Warum sollte ich das wissen?

sex-do-not-disturb Die Süddeutsche bietet eine Klickstrecke mit dem Titel „10 Dinge… Was Sie schon immer über Sex wissen sollten – es mögen ja Dinge sein, die einen „überraschen werden“, aber wozu sollte man u.a. wissen sollen,

  • wie Stachelschweine sich bei der Paarung schützen;
  • dass ein amerikanischer Sexualforscher 300 Männer vor der Kamera masturbieren ließ, „um heraus zu finden, mit welcher Wucht männliches Sperma bei der Ejakulation herausgeschleudert wird“ – wobei das Ergebnis nicht mal erwähnt wird;
  • wie Sex am Morgen in Slowenien genannt wird?

Was bringt einem dieses Wissen? Nicht mal das „wissen wollen“ geht in den meisten Fällen über ein „aha – kurios – na und? – gleich wieder vergessen“ hinaus… Oder wie seht ihr das?


Foto: nevit/sxc

Projekt 52 Thema 5: Sinnesflut

Das Thema 5. Woche in Saris Foto-Projekt 52:

Sinnesflut

Da hätte irgendwie auch der Werbebrief meiner Krankenversicherung (mit einem Stück Stoff und der Botschaft, alle fünf Sinne zu verwenden), den ich am Samstag präsentiert hatte, gepasst – aber der gestrige Kuchen bot auch geschmackliche und geruchliche Sinnesfreuden:

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(Interessieren jemanden eigentlich die technischen Daten, d.h. hier Blende 5, Brennweite 92mm und Belichtungszeiz 1/30s und dass ich nachträglich den Vignetten-Effekt hinzugefügt habe?)

Am Boden

Wenn sich sonst keine großartigen, neuen Motive anbieten (und man des kalten Windes wegen auch nicht ewig unterwegs sein will), so legt man sich eben auf den Boden hält man die Kamera eben knapp über den Boden und schaut, was dabei herauskommt1 – ein kleiner Perspektivenwechsel kann manchmal nicht schaden…

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  1. oder hilft ab und zu mittels Liveview nach, um schön zu fokussieren, wie z.B. im ersten Foto ↺

Originell – doch wozu?

stoff-brief Ein Brief von meiner Krankenversicherung, der neben der Ankündigung, mit welcher Beitragsrückerstattung ich rechnen könnte, wenn ich auch dieses Jahr keine Leistung in Anspruch nehme, noch ein allgemeiner Werbebrief lag, der sich auf die fünf Sinne bezieht und – natürlich – wie toll die Versicherung doch ist.

Auf der Vorderseite: ein Stück weicher, samtartiger Stoff im Bild eines Sofas (siehe Foto), irgendwie die Perspektive zerstörend – durchaus witzig und originell, etwas zum Fühlen. Nur was soll es im Endeffekt bringen?1 Etwas mehr Beachtung, ja, aber ich denke, es bringt kaum mehr Beachtung für den eigentlichen Inhalt. (Und was sagen die Altpapierverwerter dazu, wenn – wie ich vermute – viele Leute das Stück Stoff nicht separat entsorgen?)

„Sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken“, „mit allen fünf Sinnen erleben“, heißt es im Brief – also gut, überprüfen wir das mal:

Sehen: klappt, ich seh den Brief.
Hören: Naja, man kann damit rascheln.
Fühlen: Ich fühle auch das Papier, nicht nur den Stoff – wobei das Stoffgefühl in einem Brief natürlich ungewöhnlich ist.
Riechen: Das Papier riecht ’n bisschen nach Papier und Druckfarbe.
Schmecken: Mmpf, daf Papier fmeckt nift fo gut.

Wir fehen awfo: man kann feine fünf Finne auf einen Brief anwenden, aber wotfu?

  1. Außer dass manche Empfänger vielleicht darüber bloggen. ;)  ↺