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Wer? Bung!

Ein paar unverkneifbare Kommentare meinerseits zu aktuellen Blog-Werbeaktionen…

Das Müsli in der Röhre

Erst gibt’s eine Postkarte „Blogger brauchen Vitamine“ ohne Absender, eine Woche später eine langweilig-graue Pappröhre – immer noch ohne Absender- bzw. Herstellerangaben, was bei Lebensmitteln schon etwas seltsam anmutet1 – mit 580g Basismüsli, mal (wie bei mir) ganz simpel mit Hafer-, Roggen- und Weizenflocken, mal etwa um Knusper-Dinkel oder Schoko-Cornflakes ergänzt und auf jeden Fall besser als ein popliger Gutschein, und heute nun eine Postkarte mit der offiziellen Auflösung, auf der auch ein paar Blogs, die darüber berichtet hatten, abgebildet sind.

Ich hatte – angesichts meiner simplen „Basis“-Mischung – bei Conny oder auf der Blogwiese ja noch spekuliert, dass noch weitere Pakete (oder zumindest eines) mit weiteren, ausgefalleneren Zutaten kämen – tja, Irrtum.

Da bietet man neben etlichen vielseitigen vorgefertigten Mischungen von Fitness bis Exotisch auch die freie Auswahl aus Dutzenden von zusätzlichen Früchten, Nüssen etc. an, da kreiert man sogar ein „Blogger brauchen Vitamine“-Müsli mit Haferlocken, Weizenflocken, Cornflakes ungesüßt, Sesamsaat, Dinkel Crunchy, Kokosraspel, Maissirup, Bananenchips, Sonnenblumenkernen, Aprikosen und Sojaflocken – und was verschickt man? Nur einfache Basis-Mischungen (im Wert von 2,99€ bis 3,89€), nicht mal zwei verschiedene (eine einfachere, eine ausgefallenere), eventuell kleinere Portionen als Andeutung der angebotenen Vielfalt.

Das verstehe wer will, ich versteh’s jedenfalls nicht.

Aber im Endeffekt kein Problem, da ich eh nicht so der Müsli-Esser bin (weswegen ihr euch auch nicht um eine Ersatzlieferung bemühen müsst, lieber Anbieter) – wahrscheinlich werd ich meine Mischung sowieso an jemanden weiterverschenken.

Der König der Regenwald-Löwen

Ein SEO-Blogger bietet an, für jeden verlinkenden Teilnehmer einen Euro für ein WWF-Regenwald-Projekt, bei dem man für 100 € 20 Hektar langfristig unter Schutz stellen können soll, zu spenden, und braucht dazu nach Adam Ries 100 Teilnehmer, die bei sich darüber bloggen sollen – und der mit den meisten Trackbacks bekomme noch einen iPod nano.

An sich eine noble Idee in Sachen Umweltschutz, der es auch vertretbar erscheinen lässt, dass er Blogger direkt anmailt – wäre da nicht der kleine Haken, dass er einen Keyword-Link mit den Worten „König der Löwen Tickets“ auf eine bestimmte Seite, die ebensolche anbietet, will. 1 € (bzw. 2,nochwas mit iPod) für einen Link – wirklich eine gute Idee aus Sicht des SEOs, aber doch ganz schön dreist, finde ich.

Und es finden sich auch Teilnehmer – Teilnehmer, von denen manche vermutlich „gewöhnliche“ Linkkaufanfragen für 20-30€ kategorisch ablehnen, obwohl sich dieses Geld ja auch spenden ließe, z.B. der WWF bietet ja auch verschiedene Möglichkeiten für allgemeine und projektbezogene Spenden…

(Was ich aber nicht als generelle entsprechende Linkverkaufsaufforderung verstanden haben mag – am Ende muss eh jeder selber entscheiden, was er mit seinem Blog macht.)

Linkgeschachere

Wo wir schon beim Thema sind: Immer wieder mal trudeln E-Mails ein, deren Absender für ein paar -zig Euro etwa ein bestimmtes Wort in einem vorhandenen Beitrag verlinkt haben wollen oder einen (befristeten) Link in der Sidebar. Und sie machen fast immer einen oder mehrere dieser Fehler:

  • Keine persönliche Anrede;
  • der Link wird nicht genannt, nur „eine Firma im Bereich XY“ – man soll quasi den Link im Sack kaufen;
  • man spricht fälschlicherweise von „Linktausch“ und behauptet vorneweg, der angeschriebene Blogger wäre daran interessiert.

Auf die Art kann man höchstens bei denen landen, die das Geld wirklich dringend brauchen.

