Monatsarchiv:

März 2010

Der unheilvolle Maya-Kalender

maya-men Bekanntermaßen wird dem Maya-Kalender und dessen vermeint­lichem Ende einiges Unheilvolles oder esoterisch Segensreiches nachgesagt, wenn der nächste große Zyklus seiner Langen Zählung Ende 2012 ansteht – vom Weltuntergang in verschiedenen Variationen bis zu strahlen­synchronisiertem Bewusstseins­aufstieg ist alles dabei.

Wenn nun die größte Einheit der Langen Zählung, genannt Baktun, am 21. (oder, nach einer anderen Datierung, am 23.) Dezember 2012 auf einen neuen Wert, diesmal die 13 mit einer gewissen mythischen Bedeutung für die Maya, springt – jeder solche Wechsel ist in der Bedeutung mit unseren Jahrhundert- oder Jahrtausend-Zahlen vergleichbar – und etwas Bedeutendes, Unheilvolles ankündigen soll, muss dann nicht auch an den vorhergehenden Baktun-Wechseln etwas (vielleicht ein kleines bisschen geringer) Bedeutendes, Unheilvolles passiert sein?

Da ich als wissenschaftlich Orientierter mir nicht nachsagen lassen will, stur und nicht offen zu sein, habe ich akribisch nachgeforscht, um solche Ereignisse in der Vergangenheit zu finden. Im Folgenden finden sich also die weltbewegend-katastrophalen Ereignisse zu Beginn der jeweiligen Baktun-Epochen (die Umrechnung in unseren Kalender ist der englischen Wikipedia entnommen), die unzweideutig unheimliche, unheilvolle Vorzeichen für die Zukunft vielleicht bedeuten könnten:

  • 13.0.0.0.0 = 11. August 3114 BCE
    Ein sumerischer Keilschrift-Schüler verschreibt sich.
  • 1.0.0.0.0 = 13. November 2720 BCE
    Ein Stonehenge-Pilger tritt in einen Kuhfladen.
  • 2.0.0.0.0 = 16. Februar 2325 BCE
    Im Reich von Akkad werrden Überlegungen angestellt, das Akkordeon zu erfinden. Man fand allerdings kein Ende, denn E.ON wurde erst viel später gegründet.
  • 3.0.0.0.0 = 21. Mai 1931 BCE
    Ein frühbronzezeitlicher Schmied im heutigen Thüringen schlägt sich beinahe auf den Finger.
  • 4.0.0.0.0 = 23. August 1537 BCE
    Im Großreich der Hethiter fällt ein Sack um; dessen Inhalt ist leider nicht überliefert.
  • 5.0.0.0.0 = 26. November 1143 BCE
    Ramses III. kratzt sich im Schritt und schaut lüstern auf seine Haremsdamen.
  • 6.0.0.0.0 = 28. Februar 748 BCE
    Romulus, Gründer von Rom, hört, wie ein Bauarbeiter einen kurzen Schmerzensschrei ausstößt; dessen genaue Ursache ist leider nicht überliefert.
  • 7.0.0.0.0 = 3. Juni 354 BCE
    In Syrakus tyrannisiert eine Fliege ein Kind und fragt dessen Mutter: „Was willst du mit der Klatsche? Spri—tsch!“.
  • 8.0.0.0.0 = 5. September 41
    Eine heimliche Verehrerin von Julius Caesar wirft einen finsteren Blick auf Brutus‘ Grab.
  • 9.0.0.0.0 = 9. Dezember 435
    Attila, der gefürchtete Hunnenkönig, schnarcht, dass die Wände wackeln.
  • 10.0.0.0.0 = 13. März 830
    Ansgar von Bremen, Benediktinermönch und später Erzbischof, betet und schaut lüstern auf einen seiner Sängerknaben.
  • 11.0.0.0.0 = 15. Juni 1224
    Kurz nach Gründung der Universität Neapel durch Kaiser Friedrich II. gegen den Willen des Papstes stolpert einer der ersten Studenten über seine Quanten.
  • 12.0.0.0.0 = 18. September 1618
    Dem großen Astronomen Johannes Kepler fällt beim Schreiben eines Briefes der Federkiel runter.
  • 13.0.0.0.0 = 21. Dezember 2012
    ???

Somit wäre unwiderlegbar und vollkommen wissenschaftlich bewiesen, dass diese Vorgeschichte der vergangenen Baktun nichts Gutes für 2012 verheißen kann. Es könnte sogar so schlimm kommen, dass Roland Emmerich und Dieter Broers niesen müssen! Und, Götter bewahret, dem gegen 2012 anschreibenden Scienceblogger Florian Freistetter könnte sein Hut vom Kopf geweht werden!!

Beruf(en)

Zweite Runde im Projekt Stimulus, wo Beiträge beliebigen Typs – Bild, Text, etc. – zu einer vorgegebenen Beschreibung bzw. Synonymen dazu gefragt sind, und diesmal ist es „Bezeichnung für eine spezielle, erlernte Erwerbstätigkeit“ – was recht deutlich nach einer Beschreibung von „Beruf“ klingt.

Ich fühle mich dazu verführt, besser gesagt: berufen,, auch diesmal wieder ein thematisch passendes eher unbekanntes Queen-Lied zu präsentieren – oder mehrere. Zumal Queen ja auch Berufs-Musiker sind bzw. waren…^^

Da hätten wir zum einen eine Demo aus den Innuendo-Sessions (ca. 1990) namens Self Made Man – gesanglich mit Brian Mays recht leiser Stimme aber verbesserungswürdig:

Und bei 1:44 bitte nicht zu sehr erschrecken. :)

Trust – that’ll make you self believe
To be a self made man
Turn that stuff – that defines your role to be, ooh
To be a self made man
Get a heavy job – don’t let them moguls waste your time
To be a self made man

Von Brian May gibt’s noch ein Solo-Lied namens Business vom 1998er Album Another World, das auch zum Thema passt – und nicht nur zum Beruf, sondern zum ganzen Leben:

(Die Texte beider Lieder finden sich übrigens im Info-Kasten bei Youtube.)

Und inhaltlich gar nicht so weit entfernt ist Good Company (Text) vom Queen-Album A Night At The Opera (1975), gesungen und gespielt von Brian:

Queen – Good Company

 

Ob ich bei den nächsten Themen dieses Projektes so weitermache? :)

Um 40% halbiert – lassen Sie sich nicht tauschen!

Spam? Yukk! Spammer sind dumm. Und ihre automatischen Übersetzungsprogramme machen es auch nicht besser, doch dafür liefern sie Stilblüten wie die folgenden – eine kommentierte Auswahl aus Spams von vermeintlichen Billigsoftware-Anbietern der letzten Monate:

Neues Jahr Reduzieren Programme bis zur Nur Jetzt!

Also meine Programme werden immer größer… die Kunden wollen halt immer neue Features. Doch wo liegt „nur jetzt“?

Lassen Sie sich nicht tauschen!

Keine Sorge, ich bleibe ich selbst.

Nur Jetzt Weniger Fuer Programme BeBezahlen, neues Jahr

Kostet es mehr, wenn der Spambot stottert? Dauert schließlich etwas länger…

Noch gleich, noch billiger…

Alle Spammer sind gleich, aber manche sind noch gleicher, hm?

Nur legale Vollverionen.

Anionen oder Kationen?

Kauf Software Jetzt und Bekomme Es Sofort!

Ruf! Mich! An! 0900– äh, ach so, falscher Spam.

Ja, jetzt sparen Sie aber richtig, wenn Sie Software bestellen und VENT-1609 einfuehren!

Also wenn diese Zahlen die Größenangabe sind, verzichte ich besser aufs Einführen.

Die Preise werden automatisch um 40% halbiert!

Ist mir zu wenig Rabatt. Wie wäre es mit einer Halbierung um 60%?

Aber, oh Wunder, die Spammer haben gelernt! Bei der nächsten Mail hieß es „eintippen“ und „um 30% reduziert“. Tja, die 10% mussten sie wohl einbehalten, weil die Fortbildung so teuer war…

Bei uns abkaufen Sie bald und sicher. Jetzt einfach abkaufen und Sie geizen bares Geld. Noch eilendser und bedenkenloser geht es wirklich nicht.

Juhu! Eilendser kann man gar nicht Geld geizen! (Ist Geiz eigentlich immer noch geil?)

Jetzt erst recht! Dank Weltkrisis sind die Preise im Keller, jetzt ist die beste Zeit und Software zu abkaufen und zu kargen. Besuchen Sie unsere Website!

Nein, tut mir leid, mit meinen Websitebesuchen muss ich derzeit kargen. Und auch mit weiteren Spam-Mails, denn das war’s für diesmal.


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