Gorge-ous

Gorges du Chauderon

Nach dem Schloss geht’s für die nächste Bilderserie zurück zur Natur: in die Gorge du Chauderon, die Schlucht hinter Montreux, durch die der Wildbach namens Baye de Montreux fließt – genauer gesagt in deren unteren, steilen Teil.

Auch diesmal gibt’s alle Bilder auch im Flickr-Set (allerdings unkommentiert).

Ein Blick zurück zum Anfang – oder eigentlich dem Ende, nämlich unten, wo der Bach noch durch die Stelzen dieser hässlichen Autobahn fließt, aber ich bin halt von unten hochgewandert; und werfen wir einen kleinen Blick auf eine Felswand:

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Eine Detailaufnahme vom Bach – links mit 1/400 Sekunde Belichtungszeit, rechts 1/25 Sekunde:

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Felsen am Boden:

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Der größte Wasserfall der Schlucht, wegen eines leichten Knick und der vielen Bäume (Abholzen!! Die Touristen wollen den Wasserfall sehen!!!) leider schlecht in Gänze von einer Stelle aus zu bewundern – zunächst der obere Teil, der fast den Bäumen zu entspringen scheint, dann der untere Teil, wieder mit 1/400 und 1/25 Sekunde Belichtungszeit:

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Zwei weitere Stellen der Schlucht – und alle Wege führen nach… irgendwo.

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Eine der Schutz-(und Grillparty-)Hütten, die es in dieser Gegend gibt, mit der beruhigenden Erkenntnis, dass Uri Geller in der letzten Zeit nicht hier war:

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Ich bin diesmal nicht der ganzen Schlucht bis nach Les Avants gefolgt (vor zwei Jahren bin ich von dort herunter gelaufen), sondern nach rechts nach Glion abgebogen, wo man bald aus dem Wald herauskommt und den ersten Häusern begegnet. (Und einer Standseilbahn, die in den nächsten Tagen zu sehen sein wird.)

Gorges du Chauderon

Zum Abschluss ein Blick auf den gegenüberliegenden Hang, wo auch die Bahnlinie der Montreux–Berner Oberland-Bahn nach Les Avants und weiter über Gstaad nach Lenk vorbeiführt.

Gorges du Chauderon Gorges du Chauderon

Bilderrätsel 11

Machen wir zwischendurch ein kleines Bilderrätsel:

Was ist auf dem Foto zu sehen?
Okay, dass sich etwas im Wasser spiegelt, dürfte klar sein, und um welchen See es sich handelt, liegt ziemlich nahe… deshalb konkreter gefragt:

Was spiegelt sich hier im Wasser?

Bilderrätsel 11

Gelöst von David (mit einer Reihe Tips meinerseits und Vorarbeit von symBadisch): Die flatternden gelben Streifen, die sich hier spiegeln, sollen verhindern, dass das Boot (links) so „beschissen“ aussieht wie das rechts daneben:

Bilderrätsel 11 Lösung

Château und so

Chateau de Chillon

Das Schloss Chillon fünf Kilometer südöstlich von Montreux ist eine der schönsten Wasserburgen der Schweiz und berühmt für seine Lage auf einem Felsen am Ufer des Genfersees. Mit 300.000 Besuchern pro Jahr ist es das meistbesuchte historische Gebäude der Schweiz. Dank der reich gegliederten Bauform und der Lage am See vor einer imposanten Bergkulisse zählt das Monument seit dem 18. Jahrhundert zu den beliebtesten landschaftlichen Bildvorlagen in der Westschweiz. […]

Der Felsen, den das Schloss Chillon vollständig einnimmt, war bereits in der Bronzezeit bewohnt. Die ältesten noch heute sichtbaren Bebauungen stammen aus dem 11. Jahrhundert.

(Wikipedia)

Und im Laufe der Zeit erfolgten diverse An- und Umbauten und Restaurierungen am Château de Chillon (offizielle Site), das das Thema der heutigen Bildersammlung ist.

Wie schon bei den Blumen gestern, lassen sich die Bilder auch im Flickr-Set alle in der mittleren Größe anschauen (und natürlich vergrößern), wohingegen ich hier verschiedene Größen verwende und auch ein paar Worte einfließen lasse. Wenn euch das zu viel ist, wenn ihr lieber noch mehr kleine Thumbnails hättet oder aber mehr große Bilder, sagt bitte Bescheid…

Nach der weitwinkligen Außenansicht oben werfen wir je einem Blick von Nordwesten und Südosten:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Und auch mal mit Schiff davor – und der hässlichen aufgestelzten Autobahn im Hintergrund; sowie aus 300m Höhe und mit ordentlich Tele-Zoom (und Nachbearbeitung, um den Dunst wegzubekommen):

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Begeben wir uns ins Innere (das am späten Freitag Vormittag zum Glück noch nicht allzu voll war) – und zwar über die Brücke, die im 18. Jahrhundert die Zugbrücke abgelöst hat:

Chateau de Chillon

Ein paar Blicke aus den und in die Höfe (nicht in der Reihenfolge, in der man ihnen im Rundgang begegnet):

