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Magie

The Next Uri Geller – 2. Staffel 2009 – Kandidaten und Vorbericht

Dies ist ein Vorbericht zur zweiten Staffel von 2009. Sie können auch:
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verbogen Beginnen wir diesen Vorbericht ausnahmsweise mit einer Suchanfrage, die jemanden auf mein Blog geführt hat: nein es geht wieder los uri geller – wie passend! Und wie vor einem Jahr werde ich auch diesmal fast live über die Sendungen (jeden Dienstag um 20:15 auf ProSieben) berichten und meien Senf dazugeben.

„Schockierende Experimente?“

Kurze „Newsmeldung“ von ProSieben letzten Samstag:

„Ich werde mit neuen Experimenten verblüffen“, verspricht Uri Geller […] „Vielleicht werde ich sogar schockieren – im positiven Sinne.“ Die Zuschauer dürfen gespannt sein.

Der weltbekannte Löffelverbieger (auch ProSieben nennt ihn so!) könnte nur positiv schockieren, wenn er zugäbe, doch keine „außergewöhnliche Fähigkeiten“ zu haben, sondern immer zu tricksen. Wird er aber sicher nicht, und so kann höchstens ein gesteigertes Ausmaß seines dämlich–mystischen Gelabers verblüffen, fürchte ich.

„Der geheimnisvolle Vincent Raven“

So hieß die Sendung am Dienstag, als Uri den „Rabenvater“ und Vorjahressieger Vincent Raven (Homepage) besucht hat. Dieser führte Uri natürlich durch Gewölbe und laberte auf einem Friedhof mit ihm über seine geliebte „Anderswelt“. Ach ja, die Anderselt – Vincent scheint das ganze wirklich zu glauben… und so wurde sie auch „ab und zu“ erwähnt. Auch Uri gibt sich beeindruckt – aber bei sich für echt übersinnlich verkaufenden Zauberkünstlern untereinander wundert einen das eh nicht. Ausschnitte von „The Next Uri Geller“ 2008 gab’s auch, in denen natürlich die Tricks wieder als echt hingestellt wurden. Und Geller sprach (mit Vincent) oft deutsch – war anscheinend gut vorbereitet. (Wer hat die Dialoge geschrieben?)

Kindheitserinnerungen Ravens gab’s ebenso, wo Vinnieboy wieder bewiesen hat, dass er es nicht nur vom Tonfall her nicht schafft, eine Geschichte interessant zu erzählen. Und man soll eigentlich nicht schadenfroh sein, aber die beste Szene der Sendung war das Gesicht Uri Gellers, als Corax, einer von Ravens Raben, ihn in den Zeigefinger gebissen hat, als er sie (ist ein Weibchen) einmal zu oft streicheln wollte – bis auf den Knochen. Tja, da vertraut auch ein „Mystifier“ auf Desinfektionsmittel, Röntgenbilder und Antibiotika…

Einschaltquoten: 1,15 Millionen (4,4% Marktanteil) insgesamt bzw. 0,82 Mio./7,0% in der 14–49-Jahre-Zielgruppe – die schwächste Sendung des ProSieben-Abends, sogar „Die 100 nervigsten Wasauchimmer“ hatten 4,9%/8,8%.

Titelverteidigung

Rabe Wie auch in der Raven-Sendung gesagt wurde: Vincent muss seinen Titel verteidigen – „10 neue Kandidaten treten gegen Vincent Raven an“. Zum Glück erst im Finale, sodass uns Ravens langatmiges Gekrächze anfangs erspart bleibt:

Vincent Raven, der Gewinner des letzten Jahres, wird im Finale seinen Titel verteidigen. Erst dann wird sich in einem spannenden Duell entscheiden: Wer ist „The next Uri Geller“?

