Monatsarchiv:

Februar 2012

Flasche!

Ein Beitrag zum Projekt 42 mit dem Monatsthema „Flasche“.

Eine leere
Flasche
in der
laschen
Tasche
aus Maschen
und um die Flasche
eine Hülle aus Pappmaché
warum auch immer, war eine
simple Idee, besser als keine
Eh gut, dass dieser 2. Monat
noch einen weiteren Tag hat
sonst wär ich diesmal zu spät
Zementblog traurig werden tät
Also schnell etwas gedichtet
hoffend, dass keiner flüchtet
oder passend zum Thema sich
besäuft, denn das will ich nich
Und nun? Es fehlt ein Schluss
ein stabiler Boden her muss
steht sonst auf der Spitze
und gänzlich ohne Witze
fällt sie dann leicht um
Tja, Pech
klirr
bumm
 

(Wer einen halbwegs modernen Browser mit CSS-Transform hat, kann sie auch (nicht ganz perfekt) umfallen sehen, einfach Cursor drüberhalten…)

Warum nicht den 29. Februar abschaffen?

sitzende Katze

Warum diese Katze? Sie ist halt bei einer Flickr-Suche nach "leap year" aufgetaucht. (Christine Majul, CC-by-Lizenz)

Ein Jahr ist „normalerweise“ 365 Tage lang – dieses 366.1 Ihr wisst ja, Schaltjahr und so; dadurch ist ein Jahr im gregorianischen Kalender eben 365,2425 Tage lang, das sind 31.556.952 Sekunden. Jetzt kam mir eine nicht ganz wirklich nicht ernstgemeinte Idee:

Wir könnten doch den 29.Februar abschaffen und dafür – weil viele den Tag doch irgendwie liebgewonnen haben dürften2 – jeden Tag um 12 Uhr mittags eine (knappe) Schweigeminute für den abgeschafften Tag einlegen! Bei Bedarf kann man die Schweigeminute sogar anderen Trauerfällen und Tragödien widmen; aber das muss dann im Vorfeld (wo sonst) mit den Fans des 29. Februar ausdiskutiert und ausgehandelt werden, was zu schlimmen Streiks führen könnte…

Jeden Tag um 12:00:00 Uhr sollen die Uhren für ca. 57,4 Sekunden stehenbleiben – das summiert sich dann eben zum jährlichen Überschuss von 0.2425 Tagen –, bevor sie mit 12:00:01 weiterlaufen! Na, wär das nichts? Und nicht nur alle Uhren, auch alle Fahrstühle, Fußgänger, Autos, Züge, Flugzeuge etc. müssen auf der Stelle stehenbleiben; Radio- und Fernsehsender machen Pause, Daten in Internetverbindungen bleibem im nächstgelegenen Knoten liegen, Gespräche sind zu unterbrechen, Wasserlassen ebenso, höchstens beim Atmen könnte man noch Kompromisse eingehen.

Und täte die Stille nicht jedem Menschen auf Erden, ja der Erde selbst gut, die – wenigstens kurzzeitig – endlich mal in Ruhe ihre Bahn fortsetzen könnte? Auf, macht mit! Schreibt euren Volksvertretern, nein, allen Präsidenten, Parlamentsmitgliedern, Diktatoren und Päpsten weltweit, sie sollen umgehend für das Ersetzen des 29. Februar durch die tägliche Schweigeminute eintreten! Und wenn sie nicht zustimmen, denunziert sie als Feinde der Biosphäre!!

 


  1. auch wenn manche Spinner oder Geschäftemacher es 10 Tage kürzer sehen wollen mögen []
  2. und wer nicht, der hasst auch kleine Kätzchen!!! []

Haltet mich nicht auf!

52-Songs-LogoDon’t stop me now I’m having such a good time
I’m having a ball, don’t stop me now
If you wanna have a good time just give me a call
Don’t stop me now (’cause I’m havin‘ a good time)
Don’t stop me now (yes I’m havin‘ a good time)
I don’t want to stop at all

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Konnas Blog derzeit nicht reagiert, wo ich „Don’t Stop Me Now“ (von Queen natürlich) als meinen Beitrag zum Thema „Lebensfreude“ im Projekt 52 Songs auserkoren habe…

Queen – Don't Stop Me Now (Official Video)

(Wenn die beim offiziellen Queen-YouTube-Kanal es jetzt noch schaffen würden, Bild und Ton synchron hochzuladen…)

Update: Falls obiges Video dauerhaft gemablockt bleibt, versuchen wir’s mit diesem Live-Video:

Queen – Don't Stop Me Now (Live at the Hammersmith Odeon '79)

Links und Videos der Woche (2012/08)

Der Sinn des Lebens?

Bei Lebens-Erfolg gibt’s eine Blogparade mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Meinen Beitrag dazu will ich mal mit dem passenden Monty-Python-Song, Intro zum gleichnamigen Film, einleiten^^:

Monty Python – The Meaning of Life

Grundsätzlich ist mein Standpunkt: Es gibt keinen äußeren, höheren Sinn des Lebens. Also keinen, der sich nicht aus dem Sinn, den jeder einzelne für sich finden und definieren muss und der sich aus der menschlichen Gemeinschaft ergibt.

