf die Big Pictures, grandiose Fotos von der Mission, verweist Alles was fliegt. (Andernfalls hätte ich den Link selbst ergänzt…)
- Die neuen Esa-Astronauten, zu denen auch ein Deutscher gehört, sind Thema bei Alles was fliegt, Cassini & Co., Go for Launch, Lichtecho, Skyweek Zwei Punkt Null.
- Über die neue ISS-Besatzung schrieben Lichtecho: Die ISS wird international, Skyweek: Dieser Start wird die Besatzung der ISS verdoppeln, Solscape: Historische Mission zur ISS gestartet und Zwischen Himmel und Erde: OasISS-Mission erfolgreich gestartet
Allgemeines, Spezielles und Hintergrundwissen
- Asterythms zeigt Sonnen-Protuberanzen
- Astrodicticum simplex verbringt einen chaotischen Urlaub, pardon, bringt während seines Urlaubs eine Serie über Chaotische Systeme, bisher: Einführung, Phasenraum, Der Raum als Donut.
Davor gab’s schon Teil 4 von Ordnung und Chaos in extrasolaren Planetensystemen: Die Dynamik des TrES-2 Systems, Coole Physik-Experimente mit magnetischen Bausteinen und schwebendes Bier.
Und das Thema Ignorieren, Löschen, Sperren: über den Umgang mit Kommentaren behandelt Florian, Kommentatormagnet, der er dank seiner anti-antiwisschenschaftlichen Themen nun mal ist, auch noch. - Der überraschende Weg aus der Energiekrise: Titan! ist Thema bei (natürlich) Cassini & Co.
- Himmelslichter setzt seine Serie „Galilei und der Planet Neptun“ fort: Teil 2, Teil 3, Teil 4.
- Ludmilas Raumsonde der Woche ist BIRD, und sie hat festsgestellt, dass Wolfram Alpha weiß, wo CoRoT ist.
- Lichtecho war fleißig: Erdnahe Asteroiden, Satelloon, Schon einmal Neptun gesehen?, X-Shooter – Gamma Ray Bursts im Visier, Silikon in der Astrofotografie, Heutiger Bericht zum Zustand des Universums mit Sojus-Start , China zum Mond, Affen im Weltraum, Neugierde in Eberswalde, VB 10b – der astrometrische Exoplanet.
- Skyweek über Zwei „UFOs“ begleiten Herschel & Planck – und verschwinden allmählich.
- Solscape schreibt: Astrophysiker aus Jena entdecken Planetenentstehungsscheibe, Supernova in Messier 82, Seitwärtstorkeln eines Sterns verrät Exoplaneten
Bücher und Zeitschriften
- Nachruf auf die eingestellte SZ Wissen von Alles was fliegt.
- Lichtecho schreibt über den schrägen Roman „Symbiose“, „Moonwalker“ über die Apollo-Astronauten und das Taschenbüchlein „Bemannte Raumfahrzeuge“
- Uhura Uraniae: Geburtstag, Rolf Riekher, der Meister der Fernrohrmeister
- Bei Astrodicticum simplex gab’s zum einen die Fortsetzung der Lektüre von Johannes Keplers Astronomia Nova (Kapitel 4) sowie viele schlechte Bücher von Wissenschaft bis Fiktion – inkl. einem Buch über einen „jungen Mond“, das nur sein Autor näher an ersterem als an letzterem sehen dürfte… was mir auch als Überleitung zum nächsten Thema dient:
Pseudo- und Antiwissenschaftliches
- Astrologie unter der Dusche, Zeitreisen und Wiedergeburt: 5 völlig absurde Links
- Ludmila scheibt bei Hinterm Mond gleich links über 1 Million für chemiefreien Stoff,
Placebos richtig getestet und Kreationisten in NRW.
Veranstaltungen
- Auf den KOSMOlogs berichtet „Astronomers do it at night“ von Deutschlands größter Astronomiemesse, dem „ATT – Astronomischer Tausch- und Trödeltreff“.