Die Kandidaten

Auch wenn anscheinend schon länger spekuliert wurde, z.B. bei Freaks of Magic – heute hat ProSieben endlich die Kandidaten im Web veröffentlicht, und wie’s aussieht, haben nicht alle ihre Schwerpunkte im Bereich Mentalmagie (Zitate von den Detailseiten dort):

Danny Ocean

Leider (vor allem für die Damen, die doch so auf George Clooney stehen sollen) nicht die Figur aus den „Ocean’s Eleven“-etc.-Filmen, sondern „Der Sinnestäuscher“ aus Nürnberg, 34 Jahre alt, eigentlich Danny Meier. Auf seiner Website nennt er sich auch „Reality Hacker“. Schaut an sich ganz okay aus, irgendwie ein gestylter Hans Dampf in allen Zaubergassen – jedenfalls denke ich, ohne seine TNUG-Teilnahme wäre nie so ein Text wie der von ProSieben über ihn geschrieben worden (egal, ob von ihm selbst oder von den P7-Leuten):

Ein einschneidendes Erlebnis lässt Danny nicht mehr los: Vor zehn Jahren wurde er nachts aus dem Schlaf gerissen und spürte eine fremde Kraft, die plötzlich seinen Körper kontrollierte. Auf der Suche nach einer Erklärung stellte er fest, dass er selbst unerklärliche Dinge tun kann.

Gabriel und Daniel

„Das mentale Doppel“ Daniel Kalman und Gabriel Palacios, beide 20, aus Bern und Basel. Das soll natürlich auf eine angebliche telepathische Verbindung hinauslaufen: „doch beide wissen fast immer, was der andere gerade tut – oder besser: was er gerade denkt.“ Nun ja, so eine hauchend-stöhnende Porno-Sprechweise wie Vivian in der 1. Staffel werden die beiden (zum Glück) nicht bieten…

Manuel Horeth

„Der smarte Gedankenverdreher“ (30) aus Salzburg. „Er liest nicht nur Gedanken – er blickt auch in die Zukunft“, meint ProSieben. (Warum war er dann nicht letzte Woche bei RTL?) Auf seiner lärmenden Website (sogar die Menüpunkte werden herausgebrüllt!) sieht er aber ganz okay aus. Hoffentlich bringt er seine beiden Assistentinnen mit…

Waayatan

Wo kommt ein „indianischer Schattenjäger“ (37) wohl her? Na klar, aus Bad Kreuznach! Und dort trägt man, wie das Foto bei ProSieben zeigt, ganz jahreszeitengemäß nackten Oberkörper, indianisches Geraffel und ein, pardon, dämliches Grinsen. Seine Oma soll „Medizinfrau im Clan des Schattenpanthers“ gewesen sein – der Clan ist in der Wikipedia nicht zu finden, dafür auf etlichen World-of-Warcraft-Seiten… Freaks of Magic gesteht ihm einen Exoten-Bonus zu – ich fürchte, damit ist’s nicht weit her, wenn er’s übertreibt und sich eher lächerlich macht. Tja, wir werden sehen.
Nachtrag: Seine neue Homepage (auf die mich Peter aufmerksam gemacht hat, danke) – im Seitentitel: „Waayatan Tecumsee Ohanse, Waayatan, Wajatan, Waijatan, Weijatan, Wajatan, Wayatan, Waiyatan, Weiyatan“. Sollte ich das vielleicht ähnlich machen…? :)

Jan Becker

„Der Herr der Gedanken“ (33), Berlin, „ein Profi der Mentalmagie“ (Website); er „besitzt die Macht über das Wertvollste, was wir Menschen besitzen: die Freiheit unserer Gedanken“, meint ProSieben. Nun, ich hab meine Gedanken noch, und die meinen, seine Apostroph-„Frisur“ sieht schlimmer aus al’s so man’che Deppenapo’strophen. Man darf immerhin hoffen, dass er etwas von seinem Geschäft versteht…

Jan Rouven

Der nächste Jan, „der Mann mit den sieben Leben“ (28), Neuwied. „Liebt die Gefahr“; seine Homepage zeigt ihn u.a. aufgespießtbohrt, das P7-Bild mit Feuer in der Hand. Wirkt auf mich irgendwie wie ein Goth-Copperfield… was nichts Schlechtes sein muss, solange er seine Präsentation bzw. sein Image nicht gewaltig übertreibt.

