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Wuselbrusel

10+10=20

Quasi ein besonderer „Summen-Tag“ heute, der 10.10.20, nachdem’s vor fünf Tagen die Verdopplungsfolge gab (5, 10, 20). Nun gut, solche Summen, aber mit verschiedenen Summanden, gibt’s in den Jahren 13 bis 30 jeden Monat – davor und danach nur in manchen Monaten, in den Jahren 00, 01 und 44 bis 99 gar nicht.

Ob wir jetzt den 10.10.20 besonders feiern sollten, den 01.01.02 hätten feiern sollen (als mehr als nur Neujahr) und der 31.12.43 als letzter „Summen-Tag“ des Jahrhunderts ein besonderes Feuerwerk verdient? Vielleicht beschränken wir uns auch einfach darauf, unser jeweiliges Lieblingslied besonders deutlich zu summen.

Das Datum wird jetzt wenigstens nicht exponentiell ansteigen, anders als es bei gewissen anderen Zahlen gerne der Fall ist…

Bliebe noch die Frage, ob dann der „20.20.20“, also effektiv der 20.08.21, etwas Besonderes ist. Erklären wir den 20.08.2021 zum letzten Tag eines verlängerten Jahres 2020, wird danach „alles besser“, was jetzt mies ist? Ist Corona dann effektiv vorbei? Sind Scheuer, Seehofer & Co. endlich zurückgetreten? Ist der BER reibungslos in Betrieb? Sind die Nazis raus aus Parlamenten, Polizei, Ämtern etc.? Werden die Politiker beim Klimawandel endlich konsequent?

Man darf ja noch mal träumen…

Warum heute?

Warum werden die ersten Kartoffelchips just an dem Tag (im Jahr 1853) zubereitet, an dem der Vesuv ausbrach (im Jahr 79) und Pompeji und Herculaneum verschüttete?

Warum wird der Zebrastreifen an dem Tag (1953) in die westdeutsche Straßenverkehrsordnung aufgenommen, an dem ein Brite als erster Mensch den Ärmelkanal durchschwamm (1875)?

Warum wird Pluto an dem Tag (2006) der Planetenstatus aberkannt1, an dem der erste Spieltag der Fußball-Bundesliga stattfand (1963)?

Warum tritt Steve Jobs als Apple-CEO zurück an genau dem Tag (2011), an dem Microsoft Windows 95 veröffentlichte (1995)?

Warum wird die Diddl-Maus zum ersten Mal skizziert? Und das nicht nur heute vor 30 Jahren, sondern überhaupt?

Alles an einem 24. August! Da muss es doch hochgeheime Zusammenhänge, Kausalketten, Absichten und/oder Verschwörungen geben!


Siehe u.a. Wikipedia

  1. zurecht übrigens ↺

Geheime Botschaften?

Welche geheime Botschaften könnten in den wiederversiegelten Rissen im Asphalt hier stecken?

Da sind doch gaaaanz klar ein… Fuchs (hinten, im 2. Bild oben)… und ein Vogel (Mitte)… eine Spinne (links), die auf den Vogel lauert?… und, äh, eine Kamera? Ein Kopf unter einem Vorhang? (rechts, im 2. Bild unten)… zu sehen, oder nicht? Und die ganzen sonstigen Linien!

Wer will uns hier etwas mitteilen? Die Straße? Vielleicht „Hilfe, hier fahren zu viele Autos!“ (Vielleicht als Schleichweg zum/vom Bahnhof.) Die Erde unter der Straße? „Hilfe, hier fahren zu viele Autos!“ Die Erde überhaupt? „Hilfe, es fahren zu viele Autos!“

Oder doch die üblichen Großverschwörer, Freimauminatenberger und dergleichen? Bestimmt! Die stecken doch überall mit drin!!!1

Ein Traum?

Heute geträumt: Der ICE, auf den ich am Bahnhof warte, kommt als verkürzter renovierter ICE 1 LDV, an den man zum Ausgleich für die Verkürzung vorne einen alten n-Wagen und dazu passenden Wittenberger Steuerwagen1 angehängt hatte. (War trotzdem pünktlich!) In diesen Wagen waren fast alle Sitze ausgebaut, um Stehplätze zu schaffen – mit Haltestange an der Decke wie im Bus –, was auch von vielen Eltern mit Kinderwagen sowie Radfahrern genutzt wurde.

