Aushang beim Resteverkauf eines Einrichtungshauses wegen Geschäftsaufgabe:
Und Freitag und Samstag? Wenn wenigstens die alten Öffnungszeiten noch irgendwo stünden.
Aber wahrscheinlich soll das eh nur für diese und die folgenden 1½ Wochen gelten, und spätestens am 28. kommt was Neues. Womit dieser Blogbeitrag auch mindestens die Hälfte seiner Kuriosität verliert…
Auch dieses Jahr gibt’s wieder Konnas „Gedankendeponie Song Contest“ in Anlehnung an den der Eurovision, bei dem jeder Teilnehmer ein Land vertritt und ein Lied von dort ins Rennen schickt – dieses Jahr veranstaltet von Vorjahressiegerin Julia, bei der’s natürlich mehr Infos gibt für die, die das Ganze noch nicht kennen.
Nach Mazedonien letztes Jahr hab ich mir diesmal Italien ausgesucht; und auch wenn mein Beitrag erst fast am Ende der Vorstellungsphase dran ist, will ich jetzt schon eine Vorauswahl präsentieren – vier Titel (in alphabetischer Reihenfolge), die bei meiner Suche als Favoriten übriggeblieben sind und zu denen ich nun eure Stimme und Meinung hören möchte. Ist ja auch immer so eine Frage, wie „massenkompatibel“ und im negativen Fall „gewöhnlich“ ein Lied für so einen Contest sein sollte oder zu werden droht, oder ob man nicht doch etwas Härteres auswählen könnte…
Eine formelle Vorentscheidung ist das hier aber nicht – die letztendliche Entscheidung liegt trotz eurer Abstimmung bei mir.
Elvenking
Beginnen wir mit Elvenking (Homepage, Wikipedia), einer Folk/Power-Metal-Band, die’s seit 1997 gibt und die bisher sechs Studioalben veröffentlicht hat; auf dem neuesten, Red Silent Tides, findet sich auch das Stück, das ich ausgewählt habe: „The Cabal“
Ligabue
Luciano Ligabue, Künstlername Ligabue, „gehört zu den bedeutendsten italienischen Rockmusikern“, sagt Wikipedia – entsprechend hab ich ihn in den aktuellen Charts gefunden. Schriftsteller und Regisseur ist er auch noch, aber er hat schon wesentlich mehr Alben als Bücher und Filme rausgebracht. Auch bei ihm ist das ausgesuchte Lied, „Quando canterai la tua canzone“, vom aktuellen Album:
Linea 77
Nach dem eher „normalen“ Rock kommen wir nun zu Crossover/Nu Metal von einer Buslinie, äh, einer Band, die sich nach „ihrer“ Buslinie benannt haben: Linea 77 (Website, Wikipedia). Inwiefern der Wikipedia-Vorwurf des „veralteten Sounds“ gerechtfertigt ist? Entscheidet selbst. Das hier ist „Mi Vida“ von 2008:
Secret Sphere
Zu guter Letzt gibt’s noch etwas von der Symphonic-Power-Metal-Band Secret Sphere (Website, engl. Wikipedia). Auch die haben schon sechs Alben auf dem Buckel; „I Won’t Say A Word“ das Lied, das ich ausgesucht habe, ist aber „schon“ von 2005.
https://youtu.be/gtgNGTOnQvo
Abstimmung
So, eure Meinung ist gefragt – welche der vier Lieder gefällen euch am besten? (Ihr könnt mehrere ankreuzen.) Oder würdet ihr andere Lieder dieser Künstler oder gleich andere Künstler besser finden?
Die Umfrage ist bis einschließlich Gründonnerstag1 aktiv. Also, was meint ihr?
Und das Ergebnis mit einer Wahlbeteiligung, die leider noch schlechter als bei dieser komischen Sozialwahl war, und das, obwohl man hier weiß, was man wofür wählt:
3 Stimmen für Linea 77,
3 Stimmen für Morricone,
1 Stimme für Sollima.
Also werd ich mich wohl für erstere entscheiden, da ich lieber ein gesungenes Lied von einer eher unbekannten Band nehme als ein weithin bekanntes Instrumental…
Unzählige Spinner Erleuchtete verkünden seit Jahren die vernichtenden und/oder heilsbringenden Auswirkungen des nächsten Besuchs des Planeten Nibiru – kaum ein vielbeachtetes Video auf YouTube, der weltweit anerkannten Plattform für unumstößliche wissenschaftliche Beweisvideos, das ohne ihn auskäme, und was so viele Gläubige Wissenden ohne nachzudenken weiterplappern bestätigen, muss einfach wahr sein. Oder?
Denn was ist wirklich los? Nibiru ist nur kalter Kaffee, ein Sturm im Bierglas, ein intrakraniales Strohfeuer – viel zu weit weg von der Realität, um beachtenswert zu sein! Nein, der wahre™ planetare Erlöser, die segensbringende Stiege zum seelischen Aufstieg 2012, der bierernste Bewusstseinsbeförderer ist ein anderer, eindeutig realer – wenn auch die Form etwas anders ist als von Astronomen erwartet und er in mehreren Teilen kommt:
Es ist Uranus! Und er ist schon da!! Hier ist das Beweisfoto:
Bleibt noch die Frage offen, wie Uranus hertransportiert wurde – seine Zugmaschine abzulichten, war mir leider nicht vergönnt. Welche Zugmaschine Gott wohl fährt? Braucht er/sie/es dazu einen Führerschein? Muss es/er/sie sich an die Lichtgeschwindigkeitsbeschränkung halten? Oder konnte sie/es/er es verantworten, diese wichtige Aufgabe einem niederen Engel1 zu übertragen? Waren es doch außerirdische Nicht-Götter? Wären diese überhaupt zu etwas so Außergewöhnlichem fähig?
Fragen über Fragen… Und so bleiben eben doch noch Große Geheimnisse™ bestehen, über die sich viele Köpfe sinnlose Gedanken machen können, sobald das Bier getrunken die Offenbarung gechannelt wurde und der Rausch die Erleuchtung eintritt…