Kris

„Das unwiderstehliche Pokerface“ (30) aus Münster (anfangs noch als Christian Finke in der Übersicht), der mit Poker-Karten um sich wirft – „Muskulöse Oberarme, Waschbrettbauch und ein unwiderstehliches Lächeln. Wenn Kris […] die Bühne betritt, schlagen Frauenherzen höher.“ Und ich fürchte, er könnte zu klischeehaft und im Endeffekt langweilig werden… aber ich lass mich gern eines Besseren belehren.

Ully Loup

„Der Seelenwanderer“ aus Berlin, mit 47 der Senior in der Kandidatenriege, dessen Website noch under construction ist. „Ully Loup ist anders als die anderen. Er lebt zurückgezogen und versteckt sich hinter seinen mentalen Fähigkeiten: Er ist ein schillernder, faszinierender Künstler mit einer schicksalhaften Kindheit.“ Und mit schwarzen Handschuhen. Das ProSieben-Bild lässt mich irgendwie an eine Art SciFi-Inquisitor oder Babylon-5-Technomage denken…

Amila

„Die magische Verführung“ (25) aus Saarbrücken. Laut Freaks of Magic auch als Belinda Roy bekannt. Ob die neue Namensähnlichkeit zu einer Produktreihe von Fujitsu Siemens Computers vorteilhaft ist? Nun, das wird niemanden interessieren, der „Mental-Vamp“ – „Bei ihren Auftritten knistert es vor Erotik“ – ist ja visuell nicht uninteressant (*hüstel*), und ich prophezeihe mal, dass sie schon allein deshalb mindestens ins Halbfinale kommen wird.

Aaron Crow

„The silent Mentalist“, der nicht spricht (36) und auf Martial Arts & Co. setzt – der Sieger aus der ersten Niederland-Staffel und schon beim Welt-Finale am 4.3.2008 dabei. Wahrscheinlich hat sich Uri Geller gedacht, wenn der nicht spricht, können wir ihn ruhig nochmal einladen, da kann ich selber mehr Unsinn labern…

Dies und das

Ravens „Amulett der Pforten“, das er schon früher gezeigt hatte, kann man in seinem Shop zum Schnäppchenpreis von nur 427 CHF (ca. 286€) kaufen (46 mm Durchmesser, Silber) – das heißt, man könnte, aber es ist anscheinend wegen hoher Nachfrage 8O nicht lieferbar. Und es gibt – wohl ein Novum – das Buch zum Amulett:

Eine gewisse Vivienne Marceau hat laut ProSieben einen Roman über den Rabenvater geschrieben (derzeit aber nicht verfügbar): „Vincent Raven – Das Amulett der Pforten“.

Und wie Wunschliste berichtet, bekommt Vorjahresfinalist Farid eine eigene Sendung auf ProSieben: „Street Magic mit Farid“ ab 10. Februar ab ca. 22:15 – fünf Folgen direkt im Anschluss an „The Next Uri Geller“.

Ein passend plaziertes Galileo Mystery gab’s auch mal wieder – ich hab’s nicht gesehen, auf dem GWUP-Blog gibt’s eine Kritik dazu.


Siehe auch:

  • Kandidatenvorstellungen (und frühere Spekulationen) bei Freaks of Magic – mit jew. Pro/Contra-Bewertung.
  • GWUP-Themenseite: Uri Geller.
  • ProSieben-Seite zur Show.

» Hier geht’s zu allen meinen Beiträgen über Uri Geller. »

Magischer Start ins neue Jahr

Halloween-Hexe Erinnert sich noch jemand an meine Ankündigung im September, immer wieder aus dem „Hexenkalender“ für 2009 (Moewig-Verlag) von „Anthea“ (nicht hier abgebildet) zu berichten? Nun, dies ist der erste Beitrag dazu, der allen Hexen (und solchen, die darüber lachen) zu einem guten Start ins neue Jahr verhelfen soll.

Ein Kuriosum vorneweg: Der Haftungsausschluss zu Beginn des Kalenders enthält auch den Satz:

Insbesondere handelt es sich bei den Ratschlägen und Empfehlungen dieses Kalenders um unverbindliche Auskünfte gemäß § 676 BGB.

