[inspic=364]
Dieses Bild einer Wurstbude im Bereich vor dem Eingang zum AC/DC-Konzert im Mai hatte ich ganz vergessen…
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Dieses Bild einer Wurstbude im Bereich vor dem Eingang zum AC/DC-Konzert im Mai hatte ich ganz vergessen…
Florian Freistetter schrieb auf Astrodicticum Simplex schon vor einem Jahr einen kritischen Artikel über die Grundlagen von Global Scaling (GS) – einer „Theorie“, die quasi die ganze Welt mit logarithmischen Skaleninvarianzen auf Basis von grundlegenden Eigenschaften von Protonen erklären will (und sich dabei auch vergeblich an Lottoprognosen versucht, worüber ich 2007 geschrieben habe) –, und kürzlich hat „A.F.“ dort in seinem Kommentar (lesen!) etliche Details untersucht und u.a. Fehler in der Grundlage aufgedeckt:
Die Gleichung für die Eigenwellenlänge ist falsch, er muss [statt der Ruhemasse] den Impuls einsetzen, und zwar 3 mal 10 hoch -18 kg m/s, um auf seine gewünschte Wellenlänge zu kommen. Nun muss er begründen wieso ausgerechnet dieser Impuls, den[n] er ist viel zu hoch. Wenn er was erfindet, dann, wieso er die Boltzmann Verteilung unterschlägt, sie sagt aus dass alle Geschwindigkeiten vorkommen und somit Impulse und somit Eigenwellenlängen. Das Gleiche gilt für alle Größen wo die Eigenwellenlänge benutzt wurde, z.B, Eigenfrequenz, Eigenschwingungsperiode, etc.
Das ganze bezieht sich auf S. 15 des „Global Scaling Kompendium (v2.0)“, das beim GS-Institut herunterladbar ist (PDF-Direktlink1).
Wobei ich anmerken möchte, dass eine Änderung des Zahlenwertes des „Eichmaßes“ (Eigenfrequenz etc.) das ganze fraktale Gebilde nur verschiebt, ohne dass sich die Abstände der einzelnen untersuchten Messwerte/Daten ändern – schließlich ist ln ( f / fp ), eine Berechnung in der GS-Analyse, in der jeder Mess-/Datenwert f erst durch das vorab gewählte „Eichmaß“, hier fp, die „Eigenfrequenz“, dividiert wird, dasselbe wie ln ( f ) – ln ( fp ).
Dadurch landen natürlich ggf. andere Daten in den für GS wichtigen Knotenpunkten (und deren „Numerierung“ ändert sich), aber wenn die Daten mit der einen Knotenpunkt-Position eine logarithmische Regelmäßigkeit aufweisen, dann tun sie’s prinzipiell auch mit anderen Positionen – es würden nur andere Daten „wichtig“.
Schauen wir uns folgendes Beispiel aus dem Kompendium (S. 21) über CPU-Taktfrequenzen an:
Analyse-Beispiel: Taktfrequenzen von Mikroprozessoren
Für diese GS-Analyse wird das Protonen-Eichmaß fp = 1,425486…⋅1024 Hz verwendet. Die Taktfrequenzen 16 MHz, 75 MHz, 333 MHz und 1400 MHz sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Protonenresonanz-Frequenzen. Gut zu erkennen ist die logarithmische Skaleninvarianz der Taktfrequenzen, bei denen ein Modellwechsel der Prozessoren stattfindet. Grundlegend neue Konzeptionen in der Prozessor-Architektur entstehen in Knoten des Protonenresonanz-Spektrums.
Schaut ja erstmal ganz nett regelmäßig aus, oder? Tja, aber ein paar Problemchen gibt’s dann doch:
Nun, vielleicht hat GS ja beim Doppelkern-Prozessor Core Duo die Frequenz doppelt gewertet? Dabei gibt’s folgende Probleme:
Um das ganze zu veranschaulichen, hab ich ein eigenes Diagramm mit den tatsächlichen Taktfrequenzbereichen erstellt (anklicken für eine breitere Version):
Senkrechte Linien:
■ blau: die von GS genannten Knoten und Subknoten
■ rosa: die eigentlich errechneten
Unten sind noch mal die von GS genannten Frequenzen markiert.
Die Daten stammen aus der (v.a. engl.) Wikipedia, aus Intel-Spezifikationen und von sandpile.org.