Dinner in the Velvet

Eine samtähnliche rote Schachtel (vor ein paar Wochen) von einem Anbieter diverser außer­gewöhnlicher Freizeitaktivitäten mit einem Gutschein für ein Dinner an einem an einem Kran hängenden Tisch in 50 Metern Höhe – entsprechend gesichert, versteht sich. Das ist schon mal etwas Ungewöhnliches…

Zwar nichts, was ich mir aus eigenem Antrieb ausgesucht hätte, aber doch interessant genug, dass ich den Gutschein eingelöst habe – mehr darüber dann Ende des Monats, wenn das Dinner in München stattgefunden hat.

  1. wobei die mancherorts zu lesenden Spekulationen hinsichtlich „Blogger-Ausrotten“ kaum ernst gemeint gewesen sein dürften ↺

Umfrage zu den Suchbegriffen

Abstimmen! Seit einiger Zeit bringe ich ja an jedem Wochenende (meist samstags) die Suchanfragen-Beantwortungen (der gestrige Kaffee-Armreif-Beitrag war da natürlich eine Ausnahme), und ich hätte da gerne mal eure Meinung dazu, was ihr u.a. von dieser Regelmäßigkeit haltet:

Jede Woche Suchanfragen?

  • Gut so! (67%, 10 Stimmen)
  • Alle zwei Wochen reicht (27%, 4 Stimmen)
  • Interessieren mich eh nicht (7%, 1 Stimmen)
  • Noch seltener... (0%, 0 Stimmen)

Stimmen insg.: 15

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Länge der Beiträge?

  • Ist okay (69%, 9 Stimmen)
  • Eher zu lang (15%, 2 Stimmen)
  • Eher zu kurz (15%, 2 Stimmen)

Stimmen insg.: 13

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Weitere Gedanken dürft ihr gerne in den Kommentaren äußern. :)


Foto: absolut – Fotolia.com

Geschichten aus Tausendundeinem Beitrag

Oder eigentlich aus tausend, denn über diesen 1001. in diesem 1001. zu schreiben, wäre etwas zu rekursiv (und auch schwer möglich, da es hier vor allem um die Kommentare gehen soll)… Jedenfalls: Exakt ein Jahr nach dem allerersten Beitrag kam die Teilnahme an meiner ersten Blog-Parade (über CD-Erinnerungen), und deren Veranstalterin juliaL49, die damals u.a.

Und doppelt Danke, dass ich dadurch deinen Blog gefunden habe :-D

geschrieben hatte, wurde mit der Zeit die häufigste Kommentatorin hier mit mittlerweile über 520 Kommentaren, gefolgt von David mit fast 350, Sebastian mit 230, Michael und Pierre mit über 150, Konna mit fast 100 – euch und natürlich allen anderen:
:danke:

Natürlich helfen auch Rätsel wie mein mittlerweile ziemlich regelmäßiges Musik-Quiz, viele Kommentare anzuziehen, aber fünf andere Beiträge haben es auch in die Kommentar-Top20 geschafft:

Nicht zuletzt diverse (in gewissen wissenschaftsfernen Kreisen kontroverse) Themen ziehen mitunter, sagen wir, ungewöhnliche Kommentare an – etwa von dem einen oder anderen Träumer, die ihre Zeit mit Lottostatistiken zwecks Vorhersage verschwenden, obwohl letzterer gar zugab, dass die Lottokugeln am Mittwoch nicht vom Samstag beeinflusst werden können…

…oder einer, der es für „Zeugs“ hält, wenn ich über die Zweifelhaftigkeit von (bestenfalls pseudowissenschaftlichen) Global-Scaling-Angeboten – ja, die mit den Lottoprognosen, der sich in einer kleinen Bank in Nordzypern „versteckenden“ Investorensuche für „revolutionäre“ Technologien für Kommunikation oder Online-Banking, von denen bald nichts mehr zu hören war, und dem sich nicht mehr Prof. Dr. nennen dürfenden Erfinder des Ganzen – schreibe…

…dem halbwegs offenen – und entlarvenden – Kommentar eines Programmierers eines Mondkalender-Programms

…von einem Glaubensmedizin-Fan namens hopazupa-hi-ha-ho oder einem Verleger1 für 2012­maya­kalender­synchronisationsstrahl­sonnenaktivitäts­erdmagnetismus­bewusstseinssprungs­seher­offenbarungs­unsinn und einem Fan desselben, deren Vorwürfe – garniert mit den Klassikern der Branche: Hamlet-Zitat und Galilei-Vergleich – man auch gleich gegen sie selbst verwenden kann:

[…] Aber solange diese Besserwisser keinen anderen schaden, lasse ich sie im Dunkeln leben und freue mich am „Licht“! […]

[…] Aber so ist das mit den „Standpunktvertretern“ nun mal, sind leider für Dinge die ausserhalb ihrer Betrachtungsweise ligen, nicht empfänglich…. […]

Fan-Post bei einem „The Next Uri Geller“-Bericht für einen Teilnehmer:

i love you ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff­aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa­rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr­iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii­ddddddddddddddddddddddddddddddddddddddddd :hearts: :hearts: […] :kussrot: […]

…einem anonymen, vagen Möchtegern-Angstmacher (der nicht sagt, worauf er sich bezieht) um halb 3 Uhr nachts mit Worten wie

Ja auf Blogs ist Meinungsfreiheit ja erwünscht- aber dämlich und unwissend andere in den Dreck zu sein-wie arm muss man denn sein?

Peinlich.PEINLICH. […] Und immer schön dran denken: Verleumdung ist strafbar.
Also liess mal schnell deinen Blog noch mal durch, Hase…. :idea: […]

Kommentarspammer, über die man sich immerhin noch lustig machen kann – auch wenn solche Spammer die Ausnahme sind…

…aber zum Glück auch etlichen wie diesen:

Toll dass es diese Seite gibt!

Super Idee auf die muß man auch erst einmal kommen.

Gefällt mir sehr gut.

DANKEEEEEEEEEEEEE!!!

 

Funny hand  
Und auch wenn ich nicht, Scheherazade gleich, Cliffhanger um Cliffhanger schreiben muss, um überhaupt weitermachen zu können, „muss“ ich ebensowenig nach 1001 Geschichten aufhören – so seid denn mit mir gespannt, welche und wieviele weitere Tausende von Beiträgen und Kommentaren sich hier noch ansammeln werden; mögen sie (mindestens) Hand und Fuß haben…

 


Fotos: imagesolutions, titelio – Fotolia.com

  1. oder zumindest einem Verlagsmitarbeiter mit entsprechender E-Mail-Adresse ↺

Großhundert

1000 gold

M in römischen Ziffern… k als Einheiten-Präfix kilo3E8 hexadezimal… 1111101000 binär…  im Chinesischen… 1000 in arabischen1 Ziffern…

Das deutsche Zahlwort Tausend hat sich aus dem althochdeutschen thûsunt, thûshundi, dieses aus germanisch þûsundi entwickelt. Dies wiederum ist eine Verbindung aus dem Zahlwort Hundert – hundi mit einer Vorsilbe *thus, welche „viel“ oder „groß“ bedeutet und sich aus einer indogermanischen Wurzel *tÐu-, *týu- gebildet hat, die ursprünglich „schwellen“ bedeutet. Tausend bedeutet also wörtlich ursprünglich „großhundert“. Das Deutsche kennt auch die Pluralbildung tausende („mehrere tausend“, die in Zahlwörtern allerdings nicht vorkommt (zweitausend, dreitausend etc.).
(Wikipedia)

Und dies ist der 1000. Beitrag in meinem Blog… :tanz: Angefangen mit kurzen und teils recht banalen Beiträgen im ersten Dreivierteljahr (ab September 2006) – mit einem sa-gen-haften Schnitt von 2,5 Beiträgen pro Monat – ging’s dann so langsam aufwärts, sowohl was Inhalt als auch Frequenz der Beiträge betrifft, und am 12.6.2007 kam denn auch, Trommelwirbel bitte, zu meinem Kurzbericht zur ersten, miserablen „Public Beta“ von Apples Safari-Browser für Windows der erste Trackback von einem anderen Blog – 16 Minuten nach Veröffentlichung, ein Hoch auf Googles Schnelligkeit! –, und spärlich fanden sich auch die ersten (mir nicht persönlich bekannten) Besucher und Kommentatoren ein, und so richtig los ging’s mit der Technorati-Link-Aktion im August 2007 – ich mein, wen interessiert denn die Technorati-Authority wirklich? Wichtiger sind doch die Besucher (und Kommentatoren), die so eine Aktion bringt!

Weiter geht’s in 1000 Minuten mit Geschichten aus Tausendundeinem Beitrag – wo ich natürlich nicht meine „Best Of“-Seite duplizieren, sondern auf ein paar Kommentare zu sprechen kommen will…


Foto (Orig.): Edward White – Fotolia.com

  1. oder eigentlich indischen ↺