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Fundstücke

Lückenhafte Hцrerei – Spam-Splitter (9)

Spam? Yukk! Nach einem Dritteljahr wieder eine kleine Sammlung kurioser Spam-Ausschnitte, die keine separaten Beiträge wert sind…

Da fehlt doch was

Drei Spam-Kommentare – beim ersten, sogar mit Gravatar (dem kleinen Bildchen zur Mailadresse), war im URL-Feld das hier eingetragen:

MobileMarketing

Tja, so kann das eh niemand aufrufen, so ganz ohne .com, .de, .net, .nichtnett oder .sonstwas. Und im Text stand dann:

following that I arrived to your website.

Auch da verschwieg der Spammer den Link. Der nächste vergaß, den Inhaltstext in seinem Spam-Programm einzugeben, denn dort stand:

text1
text2

Sehr informativ. Gar nichts gewusst hat dieser Spammer (oder sein Programm):

Name: Unknown
URL: unknown.ru
Mail: Unknown@unknown.ru
 
Unknown message

Und grad hatte ich diesen Artikel fertig vorbereitet und nochmal schnell in den Spam-Eimer geschaut, da kam doch glatt wieder einer mit einer „Unknown message“ – aber mit einem perfekt passenden Keyword-Namen: „plagiarism“. :lol:

Sorry

Ein Facebook-Phishing-Versuch, aufgemacht wie eine Benachrichtigungsmail über eine persönliche Nachricht1:

Subject: Can i speak to
Sorry…

Ob er/sie das wirklich ernst meint? Nun, das „Sorry“ allein mag vielleicht jemanden aus Neugier anlocken, aber der Betreff stört dann doch ein bisschen. Oder war das nur eine falsche automatische Übersetzung, die etwas Entscheidendes unterschlagen hat? Dann ist es schade, dass nur so wenig Text zu übersetzen war – die nächsten Kommentarspammer haben wenigstens eine ganze Zeile:

I tried to subscribe to your rss provider, but had a error adding it to google right ascension

Jedenfalls vermute ich mal, dass Google keinen RSS-Lesedienst namens Rektaszension hat. Aber wer weiß das bei den vielen Google-Projekten schon so genau?

Und wo mein Namensvetter gleich mehrere hat, ist wenigstens einer bei mir mit einer „deutschen“ Übersetzung gelandet:

Ich wollte nur einen kurzen Kommentar zu sagen, ich bin froh, dass ich einen Blog zu machen. Dank

Wenn du Spammer wirklich vorhättest, ein eigenes Blog zu machen, sollte man dein Blog schnell zumachen.

Genmutationen

Drei kurze Mails mit einem Link zur selben Website und jeweils einer Zeile Text:

I am blookbing fobr a date
I bam lookbing for a daate
Ia abm lookibng for a date

Tja, kann schon mal passieren, dass die Zeichen unterwegs bei der Mailteilung mutieren. Vielleicht kann man sie ja mit dem Genvergleichsspiel Phylo2 neu anordnen und verstehen?

Hцrerei

Eine der typischen Geldtransferbetrugsmails mit kyrillischen Buchstaben statt Umlauten in der automatisch „übersetzten“ Mail einer angeblichen Engländerin will ich gar nicht groß ausbreiten – da sollen zwei kurze Sätze reichen. Die „Dame“ meint jedenfalls (mit einem Tse, das hier auf den ersten Blick am ehesten aussieht wie ein „u“ – oder „y“, aber „hyren“ ist ja kein deutsches Wort):

Hoffe bald von Ihnen zu hцren

Aber sie war „zu spдt Engr verheiratet“, da wundert mich die Hцrerei nicht… die Dame sollte aber aufpassen, dass sie nicht ganz so, ähm, bedürftig wird wie die, die diesen Betreff zu verantworten hat:

I need to Please YOU!!! NOW!!! RIGHT NOW

Und deshalb endet der Beitrag hier auch, denn ich bin jetzt schweinisch beschäftigt. Schweinisch? Ja, denn sie meinte auch: „Not a Tiger fan though, Gotta love them HOGS!!“ ;)


Foto (Orig.): Justin Hall – Fotolia.com

  1. wobei ich das mangels Facebook-Mitgliedschaft nicht wirklich mit dem Original vergleichen kann ↺
  2. via Evolvismus ↺

Olfaktorische Mütterlichkeit

Graffiti in Gymnasiumsnähe:

Deine Mama stinkt! Deine auch! Meine auch!

Würde mich mal interessieren, ob die drei Schreiberlinge das direkt nacheinander geschrieben haben, also alle dabei anwesend waren, oder ob sich das erst mit der Zeit ergeben hat. Und was die Mama insbesondere des letzten davon hält…

Boy xD und Girl :D

Vor meiner Blogger-Zeit hätte ich einen leicht verschmutzten gefalteten Zettel am Wegesrand weitgehend unbeachtet liegengelassen. Aber jetzt ist er zumindest einen genaueren Blick wert, und wenn da dann auch „Start xD lol“ und „Go :D lolol“ draufsteht, greift man eben mit spitzen Fingern zu und schaut sich das Papier genauer an, um auf der anderen Seite „Boy xD lol“ und „Girl :D lolol“ zu lesen.

