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Blog-Tipps Nr. 755

Rund zwei Wochen nach Beginn der Technorati-Link-Aktion, über die ich viele andere Blogs kennengelernt (und selber ein paar Besucher mehr bekommen) habe, wollte ich mal selbst ein paar Dinge zusammenschreiben, die mir zum Thema Blogging und Blog-Design eingefallen sind. Ich behaupte nicht, dass diese absolut neu sind (daher die nicht ganz ernst gemeinte Nr. 755 im Titel), schließlich gibt es anderswo auch (meist bessere, umfangreichere ;) ) Artikel mit Blog-Tipps – z.B. bei Daily Blog Tips, Lorelle on WordPress (beide englisch), BlogForMoney.de, Software Guide, Perun (WordPress-Themes verstehen) (alle deutsch), um nur einige wenige zu nennen.Es geht mir hier lediglich um meine Meinungen(!) und Erfahrungen über Dinge, die mir beim Basteln an meinem Blog und bei meinem Streifzug durch die Blog-Welt so aufgefallen sind (wobei ich niemanden auch nur annähernd „fertigmachen“ möchte – ich nenne auch keine Namen…).

:pfeif:

Inhalts-Übersicht:

  1. Sidebar(s) aufräumen
  2. Lesbarkeit
  3. Verschiedene Browser testen
  4. Ohne JavaScript testen
  5. Link-Farben
  6. Keine vermischten Sprachen
  7. Nichts übertreiben

1. Sidebar(s) aufräumen

(Sidebars sind die Link-/Navigationsleisten links und/oder rechts vom Haupt-Inhalt.)

Themen-Kategorien

Ich würde vorschlagen, entweder wenige davon zu verwenden – etwa max.10 –, gerade wenn das Blog sich auf wenige Themen konzentriert; oder, wenn man wie ich alles mögliche abdecken will, nicht gerade eine ellenlange unstrukturierte Liste von 25 oder 30 Kategorien untereinander aufzulisten, sondern sie vielleicht etwas kompakter und nach Wichtigkeit (Beitragsanzahl) unterscheidbar darzustellen, wie ich es mit meiner Kategorien-Wolke mache, oder mithilfe von Unterkategorien organisieren.

Man kann natürlich auch wenige Kategorien mit vielen Tags (Stichwörtern) kombinieren, und die Tags dann als Cloud darstellen – aber nicht unbedingt 100 oder mehr winzig geschriebene Tags mit einem Dutzend groß geschriebenen; da sollte man zumindest in der Sidebar die seltensten weglassen und auf eine ausführliche Tag-Cloud verlinken.

Monats-Archive und Kalender

Ich glaube, die wenigsten Besucher interessiert es, lange Listen à la „Mai 2005, Juni 2005, … August 2007″ zur Verfügung zu haben, weil es sie gar nicht interessiert, wann die interessanten Beiträge geschrieben wurden, wenn sie das Blog nach mehr Interessantem durschstöbern. Eine Dropdown-Liste, wie sie auch bei WordPress.org beschrieben wird, ist da sicher die elegantere Lösung. (Mit kleinen Änderungen lässt sie sich sogar ohne JavaScript nutzen – wer nicht warten kann, bis ich das demnächst genauer beschreibe, darf mich gern jetzt schon nach Details dazu fragen.)

Ein Kalender, der die Tage eines ganzen Monats darstellt, ist vor allem bei solchen Blogs wirklich sinnvoll, bei denen die Tagesaktualität eine wichtige Rolle spielt, z.B. Blogs zu Veranstaltungen, Vereinen etc. – bei anderen sollte man sich m.E. überlegen, ob er wirklich nötig ist oder ob man den Platz besser für was anderes verwendet.

2. Lesbarkeit

Keine Winz-Schriften verwenden (Tag-Clouds mal ausgenommen; ansonsten vor allem nicht in Bildern), bei denen man eine Lupe braucht, um sie zu erkennen – oder die Schrift im Browser vergrößern muss, was im Extremfall das Seitenlayout zerstört, und ein Schritt mehr ist, den man den Besuchern aufzwingt, was sie vom weiteren Erkunden des Blogs abhalten mag.

Keine Farbkombinationen wie z.B. dunkelgrau auf schwarz verwenden – etwas Kontrast ist nicht schlecht zum Lesen, und die wenigsten Blogs sind „Untergrund-Blogs“, bei denen sowas „kewl“ sein mag…

(Solche Fälle sind mir allerdings nur sehr selten bei meinem Streifzug durch die weltweite Blogospäre begegnet.)