Wer das anders sieht, möge doch bitte nachvollziehbar und vernünftig begründen, (a) warum es überhaupt einen äußeren Sinn geben soll und (b) warum es gerade der sein soll, den er propagiert. Solange das keiner schafft, sehe ich keinen Grund, etwas Derartiges anzunehmen…

Schließlich gibt’s unzählige Möchtegern-Sinngeber und -Sinnvermittler, die sich aber kaum einig sind, wenn’s um Details und Ursachen ihrer Sinne geht. Ob jetzt von einer göttlichen Macht oder vom Universum; ob der Bibelprediger sich auf seine willkürlich interpretierte Geschichten­sammlung beruft oder der Astrologe auf seine willkürlich interpretierten Planeten­positionen oder diverse andere – es dürfte mindestens so viele Interpretationen wie Interpreten geben, und die feiern gern fröhliche Urständ.

Überhaupt ist es ja gerade in der westlichen Wohlstandsesoterik in, das Nachdenken aufzugeben und die – vermeintlich nötige – höhere Sinnsuche in die Hände derer zu geben, die es verstehen, damit Geld zu machen und/oder ihre eigenen Irrungen und Wirrungen an den Mann oder die Frau zu bringen, egal ob es um die „Bedeutung“ einzelner Ereignisse geht oder des (eigenen) Lebens an sich. So geht man halt zum Astrologen, der sich mit einer Trefferquote von 90% rühmt und im nächsten Satz jegliche Statistik ablehnt, weil der Mensch ja so individuell sei. So lauscht man einem „Medium“, in deren Hirn eingebildete telepathische Nachrichten von außerirdischen Magnetarbeiter-Engeln wuchern, oder einem Ufo-Esoteriker mit gefälschten Bildchen – und kommt sich als was Besonderes vor, eingeweiht in diese ach so wichtigen Botschaften. So achtet man auf die gepredigten göttlichen Regeln – und hofft, bei den nachtödlichen Heils­vesprechungen auf der Rolltreppe aufwärts zu stehen, weil der eigentliche Sinn des Lebens ja nach dessen Ende komme. So durchstöbert man YouTube auf der Suche nach den großen Geheimnissen im Gelaber unzähliger Verschwörungs­erfinder – und hält alle Vernünftigen für dumme Schafe und sich selbst für den größten Checker. So hört man auf Mystiker-Gurus, die dummer- oder dreisterweise ihre Fantastereien mit verdrehten wissenschaftlichen Wörtern „begründen“ wollen – und hält sich, scheinbar wissenschaftlich begründet, für im Einklang mit der allschwingenden spirituellen Quantenwelt.

Mitunter werden da banale Tipps, etwa Erfolgstipps wie positives Denken, das ja sicher nicht verkehrt ist bei Dingen, die mit Denken beeinflusst werden können, mit abscheulich menschen­verachtenden Pseudo-Naturgesetzen à la „Gesetz der Anziehung“ erklärt und hinterlegt, wie es auch der Ausrichter dieser Blogparade macht 1:

Denken wir an Armut, ziehen wir Armut an.
Denken wir an Reichtum, ziehen wir Reichtum an.
Denken wir hasserfüllt, ziehen wir Hass an.
Denken wir an Liebe, ziehen wir Liebe an.

Wenn die Verfechter dieses – für die Erfinder und Wiederverkäufer lukrativen – Mülls mal auf die Idee kämen, diesen Gedankengang etwa auf die armen Kinder in armen Ländern, die in miserablen hygienischen Bedingungen dahinsiechen, anzuwenden… aber der Blick über den esoterisch-egoistischen Tellerrand ist ja eher selten und der nächste „herbei­gewünschte“ Parkplatz wichtiger. Selbst wenn ironischerweise nebenan für eine Petition für Somalia-Hilfe aufgerufen wird. Oder andere Licht-und-Liebe-Blogger ab und zu kurz gemeinsam für Mutter Erde meditieren und sich dann so toll fühlen ob ihrer ach so tollen Hilfe.

So langweilig mancher Alltag auch sein mag, so sehr sich manche in einer imaginären höheren Ordnung geborgen fühlen wollen – nein, so findet man keinen vernünftigen, sinnvollen Sinn. Und wenn zufällig doch, dann nicht ohne dass etliche Hirnzellen dabei unterwegs ausgesetzt werden wie ungeliebte Haustiere.

Jetzt hab ich so viel über den Unsinn geschrieben, doch was ist mit dem Sinn? Begründet der sich etwa rein biologisch-evolutionär? Nun, auch wenn das natürlich die Grundlage ist, so hat sich bei unsereinem natürlich auch ein Ausmaß an Intelligenz und Empfindungs­fähigkeit entwickelt, das es uns nicht zuletzt ermöglicht, über diese Fragen nachzudenken und zu bloggen…

Auf der Sinn-Suche könnte man es vielleicht mit Mitmenschlichkeit und Liebe versuchen, Hilfsbereitschaft denen gegenüber, die sie benötigen, und die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser zu machen; damit, sich mehr Wissen über die Welt anzueignen, die Neugier zu befriedigen, seinen Verstand zu nutzen – und nicht Fantasie und Wünsche für Realität zu halten, denn die Welt selbst hat viel mehr zu bieten, als manch einer sich vorzustellen vermag; damit, das Leben auch mal zu genießen mit Dingen, die man gern tut (und die anderen nicht schaden) – schließlich hat man nur dieses eine Leben.

 


  1. wobei es auch etwas abwegig ist, „Gleiches zieht Gleiches an“ mit Magneten und Metall zu illustrieren, schließlich sind Magneten etwas anderes als normales Metall, und zwei Magneten ziehen sich nur an, wenn unterschiedliche Pole zueinander ausgerichtet sind… []