Aha – nur was hat die Kündigung von Übertragungsverträgen von Wertpapieren mit Hexen zu tun? Nun gut, vielleicht kenne ich mich in der Welt der Wertpapiermagie zu wenig aus, um das zu verstehen. Auf zu den allgemeiner verständlichen magischen Ratschlägen – halten wir uns gleich an den Spruch, mit dem der 1. Januar Faust-aufs-Auge-mäßig beginnt:

Mische ein bisschen Torheit in dein ernstes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches!
(Horaz)

Kurzes Gedächtnis

Hexen – oder die Gestirne? – haben offenbar nur ein kurzes Gedächtnis und/oder nicht viel Abwechslung zu bieten. So heißt es am 7. Januar:

Der Mittwoch ist dem Planeten Merkur zugeordnet, der uns zu praktischem Denken und Handeln auffordert. Beides sollte aber immer auch von spirituellen Wahrheiten durchdrungen sein.

Und am 14. Januar:

Der Mittwoch ist dem Planeten Merkur zugeordnet, der uns zu praktischem Denken und Tun auffordert. Als Götterbote will Merkur uns dazu anhalten, unser tägliches Handeln spirituell zu durchdringen.

Vielleicht kommt ja noch ein Hexenapothekenmittelchen später im Jahr, das dagegen hilft. Oder hofft die Autorin, dass solche im Spirituellen selbstdefinierten „Wahrheiten“ wie die der Astrologie wahrer werden, wenn sie nur oft genug wiederholt werden, und dass sich die geneigten Leserinnen daran erinnern, damit sie bloß nicht zu praktisch denken und solchen Astro-Aberwitz gleich links liegen lassen?

Oder sie hatte einfach Probleme, die 5 Seiten pro Woche richtig zu füllen? Ein Verdacht, der angesichts diverser anderer Platitüden und bloßer Namensnennung nicht zu weit hergeholt scheint, wie ich finde…

Rückzug und Spaziergänge

Winterspaziergang Einerseits soll man sich im kalten Januar wie die Natur zurückziehen und Kräfte sammeln, und Meditation, Musik und Kunst seien „besonders heilsam für die Seele“ – andererseits „viel frische Luft und Bewegung“ gönnen. Am 14. Januar sogar zu Ehren eines indischen Gottes, des Sonnengottes Surya – der ob seiner Herkunft (10-15° in Nordindien, im Süden wärmer (Wikipedia)) kaum unsere winterliche Kälte gewohnt sein dürfte:

Ehren Sie ihn mit einem Spaziergang, auch wenn die Sonne nicht scheint – sie ist dennoch da.

Ach? Auf die Idee wäre ich nun wirklich nicht gekommen! Aber ist das genug Ehre für diesen Gott?

Die Speisekarte für die erste Januarhälfte

Allzu reichhaltig ist die Speisekarte nicht – auch wenn dies nur ein Auszug ist:

  • Lindenblütentee hilft am 1. Januar gegen Husten – doch was hilft gegen den „typischen“ Neujahrskater? Hier verschenkt der Kalender eindeutig Potential.
  • Zwei Bananen pro Tag sind ein idealer Grippeschutz – und nein, nicht in die Nase stecken, die Oberhexe schreibt explizit „essen“! (Schade.)
  • Hirsebrei oder sonst ein Hirsegericht – aber nur mittwochs, da Merkur (s.o.) mit Hirse verbunden ist. Man müsste mal Astrologen fragen, wie sie diese Zuordnungen ausgewürfelt haben…
  • „Essen Sie Äpfel stets zwischen 10 und 16 Uhr“ – der Körper könne die Wirkstoffe dann besonders gut aufnehmen. Mist, das war gestern ein paar Minuten zu spät.

Und die Lösung gegen Akne und Hautunreinheiten: einen Brei aus Bäckerhefe und Milch aufs Gesicht klatschen!

Nur wie soll das helfen, wenn die Unreinheiten gar nicht im Gesicht sind? Ach ja, Hexerei, ich vergaß.