- „Straße der Experimente“ in Gießen ist bei Asterythms und der Astro AG Heuchelheim ein Thema.
- “Internationale Teleskoptreffen Vogelsberg” bei Asterythms.
- Bei Astrodicticum simplex gab’s einen dreiteiligen Gastbeitrag über die GWUP-Konferenz mit dem Titel „Wissenschaft unter Beschuss“: Teil 1, Teil 2, Teil 3.
- Einsteins Kosmos verweist auf die Bildergalerie zum Astronomietag im Deutschen Museum München.
- Tag der offenen Tür beim Max-Planck-Institut für Astronomie Heidelberg (MPIA) bei Clear Skies.
- News rund um das Internationale Jahr der Astronomie 2009 bringt in „Mondparallaxe, Weltraumastronomie im Dreierpack – und noch ein Planetariumsprogramm“ selbst unzählige Links.
- Stefan Uttenthalers Cosmic Diary: Ein Sternguckabend mit Volksschulkindern
Sonstiges
- Über den neuen Nasa-Chef Charles Bolden ist bei Alles was fliegt zu lesen – dort auch im Chef-Check die Gegenüberstellung der Chefs von Nasa und Esa – und bei Lichtecho.
- Astrodicticum simplex freut sich über den Doch-nicht-Austritt Österreichs aus dem CERN.
- Ein Reisebericht von der Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises bei Alles was fliegt.
- Reisehinweise für Japan zur Sonnenfinsternis im Juli in Asien bei Go for Launch.
- Meta-Physik machte sich Gedanken zu Kopftuch = schwer integrierbare Migrantin?
- Lichtecho zeigt Homer Simpson im All und Meta-Physik das Making-Of einer TV-Sitcom, die es nie gab: Funny Fundis über religiöse Fundamentalisten.
- Und hinterm Mond gleich links liegt schließlich das Musikvideo Kick your ass with science!
So, das war jetzt ’ne ganze Menge – ich hatte mir überlegt, ob ich mich auf die „wichtigsten“ Themen geschränken soll, nur: „wichtig“ würde wohl jeder anders definieren, also hab ich lieber möglichst viel möglichst übersichtlich präsentiert. Korrekturen und Ergänzungen sind natürlich trotzdem willkommen. ![]()
Grafik, Links und Videos der Woche (2009/21)

(von Pantoffelpunk via Cashy) Weitersagen. Weitergeben. Verstehen. Benutzen der Grafik ist ausdrücklich erlaubt.
Und den Fernsehbeitrag von ZAPP „Heftige Proteste gegen Sperrungen im Internet“ hat wahrscheinlich auch schon jeder gesehen:
Weiter zum Rest der Links und Videos:
- Faithist Memes, Religious Privilege, Victimization, and Bad Arguments – gängige Argumente für Gott und warum sie nicht funktionieren (via Friendly Atheist).
- Bündnis 90/Die Grünen träumen von der „Komplementärmedizin“ (und machen sich dadurch praktisch auch unwählbar).
- Zeitungsartikel: „Schöner leben mit Verschwörungstheorien“ (via Achter)
- „Was für eine wunderbare motivierende Ansprache von Brain Greene, dem bekannten String-Theoretiker, Kosmologen und Fürsprecher für die wunderbare Erfahrung von Wissen und über die fehlende Achtung für Wissenschaft(ler):“ (schreibt Diax’s Rake)
Links der Woche (2009/20)
- Fotografie-Tips bei pictureArtist: Worauf achte ich bei Langzeitbelichtungen (Nightshoots)?
- Sonne, Shuttle und Hubble – zusammen auf einem Foto (via BA)
- Stefan Niggemeier: „Die Demagogie der Deutschen Kinderhilfe“
- Spreeblick hat eine Antwort von „Zensursula“ bekommen.
- RandomJos offener Brief an von der Leyen und Wiefelspütz