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Tiere

Jetzt geb ich euch den Rest

Montreux

So, dies ist die letzte Bilderserie von meinem Montreux-Urlaub, eine Mischung verschiedener Themen.

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Ein Blick gen Himmel zeigt uns weitere Wolkenformationen, ein Parhelion und ein dampfendes Segelboot: ;)

Montreux Montreux

Montreux Montreux

When sunny skies break through behind the clouds
I wish it could last forever…

Montreux

Eine Gabel im See (ich dachte, es gibt nur Straßengabelungen…) in Vevey, vor dem Alimentarium, einem Ernährungsmuseum; und, Mann, die müssen versoffen sein, wenn sogar so ein kleines Boot eine eigene Sauf-Etage hat. Und nicht mal richtig buchstabieren können sie… ;)

Vevey fork Montreux

Ein paar Gebäude: Mein Hotel, das Eden Palace au Lac, und das Restaurant Le Palais Oriental:

Montreux Montreux

Das Montreux Palace und das Grand Hotel:

Montreux Montreux

Kongresszentrum mit Auditorium Stravinski und die Alte Markthalle:

Montreux Montreux

Durch die Altstadt hinauf gelangen wir zu einer Kirche, dem spätgotischen Temple St-Vincent:

Montreux Montreux
Montreux Montreux
Montreux

Von dessen Terrasse bietet sich auch ein netter Blick auf den See und einen Teil von Montreux:

Montreux

Schnell noch ein paar Tiere, die auch die Sonne zu genießen scheinen…

Montreux Montreux

…bevor wir uns mit einem postkartentauglichen Motiv verabschieden (naja, fast, der Steg müsste weg):

Montreux

Die armen Hunde!

Hunde köpfen!

Décapitez votre chien s.v.p.
Bitte enthaupten Sie Ihren Hund
Please decapitate your dog
Decapiti prego il vostro cane

(Oder beziehen sich diese auf den Boden gemalten Hinweise in Villeneuve am Genfersee doch nur aufs Anleinen…?)

Sep.2008


„Tier-Telepathie. Humbug oder Realität?“

Die Hörzu kann’s anscheinend nicht lassen – nach der unsäglich unkritischen dreiteiligen „Wunder Heilung“-Serie inklusive persönlichem Erfahrungsbericht des Autors (meine Beiträge dazu hier, dort und da) gibt’s nun in Heft 35 einen Artikel (auch online), in dem eine Hörzu-Redakteurin berichten darf, wie sie auf eine Tier-Telepathin hereinfallen wollte – sie hat’s natürlich nicht so ausgedrückt –, nachdem ihre Katze mit pseudo-adligem Namen, gerufen „Katerchen“, nach einem Umzug weggelaufen war.

„Katerchen, geht’s dir gut?“

Das ganze dann natürlich noch mit Werbung für die beteiligte „Tier-Telepathin und Psychologin“ Dr. Rosemarie Marquardt und ein Buch der „Pionierin der Tier-Telepathie“ Penelope Smith, bei der diese einen Kurs besucht hatte.

Nicht doch bloß Einbildung? „Jeder hat das Recht, das anzuzweifeln. Menschen erscheint es unglaublich, dass man mit Tieren kommunizieren kann. Dabei sind es nur verschüttete Fähigkeiten, die jeder wiedererlangen kann“, sagt Marquardt.

Ja, klar. Passt auch zum Tenor des Einleitungstextes:

Mit Tieren zu sprechen ist ein Menschheitstraum. Einen Weg weist die Tier-Telepathie. Humbug oder Realität? Ein Selbstversuch

Es ist leider Realität, dass den Leuten viel Humbug angedreht wird… Direkte Kommunikation, auch und gerade nonverbal, wie sie auch zwischen Menschen eine große Bedeutung hat, ist eine Sache (vgl. auch Wikipedia) – dass hingegen Telepathie daran beteiligt sein soll, ist (nicht nur) meiner Meinung nach nichts anderes als mystischer Schwachsinn. Irgendwie wundert es mich aber nicht, dass manche Leute das gerne miteinander verquicken. In journalistischer Hinsicht ist dieser Artikel jedenfalls eine äußerst schwache Leistung. Naja, was will man gerade nach der „Wunder Heilung“-Serie von der Hörzu auch erwarten? Es geht noch weiter:

Das funktioniere auch über weite Entfernungen, dafür reiche ein Foto, sagt sie.

Und dafür braucht man diesen mystischen Schwachsinn natürlich, man will verzweifelten Herrchen und Frauchen ja etwas bieten. :roll:

Und so kommen wir halt in den „Genuss“ zu erfahren, dass das Katerchen der Autorin der „Telepathin“ angeblich sage, „er sei nicht weggelaufen, sondern wollte in seinem alten Revier nach dem Rechten sehen“, später verletzt wurde und übers Tierheim zu einer neuen Familie gekommen wäre. Und angeblich Bilder übermittle …

… die ein altes Haus zeigen, mit hohen Bäumen, seinem Lieblingsplatz im Erker, eine Küche mit Tür zur Terrasse, dahinter einen Garten mit Büschen und schönen Verstecken.