Was sagen die Sterne?

Tierkreis Die Sterne faseln ganz gern mal z.B. von „passenden“ Schmucksteinen oder zählen Steinbock-Promis auf – oft ohne auch nur ansatzweise einen Rat zu geben. Oder geben Tips für Steinbockhexen bzw. Steinbock-Hexen – wohl nur Meisterastrohexen mit Eris im 13. Haus wissen, wann der Bindestrich zu verwenden ist und wann nicht –, weil das das aktuelle Sternzeichen Anfang Januar ist. (Pardon, liebe selbstgefällige Stern-Schamanen: Tierkreiszeichen; ihr müsst euch ja um die astronomischen Erkenntnisse herumdrücken.) Nur was soll das allen anderen Leser(inne)n helfen, die gerne hilfreiche Heucheleien, äh, Hinweise für den heutigen Tag hätten?

Den Donnerstag verbindet man mit dem Planeten Jupiter, der von uns verlangt, über uns hinauszuwachsen und damit zum Herrscher über uns selbst zu werden.

Was für gefährliche Ratschläge gibt sie denn da?!? Das heißt, gefährlich für Astro-Anbieter, Mystik-Marktschreier, Herrgotts-Händler und Bullshit-Berater, die doch selbst so gern das alleinige Heilswissen (jeder sein eigenes) verkaufen und die Leute von den Sternen bzw. deren Deutung und dem ganzen Kram beherrscht sehen wollen. Wie war das noch mit der „Verantwortung im Horoskop“? Aber wem von der Kalender-Zielgruppe wird sowas schon in den Sinn kommen…?

Enden wir mit dem wiederum Faust-aufs-Auge-mäßigen Spruch für den 16.-18. Januar:

Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind gegenüber eigenen Fehlern.
(Euripides)

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch!


Fotos: alitaylor/sxc, cinezi/sxc

Auflösung Zitat des Tages 15

hässliche Hexe Letzten Samstag hatte ich dieses Zitat mit einer kleinen Quizfrage verbunden, die nach der Zeit, aus der es stammt, gefragt hatte:

„Ganz gewiss hat es auf dieser Welt niemals Hexen und Hexenmeister gegeben, aber ebenso unleugbar haben zu allen Zeiten Leute an Betrüger geglaubt, die das Talent besaßen, als Zauberer aufzutreten.“

Von 6 Teilnehmern hatten je 2 auf 11., 18. und 21. Jahrhundert getippt. Richtig ist: Es stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Donaukurier vom letzten Wochenende, wo ich es gefunden habe, hat’s Franz Grillparzer (1791-1872) zugeschrieben, aber WikiQuote nennt als überprüfte Quelle Giacomo Casanova (1725-1798), italienischer Abenteurer und Schriftsteller, Neunundneunzig Abenteuer. Da wird ein DK-Redakteur bei der Zitatesammlung vielleicht einfach mit dem Kopieren und Einfügen daneben gelegen haben…


Photo: sgursozlu/sxc

Zitat des Tages (15)

hässliche Hexe Verbinden wir eine kleine Quizfrage mit diesem Zitat:

„Ganz gewiss hat es auf dieser Welt niemals Hexen und Hexenmeister gegeben, aber ebenso unleugbar haben zu allen Zeiten Leute an Betrüger geglaubt, die das Talent besaßen, als Zauberer aufzutreten.“

 

Aus welcher Zeit stammt dieses Zitat?

  • 11. Jahrhundert (33%, 2 Stimmen)
  • 18. Jahrhundert (33%, 2 Stimmen)
  • 3. Jahrtausend (33%, 2 Stimmen)
  • Griechische Antike (0%, 0 Stimmen)
  • Zeit Julius Caesars (0%, 0 Stimmen)
  • 1960er Jahre (0%, 0 Stimmen)

Stimmen insg.: 6

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Weitere Kommentare oder Raten des Urhebers sind auch erwünscht – aber bitte nicht ergoogeln oder sonstwie nachforschen! :)

