Jahresarchiv:

2009

Dinner oder Lunch? Auf jeden Fall in the Sky

IMG_2369 Vor ein paar Wochen hatte mydays ja einige „Dinner In The Sky“-Gutscheine an Blogger verschickt – vielen Dank! –, und an diesem Wochenende sind die München-Termine. Ich war also heute um 15 Uhr dabei (das Bild rechts zeigt die 13-Uhr-Gruppe), was, glaub ich, offiziell noch unter der Bezeichnung „Lunch“ lief an diesem ungewohnten Zeitpunkt für ein Zwei-Gänge-Menü an einem ungewöhnlichen Ort, nämlich an einem großen Kran hängend und natürlich sicher angeschnallt.

So sonnig wie in Köln, von wo das Meinungs-Blog berichtet hatte, war’s in München nicht, sondern viel bewölkt, teils tröpfelnd, teils sonnig. War eigentlich ganz gut so, denn wenn bei dem schwülen Wetter die Sonne die ganze Zeit hergeknallt hätte, wär das auch nichts gewesen…

Und so war das dann eine gemütliche wie ausgefallene Stunde in 50 Metern Höhe mit einem feinen und leckeren Essen (hätte ich aufgezeichnet, was der Koch gesagt hat, könnte ich es wörtlich wiedergeben… es war ein Ochsenfilet mit an Pfifferlingen und einem besonderen Püree und als Nachtisch Crème brûlée mit Rhabarber und Erdbeereis), wie es sich für ein Luxushotel (vor dem der Kran stand) gehört – mit etwas kleiner Portion, von der man(n) nicht unbedingt satt wird, und einem Glas Wein für 7 € extra1, wie es sich auch für ein Luxushotel gehört. ;)

Alles in allem schon ein besonderes Erlebnis, das ich durchaus jedem weiterempfehlen kann, der nicht gerade extreme Höhenangst hat – mit knapp 100 € (wenn man denn selber zahlen muss, also nochmal Danke, mydays!) nicht billig, aber durchaus noch in Ordnung, finde ich; man macht sowas auch nicht jede Woche…

Es folgen einige Bilder – alternativ auch als Flickr-Slideshow zu haben –, zunächst ein Eindruck von der Tischkonstruktion (ja, man hat nicht viel unter den Füßen):

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Einige Blicke in die Umgebung:

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Das Grüne rechts ist übrigens die Theresienwiese, wo immer das Oktoberfest stattfindet:

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Noch ein Blick auf den Tisch und – Achtung, nichts für schwache Nerven! – auf mich:

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Festhalten, wir schauen erst senkrecht nach unten und dann schräg auf eine Tram in der Bayerstraße:

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Und zum Abschluss noch eine Schlange/Schnecke aus Taxis, bei der man sich wundert, wie die sich ohne Reibereien so bildet – und der Monster-Löffelstiel, der gleich die Frauenkirche abreißt! ZOMG!

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  1. alkoholfreie Getränke waren im Preis inbegriffen ↺

State Of Shock?

Zumindest ein Teil der Musik-Welt ist sicher in einem Schockzustand nach Michael Jacksons Tod heute Nacht MESZ (nein, ich zähle mich nicht wirklich dazu)… Ich persönlich mochte seine Musik zu Thriller– und Bad-Zeiten durchaus, aber darum geht’s hier genausowenig wie um seine, äh, mitunter exzentrische, spinnerte und zweifelhafte Lebensweise vor allem in späteren Zeiten, sondern um Michael Jackson und Freddie Mercury, denn sie waren eine Zeitlang durchaus eng befreundet und haben ein paar Songs zusammen aufgenommen – die allerdings in dieser Form nie veröffentlicht wurden, da sie sich wieder entzweit haben, als Michael mit Thriller so erfolgreich wurde, und soweit ich mich erinnere spielten auch unterschiedliche Lebenswandel eine Rolle…

Jedenfalls gibt’s eine ganz nette Demo-Version von „State Of Shock“ (Standbild-Video) als Duett von Freddie und Michael, das letzterer später mit Mick Jagger aufgenommen und veröffentlicht hat, und eine Demo vom Queen-/Freddie-Song1 „There Must Be More To Life Than This“, die in dieser Duett-Version aber nicht sooo toll ist, deswegen hier auch der Link zur fertigen Freddie-Version; Jackson war bei Balladen eh nicht so der Hit, oder? Das dritte Lied, das es als Duett geben soll – „Victory“ – hab ich nicht gefunden.

Brian May hat auf seiner quasi-Blog-„Seifenkiste“ auch ein paar Worte über Jackson geschrieben, wen’s interessiert.

  1. war ursprünglich fürs Queen-Album The Works gedacht, landete dann aber auf Freddies Solo-Album, nachdem Brian und Freddie „Is This The World We Created…?“ geschrieben hatten ↺

Gesucht: Eine mollige lesbische Polin – oder: Selbsterkenntnis durch Werbung?

frauen-ads Diese drei Anzeigen rechts fanden sich vor ein paar Wochen nebeneinander (hier aus Platzgründen unter­einander) auf Bloggerei.de auf der Detailseite meines Blogs. Versteht mich jetzt nicht falsch, es ist ja nicht so, dass ich etwas gegen Polinnen, Osteuropäerinnen, Mollige, Lesben, stilvolle oder seriöse Frauen habe – aber diese drei Anzeigen zusammen… auf der Detailseite meines Blogs…

Oder bedeutet das, dass ich in Wahrheit eine lipophile Lesbe bin?! Das muss es sein! Wer hätte das gedacht! Was man nicht alles aus der Werbung lernt!!