Der Core i7 ist recht neu, daher gibt’s noch wenige Modelle; Core i5 und i3 sollen z.T. im selben Bereich oder darunter erscheinen sowie teils als Single- und Dual-Core – dann würde der weiß/graue Balken deutlich breiter…
Warum nur Intel? Tja, während Intel-CPUs sich noch wie oben halbwegs ins GS-Schema pressen lassen, müsste man bei AMD zwischen 75 und 1400 MHz „sinnvollerweise“ zwei statt einen Zwischenknoten einlegen (bei der K6- und K7-Erstveröffentlichung), und das geht wohl nicht mit dem ach so fundamentalen e3/2-Faktor zwischen den Knoten, der als einziger im ganzen GS-Kompendium verwendet wird… Und man müsste nach dem K8 aufhören oder Mehrkern-Klimmzüge unternehmen. Hier mein Diagramm dazu:

(Erstveröffentlichungsfrequenzen bei Am286/386 unbekannt)
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass GS hier wohl zu Zeiten, in denen der Pentium 4 jung war, die Prozessor-Frequenzen grob in ihr logarithmisches Schema gepresst haben und später noch mehr Probleme mit dem Core hatten – immer nach dem Motto „Hauptsache es kommt etwas irgendwie Passendes raus“, auch wenn Daten inkonsequent gewählt oder ausgelassen werden.
Auch wenn es gewissermaßen nur ein Exkurs ist, da es nicht mit den CPUs, dem Hauptthema des Artikels, zu tun hat, möchte ich hierzu noch ein paar Worte verlieren. Es geht um angebliche „wichtige Wendepunkte“ im menschlichen (und tierischen) Leben: 7 und 33 Tage nach Befruchtung der Eizelle, im 5. Monat – und dann nochmal von vorne 7 und 33 Tage nach der Geburt, im Alter von ca. 5 Monaten, 2, 8 und 37 Jahren (genauer berechnet: 22,2 Monaten, 8,3 und 37,2 Jahren), wenn „wesentliche physiologische Veränderungen im Leben eines Menschen oder Tieres“ stattfänden.
A.F. hat schon auf die Beliebigkeit der Auswahl hingewiesen – etwa ob die Geburt unwichtig sei –, ich möchte ergänzen:
Meiner Meinung nach drängt sich dieser Schluss auf: Global Scaling ist keine wissenschaftliche Theorie bzw. Forschung, die Zusammenhänge in Natur und Technik entdeckt und berechnet, sondern pseudowissenschaftliche, numerologieähnliche Zahlenspielerei, die ihre Phantasien hinterher hineininterpretiert oder von vorneherein passende Daten sucht und Unpassendes gerne mal ignoriert – wobei die ganzen Protonen-Eigenschaften nur verwendet werden, um dem ganzen willkürlichen Gebäude scheinbar3 eine physikalische Grundlage zu geben.
Und da soll die angebliche GS-Verschlüsselung oder -Datenkommunikation (vor der auch FINANZtest gewarnt hatte) so funktionieren wie behauptet?
Linktips (*=schon oben verlinkt):
Okay, blöder Titel, aber einfach „Projekte“ war mir einfach zu einfach. Es geht hier jedenfalls um zwei Blog-Projekte, die ich kurz erwähnen möchte:
HörsturzBei freeQnet gibt’s ein Musik-Projekt namens Hörsturz, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf ausgewählte Lieder anhören und bewerten sollen – ohne Zwang und Verpflichtung und man kann auch noch später einsteigen:
Das Projekt Hörsturz soll eine interessante Möglichkeit sein, neue Musik kennenzulernen und auch mal abseits seines Lieblingsgenres zu hören.
Am 1.8. soll’s richtig losgehen, beetFreeQ sammelt aber jetzt schon Songs. Ich finde das jedenfalls sehr interessant und werde natürlich mitmachen.
Gedankendeponie vs. Her-LifeEine Aktion von Konna und Nadine, die jede Woche ein Fernduell austragen (da passt auch das „Kontra“ im Titel) – zu Beginn geht’s darum, dass eine(r) der beiden die meisten Ping-/Trackbacks auf den eigenen Projektvorstellungsbeitrag sammelt. Nun, das Projekt will bekannt gemacht sein, aber ich hoffe, es gibt in Zukunft auch noch andere Wettkämpfe, die nicht in Linksammelei ausarten…
Nadine1 verlost ein T-Shirt mit ihrer URL drauf, Konna2 hingegen einen Gastbeitrag wahlweise von ihm oder bei sich – tja, da bekommt Konna meinen Trackback, denn wenn ich schon mit einer Webadresse auf der Kleidung rumliefe3, dann mit meiner.
Vielleicht kann Konna seinen Gastbeitrag ja in Latein schreiben (selbst verfasst und kein abgeschriebener Klassiker, versteht sich)…
Im ZDF-Videotext gefunden:

Wie groß so ein Tetra Pak wohl sein muss, damit eine Terawattstunde darin Platz hat?
Und bekommen die Milch-Strombauern auch genug vom Erlös?!?
Hat jemand Anti-Falten-Creme übrig? Diese Wolken – samt stupsnäsigem Gesicht in der Mitte – könnten nämlich welche vertragen:
Natürlich hab ich da Kontrast und Farbsättigung „etwas“ verstärkt – so sieht’s mit moderater Kontrasterhöhung aus:
Das ist das fast schon langweilige Original:
Und, welche Variante gefällt euch am besten?