Auflösung (20.12.): 33% hatten recht: Es stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Donaukurier vom letzten Wochenende, wo ich es gefunden habe, hat’s Franz Grillparzer (1791-1872) zugeschrieben, aber WikiQuote nennt als überprüfte Quelle Giacomo Casanova (1725-1798), italienischer Abenteurer und Schriftsteller, Neunundneunzig Abenteuer. Da wird ein DK-Redakteur bei der Zitatesammlung vielleicht einfach mit dem Kopieren und Einfügen daneben gelegen haben…


Photo: sgursozlu/sxc

„Uraltes Wissen von Heilung und Weisheit“

Halloween-Hexe Das ist der Untertitel eines „Hexenkalenders“ für 2009 (Moewig-Verlag) von einer gewissen Anthea (nicht hier rechts abgebildet), den ich mir kürzlich gekauft habe, um etwas Material zu haben… Keine Angst, ich werde euch 2009 nicht jeden Tag damit zumüllen (ginge ohnehin nicht, da sich Freitag bis Sonntag ein einziges Blatt teilen müssen)1 – ich dachte eher an ein „Best Of“ (bzw. „Worst Of“) alle 1-3 Wochen.

Zu jedem Tag (bzw. eben am Wochenende, das bei Hexen offenbar auch den Freitag enthält2) gibt es einen Spruch – im Sinne von Zitat bzw. Sprichwort, kein „Zauberspruch“ – und drei Abschnitte:

  1. „Was sagen die Sterne?“ bringt die üblichen kurzen Horoskop-Platitüden, teils umformuliert für Hexen, oder auch mal Hinweise der Art, dass der Name des Donnerstags auf den germanischen Gott Donar zurückgeht. Wie auch immer das in diesen Abschnitt passt.
  2. „Aus meiner Hexenapotheke“ spannt den Bogen von Hausmittelchen über Ernährungs­empfehlungen zu Haushaltstips, bei denen man sich oft fragt, wo der Bezug zu Hexen sein soll – aber naja, auch Hexen müssen essen, trinken und ihren Haushalt führen…
  3. „Das Hexenjahr“ bringt manchmal etwas zum Tag, zu „heidnischen“ Festtagen, manchmal etwas zum Monat („Der August ist nach Augustus […] benannt“) oder gänzlich Allgemeines (wenn wohl sonst nichts zu finden war) und manchmal lediglich Geburts- oder Todestage irgendwelcher Leute, die eine Verbindung zum Mystischen haben – Parapsychologen, Okkultisten, Stigmatisierte, verbrannte Philosophen etc.

Nun ja, irgendwie wollen die rund 250 Blätter ja gefüllt sein… die ewig gleichen Zeichnungen (eine Horoskopskizze, ein Kessel, der gerade umgerührt wird, und eine Hexe auf einem Besen; mal links, mal rechts) verbrauchen auch zusätzlich Platz. „Hexen ist Kult!“, wie die Rückseite sagt, es werden sich schon genug Käufer für diesen – wie ich finde, recht billig produzierten – Kalender finden (die 5€ war er mir dann aber doch wert), und nicht nur solche, die sich darüber lustig machen wollen oder solche „Belanglosigkeiten“ kritisieren…

(Alternativ gibt es übrigens auch Mond-, Mond-Astro-, Engel-, Schutzengel-Kalender u.a.m. vom selben Verlag, ebenso Sudoku- oder Koch-Kalender.)

Beispiel zur „Hexenapotheke“:

Legen Sie kratzende Pullover und Strickjacken für kurze Zeit ins Tiefkühlfach. Sie sind danach viel angenehmer zu tragen!

Welch uraltes Wissen! Über Tiefkühlfächer!! Das kann nur aus einer Hexenapotheke kommen!
:loll:

Also dann,

Denken Sie heute innig an jene Menschen, von denen Sie etwas Wesentliches für Ihr Leben gelernt haben.

(Aus dem „Hexenjahr“-Abschnitt für den 15.9. Warum gerade 15.9.? Tja, wer kann das schon wissen…)

  1. und rechtich wäre das natürlich auch problematisch ↺
  2. ich sollte den Beruf wechseln… ↺