Inklusive schwarzem Hund in der Nähe. Was angeblich das frühere Domizil „exakt skizziert“, obwohl die Autorin das „mit keiner Silbe erwähnt“ habe.

Nun, wir wissen nicht, wie ausführlich sich die beiden Damen unterhalten haben, ob die „Telepathin“ das sofort gesagt/geschrieben hat oder im Laufe eines Gesprächs, das offenbar tatsächlich stattgefunden hat; über seinen genauen Verlauf kann man natürlich nur spekulieren. Wir erfahren nur, dass ein Foto vom Kater in der neuen Wohnung (1. Stock) gemailt wurde – wer weiß, vielleicht wusste die „Telepathin“ das nicht und hat die Grünfläche und die Büsche im Hintergrund entsprechend gedeutet… jedenfalls ist es sehr zu bezweifeln, dass sie ohne Feedback der Autorin alles richtig und nichts falsch genannt hat.

Psychologieerfahrene „Telepathen“ und „Wahrsager“ haben bekanntermaßen gerne so viel Menschenkenntnis, dass sie aus kleinen Anzeichen – Rasse der Katze, Wohnungsaccessoires (beides schon auf dem Foto zu sehen), Auftreten und Ausdrucksweise des Gegenübers, … – (Stichwort Cold Reading) auf einiges schließen können, von dem genug zutrifft, um zusammen mit dem als confirmation bias1 bekannten Effekt der selektiven Wahrnehmung und einer geschickten Gesprächsführung mit vagen Aussagen, die die Kunden selbst direkt oder indirekt bestätigen, bei Glaubenswilligen äußerst überzeugend rüberzukommen.

[Die] Leiterin der Fachschule für Osteopathische Pferdetherapie in Overath hat Marquardt durch die Behandlung einer jungen Stute kennengelernt. Sie bestätigt deren außergewöhnliche Fähigkeiten, warnt aber: „Tier-Telepathie ist gerade in Mode. Oft wird damit unverantwortlich umgegangen.“

Unverantwortlich – das halte ich für eine gute Bezeichnung dafür, verzweifelten Herrchen und Frauchen, die nach jedem Strohhalm greifen, von angeblichen telepathischen Kontakten mit ihren verschwundenen Lieblingen zu erzählen. Auch tröstende Lügen sind Lügen – wobei bestimmt etliche „Telepathen“ auch einer Selbsttäuschung unterliegen mögen als tatsächlich vorsätzlich zu lügen. (Ganz unabhängig von Erfolgen im direkten Kontakt mit den Tieren.)

Wenn es Tier-Telepathie tatsächlich gibt – wovon wird sie ausgelöst? Empathie? Intuitives Wissen über andere durch Beobachtung? Ansätze für wissenschaftliche, neurologische Erklärungen gibt es wohl.

Genannt werden diese Erklärungen aber nicht. Hörzu eben. Überhaupt, Erklärungen wofür genau? Ein Tier ansehen und sein Wohlbefinden bzw. Krankheiten erraten, sich in gewisser Weise „hineinfühlen“? Kein Thema, siehe oben. Aber für Telepathie?? Das hättet ihr wohl gern. Dafür mag es pseudowissenschaftliche Erklärungsversuche geben – morphische Felder und ähnlichen Kram zum Beispiel –, aber keine echten wissenschaftlichen. Ich kenne jedenfalls keine seriösen(!) wissenschaftlichen Studien oder Experimente, die nicht negativ für die Parapsychologieanhänger ausgefallen wären.

Nun ja, wenn der Abo-Service keinen Mist baut, war das eh meine letzte Hörzu.


Linktips:

  1. d.h. man neigt dazu, Dinge, die die eigene Meinung bestätigen, verstärkt wahrzunehmen, widersprechende hingegen zu ignorieren []

Ein paar unwichtige Gedanken zum Sonntag Abend


Zitat des Abends

„Natürlich spielen wir eine Zugabe.“
 

Klaus Doldinger beim heutigen tollen (und kostenlosen) Open-Air-Konzert mit Passport in Pfaffenhofen. Die knapp 2 Stunden kamen einem fast schon kurz vor…

Klaus Doldinger
(Meine alte Hosentaschenkamera ist bei einsetzender Dunkelheit nicht so wahnsinnig toll…)

Der beste(?) Platz für eine Stechmücke

Direkt auf dem Notebook-Bildschirm, wo man sie gut sieht und schön mit einem Finger erledigen kann.

Kompakt und leicht aber gewöhnungsbedürftig

…ist so ein EeePC 900, auf dem ich das schreibe – mit < > als Zweitbelegung auf der Y-Taste und den nach links verschobenen Zifferntasten…

Videos der Woche (2008/29)

Quasi als Auslagerung aus den heutigen „Links der Woche“ – eine regelmäßige Kategorie ist jedenfalls nicht geplant.

Zum einen haben wir hier einen tierischen Brieföffner:

(via Sebastian Schuster via Blogmachine)


Zum anderen in etwa das Coolste, das Phil Plait je gesehen hat, wie er selbst sagt: Ein Mond-Transit vor der Erde, aufgenommen von der Sonde EPOXI (dort gibt’s auch andere Videoformate) aus 50 Millionen Kilometern Entfernung: