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Musik

Musik-Quiz 80

Musik-Quiz Willkommen zum heutigen Rätselnachmittag, und heute gibt’s wieder ein Julia’sches Liedzeilenquiz, d.h. es werden ein paar Textzeilen gesucht (und natürlich auch Lied und Künstler), die mit einigen Tips beschrieben werden, die ich nacheinander in Abständen von ca. 15 Minuten geben werde. Fragen in den Kommentaren werden natürlich auch beantwortet.

  1. Fragen der Zugehörigkeit und fehlende Eigenschaften sind das Thema der heute gesuchten 6 Zeilen.
  2. (16:16) Das Lied (und das gleichnamige Album) hat gewissermaßen einen Doppeltitel mit Klammer.
  3. (16:29) Es handelt sich um ein Solo-Werk eines Künstlers, dessen Band bekannter ist als seine Solo-Werke.

Gelöst von Julia: „The Unblinking Eye (Everything Is Broken)“ von Queen-Drummer Roger Taylor, gestern veröffentlicht, mit den Zeilen

This Kingdom’s not united
Just a complicated mess
Are we in Europe
Half in Europe
Not in Europe
We’re soulless, spineless, directionless

» ganzer Text; Video

Musikalisch und thematisch macht er eigentlich genau dort weiter, wo er vor 11-12 Jahren mit Electric Fire aufgehört hatte…

 

Danke fürs Mitmachen und nicht nur bis nächsten Dienstag, sondern schon bis Montag, denn da ich gestern das letzte Montagsmalerrätselstöckchen gewonnen habe, gibt’s das nächste nächsten Montag Abend bei mir.


Foto: Jason Stitt – Fotolia.com

Singles des Tages (24.11.)

Zum Todestag von Freddie Mercury (5.9.1946 – 24.11.1991): „Flash’s Theme“ vom Soundtrack des entsprechend benannten Films, als Single am 24.11.1980 veröffentlicht, und „No-One but You (Only the Good Die Young)“ vom 24.11.1997 (zumindest in Deutschland und einigen anderen Ländern), das Lied, das Brian, Roger und John posthum aufgenommen haben.

» Flash’s Theme

 

» No-One But You

Album-Songs des Tages (21.11.)

Und wieder ist es Zeit für ein Queen-Album – heute zu seinem 34. Jahrestag vom Album A Night At The Opera (übrigens benannt nach dem gleichnamigen Marx-Brothers-Film, den die Band eines Abends während der Aufnahmen angeschaut haben). Der größte Hit des Albums dürfte unzweifelhaft „Bohemian Rhapsody“ sein, über das schon so viel geschrieben wurde, aber in dieser Serie soll es ja um die nicht als Single veröffentlichten Album-Songs gehen.

Wenden wir uns zunächst dem kurzen „Lazing On A Sunday Afternoon“ zu, einem altmodischen Stück, das vor allem dem Klang der Stimme nach auch fast aus alten Grammophon-Zeiten stammen könnte. Für diesen Effekt wurde Freddies Stimme über Kopfhörer in einem Blecheimer wiedergegeben und von dort aufgenommen…

» Lazing On A Sunday Afternoon

 

Auch das zweite Lied in diesem Beitrag ist ein ungewöhnliches: „Seaside Rendezvous“. Ich übersetze der Einfachheit halber den entsprechenden Absatz der engl. Wikipedia: Wahrscheinlich am bekanntesten für seine „musikalische“ Überleitung, die bei ca. 0:51 beginnt. Der Abschnitt wird ausschließlich von Mercury und Tailor mit ihren Stimmen gespielt. Mercury imitiert Holzblasinstrumente inklusive einer Klarinette und Taylor hauptsächlich Blechbläser, inkl. Tubas und Trompeten und sogar ein Kazoo […]. Das Steptanz-Segment ist auch von Mercury und Taylor mit Fingerhüten auf dem Mischpult. Mercury spielt sowohl einen Konzertflügel als auch ein Jangle1-Honky-Tonk.

» Seaside Rendezvous

 

Aber es geht auch härter, etwa mit „Sweet Lady“, „natürlich“ von Brian May geschrieben und ungewöhnlicherweise in 3/4-Takt (mit 4/4 in der Bridge). Roger Taylor meinte, es wäre der schwierigste Schlagzeug-Part, den er je aufgenommen hat.

» Sweet Lady“

 

Zum Schluss noch das mit ca. 8:20 längste Lied von Queen überhaupt2: „The Prophet’s Song“, geschrieben von Brian nach einem Traum, den er während seiner Krankheit während des vorherigen Albums hatte. Mit Progressive-Rock-Einflüssen, sagt die Wikipedia (wer kümmert sich auch immer um diese Einteilungen…), und mit nettem vokalem Kanon in der Mitte, erzeugt mit einem frühen Tape-Delay-Gerät, was heutzutage mit Elektronik so einfach wäre…

» The Prophet’s Song

Die Stelle bei 5:52 mit den wieder einsetzenden Instrumenten ist übrigens ein guter Test, ob die Lautsprecher richtig angeschlossen sind: erst links, dann rechts. :)

 

» Das Album in der deutschen und englischen Wikipedia – letztere natürlich viel ausführlicher, ihr wisst schon, Relevanz und so…

» Alle Texte des Albums

  1. jangle=klimpern,Geklapper – ich weiß nicht, ob das eine gebräuchliche Bezeichnung für Honky-Tonk-Klavier-Typen oder nur ein Adjektiv ist ↺
  2. mit Ausnahme des unbetitelten Instrumentals am Ende von Made In Heaven ↺

Rock’n’Picture 11: Future World

Eine weitere Runde im Projekt „Rock’n’Picture“, bei der ein Bild zu einem Rock-Song gefragt ist – diesmal „Future World“ von Helloween.