Hoffentlich bring ich da jetzt keinen Bahn-Verantwortlichen auf Ideen…

  1. in der Einzelansicht dieses Beitrags im Blog ist so einer oben im Header-Bild zu sehen ↺

Wiesn dahoam

Bierkrug Wie erwartet gesellt sich jetzt auch das Münchner Oktoberfest zu den coronabedingt abgesagten Großveranstaltungen. Nun war ich ja nie ein großer Freund insbesondere der Festzelt-Party-Atmosphäre und dem, was dazugehört, deshalb mögen die folgenden Tipps für eine Wiesn zuhause vielleicht nicht für jeden Dirndlträger oder jede Lederhosenträgerin geeignet sein, aber hey, sie mögen einen Versuch wert sein…

Kauft euch (ich rechne hier mal für Zwei-Personen-Haushalte) einen Sixpack Bier – das reicht für 4 „gefüllte“ Maßkrüge. Oder nehmt lieber gleich die doppelte Menge, nur keine falsche Bescheidenheit!

Um den Preisunterschied auszugleichen, schickt ein paar Geldscheine an die Stadt München, die sie bestimmt gerecht aufgeteilt an die Festzeltwirte, Brauereien und Bedienungen weiterreicht.

Wer etwas weiter entfernt wohnt, zahlt seinem Vermieter in diesem Monat die doppelte Miete in Gedenken an die leicht erhöhten Hotelpreise in München zur Wiesnzeit.

Schweinshaxn oder Hendl bekommt ihr sicher auch bei eurem Metzger. Fragt nach der korrekten Zubereitungsart und -dauer und haltet euch dann nicht daran. Denn auch wenn die Wirte es sicher draufhaben, die meisten gut und lecker hinzubekommen – gehört’s nicht auch dazu, mal Pech zu haben?

Gibt es eigentlich schon Jogginghosen im Lederhosen- und Dirndl-Look? Bestimmt. Also kauft euch schnell welche, bevor sie ausgehamstert sind!

Ersatz für diverse Fahrgeschäfte findet ihr bestimmt auch in eurer Wohnung. Gut, ein Bürostuhl ist jetzt nicht so toll wie ein Karussell, aber in der Not und da ihr eh schon betrunken seid…

Sucht euch die schlechteste Musik – oder auch zwischendurch mal gute Musik von schlechten Coverbands – aus Spotify & Co. aus oder wählt einen entsprechenden Radiosender (da wird’s bestimmt rechtzeitig passende Sonder-Sender bzw. -Streams geben) und dreht sie so laut auf, wie es gerade noch zur Zu- oder Abneigung zu euren Nachbarn passt – und dann noch ein paar dB höher.

Steigt auf eure Couch und tanzt unrhythmisch so heftig, wie es die Couch erlaubt – vermutlich mehr als eine Bierbank, zumindest was das Umkippen betrifft.

Grabscht euch gegenseitig pausenlos überall an. Erwidert das abwechselnd mit einer Watschn und einem Busserl.

Wenn ihr meint, genug zu haben – nein, ich glaub, das meint da niemand. Also irgendwann zum Ende hin: Schleicht euch, den geleerten Maßkrug heimlich mitnehmend, von der Couch – Polizei oder Security sollte euch hier nicht daran hindern – und kotzt euch aufs Hemd oder auf die Füße oder direkt auf einen Wäscheberg, auf den ihr euch dann auch gleich hinlegt – als Ersatz für den Kotzhügel vor Ort.

Wenn ihr euch am nächsten Morgen nicht ganz so fit fühlt, geht dem Coronavirus die Schuld. Das konnte die ganzen letzten Jahre zwar auch nichts dafür, aber jetzt habt ihr einen allseits ungeliebten Sündenbock!

Hab ich noch was vergessen? Würdet ihr noch was ergänzen?