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Das gotische Kellergewölbe, zeitweise Gefängnis, und ein Keller mit kleiner Öffnung nach oben:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Im Wappensaal fand auch eine Foto-Ausstellung statt, und in der Kapelle war ich über mein Weitwinkelobjektiv froh:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Hochmoderne Kochstellen und die neueste Männermode finden sich auch im Schloss:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Links ein Mechanismus für die Zugbrücke oder das Tor, rechts der Blick, den große Menschen wie ich (1,90m) an mehreren Stellen haben, wenn sie sich nicht bücken:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Ein Bett, ein nicht allzu bequem ausschauender Stuhl und eine Kassettendecke aus dem 15. Jh.:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Eine alte Wandbemalung, ein versperrter Durchgang und eine für Feuerwaffen gedachte Schießscharte:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Zwei mit HDR-Tonemapping (muss ich noch etwas üben…) aus Fotos mit unterschiedlicher Belichtung zusammengesetzte Bilder:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Und zum Abschluss noch Panorama-Blicke vom Bergfried, dem mehrfach aufgestockten höchsten Turm, nach Nordwesten und Südosten – und schräg nach unten:

Chateau de Chillon Chateau de Chillon

Chateau de Chillon

Vorschlag für Herrn Mehdorn

Nachdem der (vorsichtig ausgedrückt) fragwürdige „Bedienzuschlag“ von 2,50€ pro Strecke beim Bahnfahrkartenkauf am Schalter nach massiven Protesten wieder zurückgezogen wurde, muss die Bahn natürlich sehen, wie sie die paar Millionen – 50 (Welt) oder 60 (Spiegel) – doch wieder einsacken kann. Dazu mein Vorschlag:

Liebe Bahn, streicht am besten alle Streckenfahrkarten aus dem Angebot und verkauft nur noch Jahresnetzkarten! (Oder BahnCard 100, wie sowas heutzutage heißt.) Dafür braucht’s keine Beratung – das spart zigtausende Arbeitsplätze am Schalter –, und die Einnahmen pro Kunde steigen in ungeahnte Höhen! Und wenn das nicht reicht: Erzwingt Sitzplatzreservierungen (auch im Nahverkehr) und passt deren Gebühr etwas an – die aktuell 3€ pro Richtung sind doch wirklich viel zu billig, um in euren hochmodernen, hyperkomfortablen Zügen sitzend fahren zu dürfen!

Und wer schon eine Jahresnetzkarte hat, fährt dann auch öfter mit der Bahn statt mit dem Auto, womit ihr auch noch ein zusätzliches Umweltschutzargument habt, das macht sich immer gut.


Ob „Bedienzuschlag“ wohl das Unwort des Jahres wird…?

Hüpfend von mir hören

Peace Khalifa Die Fortsetzung von „Peace Khalifas“ Liebes-Betrugs-Mail mit dem seltsamen Wort „Teassting“, genauer gesagt „ihre“ zweite Mail – der Betreff:

HOPPING TO HEAR FROM YOU

jump - von GreenSmilies.com Video, bitte! Auch wenn deine Oberweite jetzt nicht so groß aussieht, ich möchte wirklich sehen, wie du hüpfst, um von mir zu hören. Ach, ist eventuell dein Ohr verstopft, und du versuchst es so freizubekommen?

Oder meinst du gar die Hopfenernte, engl. „hopping“? Damit wärst du hier in der Hallertau ja goldrichtig! Also beeil dich, die Ernte ist fast vorbei!

Hello my Dearest.
My name is Peace from Liberia in West Africa ,5.3ft tall, dark in complexion,(never married before )

Eingeklammerte Texte dienen doch gern als Erklärung für das, was davor steht. Also ist dein Unverheiratetsein der Grund für deine dunkle Hautfarbe? Wer hätte das gedacht…

and presently i am residing in the refugee camp here in Dakar as a result of the civil war that was fought in my country.My late father Dr Wilson Khalifa was the personal advicer to the former head of state before the rebels attacked our house one early morning and killed my mother and my father in cold .It was only me that is alive now and I managed to make my way to a near by country Senegal where i am leaving now.

Und wohin gehst du jetzt? Oder meintest du „living now“? Und ich find’s erstaunlich, dass du es geschafft hast, dein Model-Foto mitzunehmen – die meisten Leute hätten wohl erst an wichtigere Dinge gedacht.

I would like to know more about you.Your likes and dislikes,your hobbies and what you are doing presently.

Ein Hobby, dem ich auch grad nachgehe, ist es, mich über Spam- und Scam-Mails mit Schreib- und/oder Übersetzungsfehlern lustig zu machen. Was ich nicht mag: Verbrecher wie dich.

Aber ich glaube, das alles interessiert dich nicht wirklich, du willst nur Geld.

I will tell you more about myself in my next mail.Attached here is my picture and I will send another picture in my next mail.I will also like to see your picture.

Damit du siehst, wie der Depp aussieht, der auf dich hereingefallen ist? Sammelt ihr Scammer eigentlich auch solche Bilder als Trophäen, wie es manche Scam-Baiter mit speziell arrangierten Fotos (mit Schildern etc.) machen?

Hoping to hear from you soonest
yours in love
peace
rose

Und, wie ich beim letzten Mal schon angekündigt hatte, deutet sich schon an, dass man dem „armen Flüchtlingskind“ helfen soll, ihr ererbtes Vermögen außer Landes zu schaffen. Aber zuvor werden natürlich Gebühren anfallen, Gebühren und nochmals Gebühren, und von den Millionen wird man nie was sehen, denn genau das ist ja die Masche dieser 419-Betrüger.

Und es ist nicht das erste Mal, dass „sie“ diese Tour abzieht, schon letztes Jahr war „sie“ mit dem Vornamen Sandra mit praktisch demselben Text aktiv (wenn auch die erste Mail wohl gefehlt hat)…

PS: Wenn Sie, lieber Leser, zufällig die Rechte an den Bildern haben sollten, die die Betrüger verwendet haben: kurze Nachricht genügt, dann entferne ich sie. Oder kennen Sie die tatsächliche Quelle?

» Teil 3: Die ganze Lebensgeschichte?

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