3. Verschiedene Browser testen

Zumindest die gängigsten: IE6/7, Firefox, Opera; evtl. Safari (gibt’s auch für Windows). Schließlich sind sich die nicht einig, wie sie bestimmte Dinge darstellen sollen, und da kann schon mal die Position, Schriftgröße etc. grob abweichen.

Ich hatte mal bei einem vergessenen </h2>-Tag in der Sidebar den Fall, dass es bei Firefox und Opera normal aussah, weil diese <h2> implizit am Ende des umgebenden Abschnitts (<div>) geschlossen hatten, der IE aber nicht, was zu einem riesigen Footer (Fußzeile) geführt hatte. (Eine Erfahrung, die mir dann geholfen hat, dem Bad Astronomer bei einem ähnlichen Problem mit nicht umbrochenen, rechts herausragenden oder abgeschnittenen Links zu helfen.)

4. Ohne JavaScript testen

Nicht zuletzt dank der Firefox-Erweiterung NoScript, die für jede Site separat erlaubt, JavaScript (und Flash etc.) ein- oder auszuschalten – und standardmäßig ausgeschaltet lässt –, was als Schutz vor manchen bösen Dingen und nervenden Webseiten-Elementen sicher nicht gänzlich unbeliebt ist, werden immer wieder Besucher vorbeikommen, die JavaScript abgeschaltet haben.

Nun verlange ich nicht – nein, ich verlange hier überhaupt nichts, also: Nun sage ich nicht, dass alles bis hin zum letzten netten dynamischen Feature auf einer Website ohne JavaScript funktionieren muss – aber die Grundfunktionen sollten das schon. Bei meinem Streifzug durch Blogistan bin ich zwar kaum auf echte Probleme gestoßen (was man aber nur wissen kann, wenn man’s mal testet) – eher gibt’s bei manchen „normalen“ Websites Fälle, bei denen ohne JavaScript der Haupt-Inhalt verdeckt, zerhackstückelt oder gar nicht sichtbar ist –, ein Hinweis mittels <noscript> bei betroffenen Elementen ist aber sicher nicht verkehrt. Wenn ich z.B. kein Kommentar-Eingabe-Feld sehe, freue ich mich darüber, wenn an erwarteter Stelle „für Kommentare bitte JavaScript einschalten“ in hinreichend auffälliger Darstellung steht.

5. Link-Farben

Zur besseren Übersicht für den Besucher kann es nicht schaden, wenn man bereits besuchten Links (a:visited) eine etwas andere Farbe verpasst (z.B. violett statt blau), damit er leichter erkennt, was er bereits gelesen hat und und was nicht.

6. Keine vermischten Sprachen

Okay, das ist eher eine Kleinigkeit – ein deutsches Blog, das englische Navigationselemente wie „previous entries“ oder „comments“ hat (von der WordPress-Standardinstallation etwa), verliert dadurch höchstens bei nicht des Englischen mächtigen Besuchern an Attraktivität bei deren Streifzügen durch Blogtopia, was in vielen Fällen in der Zielgruppe irrelevant sein wird. (Ich zum Beispiel muss aber auch an meine Eltern denken, deren Englisch-Kenntnisse minimal sind.)

(Mit meinem komplett umschaltbaren Blog dürfte da eh ein Außenseiter sein.)

7. Nichts übertreiben

Weder bei Kargheit und Detailarmut des Designs noch bei der Fülle an Links, Widgets, Bildern, Buttons, Smilies etc.

Auch nicht beim „Zwang“, unbedingt Beiträge schreiben zu müssen, auch wenn einem nichts Besonderes einfällt, oder beim Verzicht zu schreiben, weil einem längere Zeit nichts „Perfektes“ einfällt. Dabei kommt es selbstverständlich auch auf die Art des Blogs an, tagebuchähnliche werden (und sollen) natürlich von vornherein mehr und vielfältiger schreiben als stark themenbezogene.


:bye: So, das war’s erstmal. Vielleicht bringt’s dem einen oder anderen ja was… wer noch Fragen haben sollte: nur zu! (Eine Liste meiner verwendeten Plugins folgt demnächst.)

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1 Kommentar

  1. Thanks for the tips, I found the last one especially important as I see many blogers that posts sometimes just for the sake of posting, saying almost nothing.

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