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Fundstücke

Und jetzt?

Aus einem der wöchentlichen Anzeigenblätter hier aus Pfaffenhofen bzw. der Region Ingolstadt vom 3.11.2010:

Kleinanzeige: Angela, noch bis 30.7.2010 in Ingolstadt

Und wo ist sie jetzt?

Und welche Angela ist das überhaupt? „Meine“ Anghela wohl kaum. Und die Merkel dürfte auch nicht unter „Bekanntschaften“ inserieren. Und wenn doch, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie von Ingolstadt aus ihre Regierungsgeschäfte ausgesessen hat. Obwohl – hätt’s jemand bemerkt?

Vielleicht sollten wir den Hans fragen. Nein, nicht den Kölner (oder? ;) ), sondern den, der seine behauptete Zahl bestimmt nicht belegen kann:

Kleinanzeige: Hans pendelt und legt die Karten. Treffsicherheit 99,9%.

Und im Zweifelsfall, wenn ein Kunde unzufrieden sein sollte, war der halt das Zehntelprozent. Aber solche „Wahrsager“ biegen ihr Kaltgelese schon so hin (oft genug sogar ohne es bewusst zu merken), dass der gebarnumte Kunde fröhlich und zufrieden die Kohle abdrückt…

Oder meint er mit der Treffsicherheit nur, dass ihm nur jede 1000. Karte vom Tisch fällt?

Blindenleitsystem?

Ihr kennt doch sicher auch diese gerillten oder genoppten weißen Streifen im Boden, die Sehbehinderte und Blinde unterstützen sollen (siehe Blindenleitsystem) – häufig auch an Bahnsteigen zu finden. An einem neuen Kreisel1 in Pfaffenhofen wurden solche Leitsysteme nun auch an den Zebrastreifen angebracht: längs am Straßenrand und in der Mitte ein Stück senkrecht dazu, das zum Übergang hinführt.

Klingt durchaus sinnvoll – lustig2 wird’s dann, wenn sich an einer Stelle auch eine Fahrschule befindet:

Blindenleitsystem vor einer Fahrschule

Passende Witze dazu dürft ihr euch selbst überlegen. :mrgreen:

  1. (Nachtrag) = Kreisverkehr, für die, die nicht aus den „Teilen Deutschlands“ stammen, in denen „Kreisel“ geläufig ist… ↺
  2. oder auch nicht; dann klickt einfach weiter… ↺

Enttäuschung

zerknüllter Zettel Was macht der aufmerksame Blogger, immer auf der Suche nach potentiell interessanten Fundstücken, wenn er auf einem etwas abgelegenen, halb von der Treppe verdeckten kleinen Fenstersims im Treppenhaus eines Bürogebäudes einen zusammengeknüllten Zettel wie diesen hier rechts findet?

Genau, er vertreibt die Spinnenhorde, wischt die Spinnweben beiseite, greift beherzt zu und steckt ihn in die Tasche. (Und fotografiert ihn erstmal, bevor er ihn öffnet…)

Was mag da wohl draufstehen?

Nichts? Eine Einkaufsliste – ganz banal für Lebensmittel oder für etwas Ungewöhnlicheres? Eine Geschenkeliste wie damals nach Weihnachten? Ist es ein Spickzettel eines Schülers? Ein unerwiderter Liebesbrief von einem Büro ins andere? Der Hinweis von jemandem, er habe einen wahrhaft wunderbaren Beweis für die Astrologie gefunden, doch der Zettel wäre zu klein, um ihn zu fassen?

Die Wahrheit ist dann doch etwas enttäuschend, nämlich die Adresse einer Bank:

entknüllter Zettel

Vermutlich hatte jemand einen Umschlag dort hinbringen sollen, hat vor dem Einwerfen natürlich die Haftnotiz entfernt, in die Tasche gesteckt, später dann wieder bemerkt und billig entsorgt, wo er gerade war. Tja. Aber immerhin konnte ich doch noch diesen Blogbeitrag herausholen…