Und da geh ich fast vier Jahrzehnte als Mann durchs Leben… naja, das Interesse an Frauen passt ja.
:bigsmile:

Englisch lernen mit Queen-Songs (1): Death On Two Legs

Q Wo Julia und David das Englisch-Blog mit Zitaten aus TV-Serien unterstützen, dachte ich, ich mache dasselbe mal mit Queen-Liedern – und zur Premiere hab ich mir „Death On Two Legs (Dedicated To…)“ vom Album A Night At The Opera ausgesucht. » Hier gibt’s ein Standbild-Video (mit Text rechts), oder hier den Text alleine.

Den o.a. Vorbildern folgend, greife ich mir nur ein paar Stellen heraus, bei denen ich mir denke, dass es die Wörter oder Ausdrücke sind, die am wenigsten bekannt sind – es lohnt sich aber, den ganzen Text anzuhören/mitzulesen, denn wo sind Beschimpfungen schon so lyrisch und poetisch…? Und da das Lied dem Ex-Manager von Queen von 1972-75 gewidmet ist, der sie, vorsichtig ausgedrückt, nicht allzu gut behandelt haben soll, gibt’s entsprechend viele davon.

Misguided old mule
With your pigheaded rules
With your narrow-minded cronies who are fools of the first division

pigheaded (oder pig-headed): dickköpfig, stur, verbohrt
crony: Kumpel, Kumpan, Spießgeselle, alter Freund

Kill-joy, Bad guy,
Big-talking small fry
You’re just an old barrow-boy
Have you found a new toy to replace me,
Can you face me?

small fry: kleine Fische, junges Gemüse, unbedeutend
barrow: Karre, Schubkarre1; barrow-boy: Straßenhändler

You’re just an overgrown school-boy
Let me tan your hide.

to tan: bräunen, gerben; hide: (Tier-)Haut, Fell
to tan sb.’s hide: „jmdm. das Fell gerben“ bedeutet auch im Deutschen verprügeln (ggf. zur Bestrafung).

A dog with disease,
You’re the King of the ‚sleaze‘
Put your money where your mouth is Mr. Know-all,
Was the fin on your back part of the deal…shark!

sleaze: Abschaum, schäbige Person, Schäbigkeit, Filz (Korruption) – warum es hier in Anführungszeichen steht, weiß ich nicht.
to put one’s money where one’s mouth is: Nägel mit Köpfen machen, Worten auch Taten folgen lassen

Insane, you should be put inside,
You’re a sewer-rat decaying in a cesspool of pride

to put inside: einsperren
cesspool: Senkgrube, Kloake; Sumpf (im übertragenen Sinn)

Und eine Kanalratte, die in einem Sumpf des Stolzes verfault, ist nun wirklich eine schöne poetische Beschimpfung, isn’t it? :mrgreen:


Linktips:

  1. und archäologisch: Grabhügel, Hügelgrab ↺

Oldtimer en masse

Und dabei hab ich nur eine Auswahl von 44 Fotos genommen – bei der Donau Classic Oldtimer-Rallye 2009 in Ingolstadt und Umgebung waren 190 Autos dabei, von Baujahr 1928 bis 19841. Am Samstag Nachmittag kamen sie durch die Pfaffenhofener Innenstadt, wo ein kleiner Rundkurs (3 gleichmäßige Runden) zu absolvieren war, und der führte eben auch durch meine Löwenstraße. Bei den Fotos hab ich mich überwiegend auf die älteren Wagen konzentriert, denn die sind (m.E.) auch interessanter als die aus den 70er- und 80er-Jahren.

Hier in diesem Beitrag zeige ich nur eine Auswahl aus der Auswahl; alle 44 Fotos gibt’s auf Flickr, z.B. als Set-Übersicht und als Slideshow.

(Die Angaben zu den Autos stammen aus der offiziellen Starterliste.)

Der älteste, ein Bentley 4,5 ltr. open von 1928:
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Alvis Speed 20 (1935):
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BMW 600 „Rennsemmel“ (1959):
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Riley TT spezial (1936):
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Hudson Big Six Sedan (1935):
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Josef Kulzer Fiat Kulzer Spezial (1940):
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Horch 930 V Cabrio (1939):
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Dieser „Pi“ sieht ulkig aus, doch die Startliste ist hier falsch, denn dieser silberne Porsche ist sicher kein schwarz-roter Ferrari:
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DKW F 89 L (1953) – viel Bier ist nicht mehr übrig…:
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MG A 1500 MK I (1959) – Sie wären beinahe keine Runden gefahren… [Hier Blondinenwitz einfügen.]
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Ausgerechnet der Kleine – Fiat 500 (1973) – legt sich schnell in die Kurve:
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Vorne: Jaguar XK 120 SE OTS (1953), hinten: Triumph TR 4A / IRS (1967):
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Das war’s mit der Auswahl der Auswahl – mehr gibt’s wie gesagt auf Flickr: Set-Übersicht, Slideshow.

  1. naja, 3 neue (2008) als Vor- und Schlusswagen waren auch dabei ↺