Und das klingt schon etwas kurios. Daheim dann ganz entfaltet, sieht’s so aus:

Boy, Girl etc.

Wir haben also in der nächsten Entfaltungsstufe die Tätigkeiten chatten, küssen, umarmen, reden – garniert mit geschriebenen Smilies und, äh, Gelächter – und schließlich Zahlen und Buchstaben als Koordinaten für die Rückseite, auf die ich gleich noch zu sprechen komme.

Fragt sich, inwiefern die Zettelersteller „chatten“ von „reden“ unterscheiden – sollen die Chatter neben­einander stehen und sich via Handy tippenderweise unterhalten, statt direkt zu sprechen? Würde mich nicht wundern. :) Und wie lange? Bei einem vorurteil­erfüllend redseligen weiblichen Wesen kann das Reden ja schon eeeeetwas dauern, sodass man Angst um die Lippen der Küssenden haben muss, wenn die das denn gleichzeitig oder genauso lange machen…

Und haben die verschiedenen Smilies xD und :D sowie die Art bzw. Buchstabenanzahl des Lachens eine tiefere Bedeutung? Warum doppelt gemoppelt „Start“ und „Go“, aber kein „Stop“? Fragen über Fragen…

Nun aber zur Rückseite, die ich hier nicht abbilde – sie enthält 16 mit 1a bis 4d gekennzeichnete Felder mit jeweils einer Paarung von Mädchen- und Jungennamen. Ich vermute mal, die wurden nach und nach irgendwie zufällig ermittelt und eingetragen, anders würde es wohl kaum Sinn ergeben. (Oder kennt gar jemand solche Zettel zufälligerweise? Zu Himmel oder Hölle passt die Faltung jedenfalls nicht.)

Insgesamt sind’s 9 bis 12 Mädchen – je nachdem, ob manche Kurzformen eben nur Kurzformen der vollständigen Namen sind oder verschiedene Personen bezeichnen – und 13 bis 15 Jungs in den 16 Paarungen; zu welcher Tätigkeit sie „verdonnert“ wurden, steht nicht dabei. Nur(?) 13x wird übrigens das Mädchen zuerst genannt.

Tja, und was lernen wir nun daraus? Keine Ahnung. Wahrscheinlich ist das eh kein harmloses Spielchen unter Jugendlichen, sondern ein Geheimcode von reptiloiden außerirdischen Hilfsagenten auf dem Weg zur großen Welt­verschwörung. ;)

Street View zeigt Weltuntergang in Cannstatt?

Oder eine Invasion des Hauptsponsors des FC Bayern? (Falls es da überhaupt einen Unterschied gibt. ;) ) Angriff der violetten Eso-Aliens? Das wahre™ Aussehen der Welt, das hier ausnahmsweise nicht von IHNEN mittels Hirnimplantat retuschiert wurde, bevor es unsere Wahrnehmung erreicht? Wir werden es wohl nie genau wissen, was dieses Bild verursacht hat:

Natürlich hab ich mich anlässlich des Starts von Google Street View in 20 deutschen Städten ein bisschen an meinem früheren Wohnort in Stuttgart-Bad Cannstatt umgesehen…

Wenn man an obiger Stelle einen Schritt nach vorne geht und sich umdreht, ist wieder ein Ausschnitt lila. Auch an ein paar anderen Stellen gibt’s solche oder ähnliche Farbfehler, nur so deutlich wie hier beim Himmel hab ich keinen anderen gesehen.

Und wer hier einen Schritt nach vorne in die Nebenstraße geht, wechselt mal eben zwischen den Jahreszeiten. Und kann in den nächsten Schritten ein rotes Auto scheinbar rückwärts abhauen sehen1 sowie ein Beispiel der Verpixelungsabsurdität, wo im Gebäude auf der rechten Straßenseite eine von fünf(?) Wohnungen über dem Restaurant verschwommen ist. Wie sich die wohl von den anderen unterscheidet…?


Bild: Google

  1. wie bestimmt Hunderttausende andere, wo man eben entgegen der Fahrtrichtung des Street-View-Autos geht ↺

Nette Sie

Hmmm… was könnte eine Frau vorhaben, die kurz und knapp so inseriert:

Kontaktanzeige: Nette Sie sucht solventen Herrn

Das klingt für mich nicht gerade nach der idealen Grundlage für eine gute Beziehung. Sicher, finanzielle Sicherheit ist nicht unwichtig, aber das als den einen entscheidenden Punkt nennen?

Nicht dass ich dieser Dame hier etwas Schlimmes, gar Kriminelles unterstellen will und nicht dass es nicht doch funktionieren könnte – aber wie könnte das in etwa ablaufen, wenn sich mal ein Drehbuchautor des Themas annähme: Kauf mir Geschenke, bis du nicht mehr solvent bist, und dann geht’s weiter zum nächsten? Gleich per schneller Scheidung das Vermögen teilen? Hier geht’s ums Geld, für Sex gibt’s einen anderen?

Je nach Film/Sendung könnte das dann ein Fall für Columbo, ein CSI-Team, Küchen- oder echte Psychologen, Barkeeper, laiengeschauspielertes Ausweinen und/oder hanebüchene Porno-„Handlungen“ sein…

Hat jemand noch andere Ideen?