Monatsarchiv:

März 2010

Projekt 52/12: Verwandtschaft

Das nächste Thema der Woche bei Saris Projekt 52.

12: Verwandtschaft

Projekt 52 Thema 12: Verwandtschaft

Ist nicht die nächste Verwandtschaft, die hier zu Besuch gekommen ist, sondern welche aus der Familie der Weichbeinigen Kantenhocker (Angulosedens mollicrurus), genauer gesagt aus einer Unterart, die nur einige Wochen im Frühling aktiv ist und sonst einen ausgedehnten Sommer-Herbst-Winterschlaf hält: A. mollicrurus osterhasii.


Muscari-Makro

Jep, wieder Fotos meiner kleinen Traubenhyazinthengruppe wie schon am Samstag und am Mittwoch. Diesmal aber mit dem „Super-Makro“ mittels Retroadapter und umgedrehtem Objektiv (wie einstmals hier beschrieben), wodurch wenige Millimeter bildfüllend abgebildet werden.

Hyazinthe Makro 1

Hyazinthe Makro 2

Das folgende Bild ist eine kleine Montage: Das innere der Blüte ist aus einem Foto, das auf die Staubbeutel, der Rest aus einem, das (einigermaßen) auf den Rand der Öffnung fokussiert war. Groß war der Schärfeunterschied nicht, aber trotzdem finde ich es so am besten:

Hyazinthe Makro 3

Hyazinthe Makro 4

Englisch lernen mit Haarwaschmitteln

Ein Gedanke, der mir heute beim Duschen und Haarewaschen gekommen ist – aber bevor ich zum Kern der Sache komme, erst mal etwas zum Text auf der Flasche, denn folgendes soll in diesem „hair & body shampoo“ – übrigens „FRISEUR­EXKLUSIV“ und eine Stamm­kunden­prämie, sonst kauf ich mir nix so Kompliziertes – drin sein:

Instant Microfluid Technology

Extrahieren wir da die Vokabeln:

instant: unmittelbar, sofort; Augenblick
micro: mikro-
fluid: flüssig; Flüssigkeit
technology: Technik, Technologie
Instant Microfluid Technology: (soll toll klingen und die Kunden beeindrucken, ohne eine echte tiefere Bedeutung zu haben)

Buchtip dazu: Ben Goldacre: „Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen“ :mrgreen:

So, nun aber zum eigentlichen Gedanken, der zu diesem Beitrag geführt hat, nämlich dem Wort Shampoo selbst. Denn wenn wir das zerlegen, kommen wir zu:

sham: Imitation, Fälschung, Betrug, Schein-; nachgemacht, unecht
poo, poo-poo (coll.): Kacke, Scheiße (auch Kindersprache)
shampoo: …???

Aber das Wiktionary weiß mehr:

From Hindi चाँपो (champo), imperative form of चाँपना (champna), “to press, knead”) < Sanskrit root √cap (“to pound, kneed”).

Also aus der Hindi-Befehlsform „drücke!, knete!“ (von der Sanskrit-Wurzel von „stampfen, kneten“1). Wundert mich aber, dass die Engländer den Begriff Shampoo da so einfach aus dem Indischen übernommen haben…

Und, womit wascht ihr so eure Haare?


Foto: cybertoad/flickr, CC-by-nc-nd-Lizenz

 


  1. ich nehme mal an, dass das „kneed“ am Ende des Zitats ein Schreibfehler ist, denn „gekniet“ passt hier nicht… []

Test: Pixelspeed-Fotobuch

Ich präsentiere hier ja immer wieder etliche Fotos, und so traf es sich gut, dass mir ein 40€-Gutschein für ein Pixelspeed-Fotobuch angeboten wurde, wenn ich im Gegenzug darüber berichte… Pixelspeed bietet Fotobücher in verschiedenen Varianten und Formen und daneben auch Kalender, Postkarten, Poster u.a.m., auch in größeren Stückzahlen. Ich habe mich für ein Fotobuch in A4 mit 56 Seiten für 39,90€ entschieden – möglich sind 24 bis 128 Seiten von 23,90€ bis 75,90€ (in kleineren Formaten natürlich billiger) –, das ich mit Fotos von Montreux zu füllen gedachte.

Vor dem Bestellen eines Fotobuchs steht natürlich das Zusammenstellen und Layouten der Fotos mit dem Pixelspeed LAYOUTER für Windows ab XP. Legt man in diesem ein neues Fotobuch an, bietet sich erstmal ein Wizard mit fester Fenstergröße an, der aber nur grundlegende Layoutvarianten für alle Seiten gemeinsam bietet und die Auswahl der Fotos mit nur 9 winzigen Thumbnails schwer macht (wenn man nicht eh vorher alle Bilder anderweitig zusammensucht, was ich nicht gemacht habe), weshalb ich den schnell weggeklickt und mich dem „Pro“-Modus zugewandt habe.

Pixelspeed2 Pixelspeed3

Und dieser bietet eine sinnvolle Bildschirmaufteilung: unten die Seitenübersicht, darüber die Bildauswahl mit wählbarer Miniaturgröße, links Einstellungen für jede Bild- oder Textbox und rechts die Palette an unzähligen Layouts von einem doppelseitigen Foto bis zu vielen kleinen in verschiedenen Anordnungen und Kombinationen (die Palette nutzt dann auch die volle Höhe aus), Hintergrundfarben und Rahmen von keinem, einfach weiß, mit Schatten oder Glaseffekt bis zu einigen anderen Formen (siehe zweiter Screenshot1; diese Palette nutzt seltsamerweise nicht die volle Höhe), allerdings ohne freie Rahmenfarbwahl, die man jeweils bequem auf ein Foto ziehen kann.

In der Bildauswahl sieht man auch, welches Foto man schon verwendet hat (man kann diese auch ausblenden lassen), aber was mich gestört hat, ist, dass nach einem Verzeichniswechsel (oder einer Änderung der Miniaturgröße) alle Bilder neu eingelesen werden, was bei großen Verzeichnissen eine Weile dauert; es wäre besser, wenn sie gecacht würden oder man auf die Thumbnails vom Windows-Explorer zugreifen würde.

Links kann man den zu verwendenden Ausschnitt auswählen, wobei die Rahmenfarbe von grün abgestuft über gelb bis rot anzeigt, ob die Auflösung für den Druck noch reicht; wenn nicht, ist zusätzlich ein roter Punkt in der Seitenübersicht, der ebenfalls aufleuchtet, wenn auch sonst etwas noch nicht passt, etwa wenn eine Textbox noch leer ist – an sich ganz praktisch. Leider haben fast alle Layouts zu jedem Foto eine Textbox – glaubt Pixelspeed denn, die Leute wollen unbedingt überall Bildunterschriften dazuschreiben? Ich will’s nicht, und auch Julia hat’s angesprochen. Aber man kann auch alle Boxen frei selbst plazieren, sogar mit submillimetergenauer numerischer Eingabe.

Pixelspeed4 Für die Fotos gibt’s außerdem grundlegende Bildbearbeitung mit Schärfe, Schatten aufhellen, rote Augen entfernen u.a. (siehe rechts). Das Drehen eines (schief aufgenommenen) Fotos innerhalb der (anscheinend nicht drehbaren) Fotobox ist etwas grob, hier wäre ein feinerer Schieberegler oder eine numerische Eingabe besser. Immerhin gibt’s ein Hilfsgitter. Update: Dafür gibt’s Buttons; auch drehen kann man die Boxen. Siehe Kommentar unten.

Für den Hintergrund jeder Seite lässt sich entweder eine beliebige Farbe wählen oder wiederum ein Foto – allerdings muss man, wenn man bei Einzelseitenlayouts ein doppelseitiges Foto als Hintergrund will, dieses offenbar auch zweimal einstellen. Wenigstens stimmt der Ausschnitt dabei von alleine. Ich habe denn auch überall ein Foto im Hintergrund (außer auf dem Umschlag), mal blass (default sind 40%) – wenn die Hauptfotos eh das meiste bedecken –, mal in voller Pracht, was ich dann auch fürs Design genutzt habe (siehe Foto unten und im 2. Screenshot oben).

Nun denn, vor dem eigentlichen Bestellvorgang kann man sich noch ein niedrig aufgelöstes PDF erstellen lassen, um nochmal alles zu überprüfen (das bei mir auch anders als bei Julia die richtige Seitenaufteilung hatte) – wobei dafür auch eine Ganzseitenvorschau im Programm selbst angeboten wird2.

Ein kleines bisschen verwirrend ist zu Beginn des Bestellvorgangs allerdings dieses Meldungsfenster links mit „Phantomproblemen“, deren Ignorieren aber kein Problem war, und das Programm konnte dann die komplette Druckdatei erstellen (in meinem Fall 78,8 MB) und in den persönlichen Bereich auf der Pixelspeed-Website hochladen (alternativ kann man’s auch auf CD brennen und einschicken), wo man es dann schließlich endgültig bestellen kann.

10 Tage (inkl. zweier Wochenenden) später – gestern – kam schließlich die Mail mit der Versandbenachrichtung samt Paketnummer und heute dann das gut verpackte fertige Buch:

Pixelspeed-Buch1

Das glatte Papier in der richtigen Stärke, die Bindung und der wertige Eindruck sind auf jeden Fall überzeugend, auch doppelseitige Fotos kommen gut und ohne Lücke daher.

Überzeugend ist im Prinzip auch die Druckqualität in ausgewogenen Farben – nur auf einem einzigen doppelseitigen Foto mit einer großen bunt angehauchten grauen Wolkenfläche ist mir eine gewisse Streifigkeit aufgefallen (siehe Foto rechts unten), die wirklich nicht sein müsste; hab ich da grad einen farblichen Problembereich erwischt? Auf jeden Fall sind diese sichtbaren Streifen hier eine Ausnahme, denn auf anderen Fotos, auch mit ähnlichen Flächen, gibt’s die nicht oder höchstens vereinzelt sehr unauffällig und breiter, sodass man sie nur sieht, wenn man gezielt danach sucht.

Pixelspeed-Buch2 Pixelspeed-Buch3

Fazit: Mangels Vergleichsmöglichkeit – schließlich ist das mein erstes Fotobuch – kann ich zwar nicht sagen, was andere Anbieter beim Layout an Flexibilität bieten, aber für meine nicht zu „verrückten“ Bedürfnisse war mehr als genug dabei. (Und mehr als ich dachte, s.o.) Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Gebotenen qualitativ sehr zufrieden, auch der Preis ist angemessen. Nur die erwähnten zu deutlichen Streifen in den Wolken auf diesem einen Foto sind ein Minuspunkt.

 


  1. nein, mein Titelbild hat nicht diesen Kringelrahmen bekommen, den hab ich nur für diesen Screenshot gewählt… []
  2. ein 24″-LCD-Monitor ist da ganz praktisch, schließlich passen da zwei A4-Seiten in Originalgröße drauf ;) []