Scheint leider ziemlich einzuschlafen, dieses Projekt. Gut, es mag nicht immer einfach sein, ein Motiv zum Thema zu finden – auch ich hab mich schwer getan; zuerst dachte ich an ein altes Spielzeug oder Modell, das zeigt, wie man sich damals™ die Zukunft (und heutige Gegenwart) vorgestellt hat, nur hab ich sowas leider nicht griffbereit. Deshalb hab ich im Archiv der Familienfotos gekramt und mich schließlich für diese Verlegenheitslösung entschieden:

img1567

Auf dem Weg in der futuristischen Welt des Münchner Olympiageländes, ca. 19781 – die vier Herrschaften im Vordergrund sind meine bayrischen Großeltern, meine Mutter und ich.

You’ll say the word “tomorrow” without fear
The feeling of togetherness will be at your side
You’ll say you love your life and you’ll know why

  1. und die Flecken und Fussel hab ich nicht nachträglich hinzugefügt, um das Bild auf alt zu trimmen, die waren schon da – mein Vater muss die mitgescannt haben, als er die Dias digitalisiert hat. ↺

Projekt Hörsturz 8

Projekt Hörsturz Und gleich der nächste Beitrag zu einem Projekt von beetFreeQ, diesmal die 8. Runde im „Projekt Hörsturz“, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf Songs anhören und bewerten.

  • … And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Intro: A Song Of Fire And Wine/ Stand In Silence (von Inishmore)
    Langer Bandname, langer (kombinierter) Titel; Intro mit Unterhaltung und Applaus, steigernder Musik – und los geht der Jubel. Und dann scheint das eigentliche Lied zu beginnen, eine Art lauter Indie-Rock mit einem Rhythmus, der mir recht gut gefällt – zumindest kurzzeitig bis zu einem ruhigen Teil, der sich ans Intro anlehnt und sich quasi zu einem orchestralen Triumphmarsch steigert, bis Gitarren und Schlagzeug wieder einsetzen und die letzte Minute gestalten. Irgendwie konfus. Entweder macht man daraus zwei Songs oder lässt das ganze (Konzept-)Album so weitergehen (und hört das dann auch am Stück), aber in dieser Form ist das doch etwas unbefriedigend.
    3 von 5 Sternen 3 lebende und 2 tote Sterne auf der Spur
  • Livingston – Disease (von Hannah)
    Die Weichspül-Rockballade „Broken“, aktuelle Single von Livingston, ist mir dank Radio nicht unbekannt – ein Grund, mehr von der Band zu hören, ist sie nicht, also mal sehen, ob die „Krankheit“ unverdienterweise so heißt. ;)
    Fängt jedenfalls schon ein bisschen härter an. Irgendwie scheinen sie sich aber nicht ganz entscheiden zu können, ob sie hier richtig rocken wollen oder nicht, wo bei „is anybody out there“ Falsett das Tempo ersetzt. Mit dem Refrain wird’s dann wieder besser, aber, tja, nicht Fisch, nicht Fleisch, nichts Besonderes.
    2½ von 5 Sternen 2½ H1N1-Viren
  • MSTRKRFT ft. John Legend – Heartbreaker (von Laura)
    Der Bandname lässt schon Schlimmes in Richtung eingebildeter Tekkno-Rapper befürchten – da bin ich ja fast schon enttäuscht, als ein gemächlicher, nichtssagender Pop-Beat anfängt. Dazu ’n bisschen gemächlicher, nichtssagender Gesang und später ein paar elektronische Klänge. :yawn:
    1 von 5 Sternen 1… ach, 1 irgendwas, ist mir egal
  • Metallica – The Unforgiven (von Melli)
    Ah, ein Klassiker. Ein Klassiker, den ich mag. Langsam, aber heavy. Was gibt’s groß zu sagen? Ich widme mich mal dem Video, das hab ich auch schon länger nicht gesehen…
    5 von 5 Sternen 5, denen man nicht zu vergeben braucht
  • Dalriada – Búcsúzó (von Alph)
    Und zum Schluss etwas, das ungarischer Folk Metal sein soll (und laut Google-Übersetzer passenderweise ein Abschiedsgruß ist). Entsprechend legen sie auch los. Ich versteh zwar kein Wort, aber die Kombination gefällt mir – Frauenstimme (mit gelegentlichem männlichen Gesangspartner) über Schlagzeugrhythmus im Railjet-Tempo1, dazwischen Folk und symphonische Elemente. Überraschend gut.
    5 von 5 Sternen 5 reservierte Sitzplätze für über 7 Stunden Zugfahrt2

Macht einen Schnitt von 3,3 – so hoch wie der bisherige Rekord in Runde 4. Und das, obwohl die Standardabweichung den zweithöchsten Wert hat…

Als Vorschlag für die nächste Runde greife ich wieder den aus dem Lostopf herausgefallenen von Runde 6 auf: Subsignal: „Where Angels Fear To Tread“.

  1. ein österreichischer Schnellzug, der u.a. die Strecke München–Wien–Budapest bedient ↺
  2. ja, hab nachgeschaut – wenn schon, denn schon… ↺